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Wasser Marsch!

Viel trinken: Warum das für Kinder so wichtig ist

Kinder müssen viel trinken Kinder müssen viel trinken

Kann Ihr Kind sich in der Schule schlecht konzentrieren, fühlt sich öfter müde und schlapp? Dann liegt es vielleicht daran, dass es nicht genügend trinkt. Mit Schuld daran kann das an vielen Schulen noch geltende Trinkverbot im Unterricht sein: Eine neue Studie zeigt, dass Schüler nur dann ausreichend viel trinken, wenn sie ihren Durst auch während der Schulstunden stillen dürfen.

Dass viel trinken für die Gesundheit von Kindern Bedeutung hat, haben wir alle schon gehört. Doch warum ist das eigentlich so? Ganz einfach: Bei Kindern ist der Wasseranteil am Körpergewicht mit 75 Prozent deutlich höher als bei Erwachsenen. Sinkt er, zum Beispiel durch Toben und Turnen und durch  zu wenig Nachschub an Flüssigkeit, fühlen sie sich schlapp und sind weniger leistungsfähig. Schon ein Wasserverlust von nur 2 % kann dafür sorgen, dass die Konzentration sinkt. Trotzdem gilt in den meisten Schulen die Regel, dass während der Stunden trinken tabu ist.

Höchste Zeit zum Umdenken, meinen Wissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. In Zusammenarbeit mit der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) führen sie eine Studie durch, die den Zusammenhang von ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Gesundheit, Leistungsfähigkeit sowie Körpergewicht bei Kindern klären soll.  Das Ergebnis der ersten Studienphase mit 155 Schülerinnen und Schülern: Kinder, die auch während des Unterrichts zur Wasserflasche greifen dürfen, trinken insgesamt mehr als ihre Altersgenossen mit Trinkverbot. Besonders interessant: Das gilt auch nach der Schule – die Testteilnehmer nahmen mehr Flüssigkeit zu sich und trinken viel und bevorzugt gesunde Getränke wie Mineral- und Leitungswasser.

Viel trinken: Welche Mengen müssen sein?

Für das Forscherteam aus Schwäbisch Gmünd steht damit jetzt schon fest: Die Schule trägt Mitverantwortung dabei, ob Kinder ausreichend viel trinken. Immerhin verbringen Schulkinder viele Stunden des Tages im Unterricht – dürfen sie dort nicht jederzeit ihren Durst löschen, kann schnell ein Flüssigkeitsmangel entstehen. Und der hat Folgen, nicht zuletzt auch für die Fähigkeit von Kindern, im Unterricht gut mitzukommen. Fakt ist: Je älter und aktiver das Kind, desto wichtiger wird viel trinken. Kinder von 7 - 10 Jahren brauchen mindestens 970 ml Flüssigkeit am Tag, ab dem 11. bis zum 13. Jahr steigt der Bedarf auf knapp 1.200 ml täglich.

Vor allem bei sehr lebhaften Kindern und bei geistiger Anstrengung kann allerdings der Mindestbedarf noch darüber liegen. Viel trinken ist vor allem beim Toben, Spielen und Turnen wichtig, denn dabei verlieren Kinder viel Flüssigkeit, die ersetzt werden muss.  Da speziell beim Schwitzen auch wichtige Mineralstoffe mit ausgeschwemmt werden, empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Kindermediziner und Ernährungsexperten als optimalen Durstlöscher Mineralwasser, das die leeren Speicher wieder auffüllt. Die DGE gibt aber auch grünes Licht für Leitungswasser: Es kostet fast nichts, ist jederzeit verfügbar und hat dank strenger Kontrollen bei uns in Deutschland eine hohe Qualität.

Viel trinken: So klappt es zu Hause

Auch wenn die aktuelle und noch bis September laufende Studie eindeutig zeigt, welche Rolle die Schule spielt: Klar ist, dass die Bedingungen zu Hause ebenfalls stimmen müssen, damit Kinder viel trinken. Für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beim Nachwuchs können Eltern viel tun:

  • Kaufen Sie bewusst ein: Was im Haus ist, wird auch getrunken – lassen Sie also süße Erfrischungsgetränke wie Limo und Cola lieber links liegen und kaufen Sie stattdessen Wasser. Ob still, mit wenig oder viel Kohlensäure, ist dabei nicht nur Geschmackssache: Besonders kleine Kinder und Kids mit empfindlichem Bauch vertragen Wasser mit wenig oder ohne Kohlensäure am besten.
  • Sorgen Sie für genügend Vorrat: Damit Kinder viel trinken, sollte immer ausreichend Wasser im Haus sein, mit dem sich auch kleinere Kids selbst bedienen können. Kochen Sie auch Früchte- oder Kräutertees auf Vorrat, die man im Kühlschrank bereit stellen kann.
  • Machen Sie es sich leicht: Wer Wasserkästen nicht selber schleppen mag, kann sie vom Getränkeladen kommen lassen. Oder Sie leisten sich einen Sprudler, mit dem man aus Leitungswasser ganz einfach selbst „Prickelwasser“ machen kann. Die Stiftung Warentest hat solche Geräte getestet und empfiehlt mehrere davon als „gut“.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Wenn der Nachwuchs sieht, dass auch die Eltern viel trinken und dabei gesunde Getränke wie Wasser oder leichte Saftschorle und Tee bevorzugen, bekommen sie fast automatisch auch selbst Lust darauf.
  • Sorgen Sie für Abwechslung: Wasser pur schmeckt vielen Kindern auf die Dauer zu langweilig. Damit sie trotzdem viel trinken, können Sie zum Mixen und für den Geschmack zusätzlich ungezuckerte Säfte in den Kühlschrank stellen.
  • Ab und zu darf es auch gern mal etwas Besonderes sein: Auf EAT SMARTER finden Sie tolle Vorschläge für leckere und leichte Fruchtbowlen ohne Alkohol und Zuckerzusatz, zum Beispiel unsere Blubber-Bowle mit Fruchtspieß, die auch Kindern schmecken.
  • Lassen Sie sich was einfallen: Für mehr Geschmack können Sie das Wasser öfter mal mit etwas frisch gepresstem Zitronen- oder Orangensaft aufpeppen, der außerdem ein paar Extra-Vitamine bringt. Wenn es draußen sehr heiß ist, schmeckt Eiswasser nach amerikanischer Art klasse: Einfach stilles Mineralwasser oder Leitungswasser mit reichlich Eiswürfeln mischen.
  • Bringen Sie Spaß ins Spiel: Damit Kinder viel trinken, muss auch die Optik stimmen. Ein buntes Glas, farbige Strohhalme oder hübsche Thermosflaschen für unterwegs machen gleich noch mehr Lust, den Durst auf gesunde Art zu stillen.
  • Noch mehr Tipps zum gesunden Trinken finden Sie in der Broschüre „Trinken lernen leicht gemacht“ , die Sie hier kostenlos bestellen oder downloaden können.

(Koe)

 

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