Weihnachtsgans zubereiten: Tipps und Tricks | EAT SMARTER
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Gutes zum Fest

So gelingt die Weihnachtsgans garantiert

Weihnachtsgans zubereiten: Tricks und Tipps Weihnachtsgans zubereiten: Tricks und Tipps

Weihnachten ohne Weihnachtsgans? Das ist für viele wie Ostern ohne Eier. Wenn nur das schlechte Gewissen nicht wäre - eine Gans ist doch so fett! Stimmt. Aber Sie können, wenn Sie die Weihnachtsgans zubereiten, diese clever "entschärfen". Dazu und zum richtigen Einkauf gibt Ihnen EAT SMARTER heute die ultimativen Tipps.

Zu Weihnachten greifen wir ja gern etwas tiefer in die Tasche. Das muss auch sein, wenn eine Weihnachtsgans auf den Festtagstisch kommen soll: So ein Vogel kostet frisch locker bis zu 90 Euro. Dafür macht er dann aber auch acht bis zehn Genießer satt. Klar, dass man da gern beste Qualität für sein Geld haben möchte. Wer nicht das Glück hat, einen Bauern um die Ecke zu haben, der selbst Gänse züchtet, kauft darum am besten beim Geflügelfachhändler oder beim Bio-Schlachter. Dann stehen die Chancen gut, dass das edle Federvieh ein glückliches Gänseleben mit reichlich Auslauf hinter sich hat und mit Kräutern und Körnern gefüttert wurde.

Weihnachtsgans zubereiten – am besten frisch

Bei guten Züchtern können Sie sich auch darauf verlassen, dass Ihre Weihnachtsgans nicht zu alt ist: Mehr als neun Monate alte Gänse werden im Backofen zäh. Zu jung soll der Festtagsvogel aber auch nicht sein, denn das bedeutet, dass er schnell gemästet wurde und mehr Fett als Fleisch auf die Waage bringt. Typischer Hinweis dafür ist eine sehr weiche Haut. Überhaupt verrät die Haut einiges: hat sie einen zartrosa Schimmer, ist das ein gutes Zeichen. Zu blasse Haut verrät einen besonders hohen Fettgehalt, zu dunkle ein zu hohes Alter. Auch der Geruch sagt etwas aus: Eine frische Weihnachtsgans riecht typisch und intensiv, aber niemals streng.

Weihnachtsgans zubereiten: gute Tiefkühl-Gänse

Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte, kann seine Weihnachtsgans natürlich auch aus der Tiefkühltruhe kaufen und dabei gute Qualität bekommen. Wichtig sind Herkunft und Sorte: Stammt das Tier von der „Dittmarscher Sorte“ ab, können Sie davon ausgehen, dass Sie eine deutsche Weihnachtsgans kaufen. Gänse aus Ungarn oder Polen kosten zwar deutlich weniger, wurden aber in der Regel gemästet - das Fleisch ist oft minderwertig und der Fettgehalt extrem hoch. Das geht dann natürlich zu Lasten des Geschmacks und der Figur.

Weihnachtsgans zubereiten: So können Sie die Gans entschärfen

Apropos Geschmack und Figur: Dass eine Weihnachtsgans so köstlich schmeckt, liegt nicht zuletzt am reichlich enthaltenen Fett, das nun einmal Geschmacksträger ist. Nur gut, dass wir zu Weihnachten auch mit den Kalorien etwas großzügiger sind - immerhin bringt der feine Vogel im Durchschnitt pro 100 Gramm satte 364 Kalorien und 31 Gramm Fett auf die Waage. Aber mit ein paar Tricks beim Weihnachtsgans zubereiten lässt diese sich durchaus ein wenig „entschärfen“:

  • Sichtbares Fett schneiden Sie am besten gleich zu Anfang mit einem Messer heraus.
  • Stechen Sie die Weihnachtsgans vor und beim Braten immer wieder an – besonders an Brust und Keulen - damit möglichst viel Fett heraus braten kann (das geht besonders gut mit einem Schaschlikspieß oder mit den Zinken einer Fleischgabel). Später können Sie das Fett dann mit einem Fettscheidekännchen ganz einfach abgießen oder mit einem flachen Löffel vom Bratfond abnehmen.
  • Achten Sie zum Ausgleich bei den Beilagen auf möglichst wenig Fett: Rotkohl zum Beispiel schmeckt auch ohne Schmalz, die Sauce wird mit Saucenbinder statt Sahne genauso cremig. Einen Versuch wert ist auch der lockere Kürbis-Kartoffel-Stampf, den es zum EAT SMARTER Gänsebraten gibt.
  • Reichen Sie als Vorspeise keine Sahnesuppe oder andere fette Gerichte, sondern lieber einen Salat - zum Beispiel mit Radicchio und Chicorée. Die vielen Bitterstoffe darin regen die Gallentätigkeit an, der Körper kann das gehaltvolle Essen dadurch besser verdauen.
  • Zum Dessert schmeckt nach einem so üppigen Weihnachtsbraten am besten etwas ganz Leichtes wie das köstliche und kalorienarme Cranberry-Gelee mit Gewürzmilchschaum oder die pochierten Clementinen mit Kardamom, Sternanis und Rosenwasser.
  • Der alte Brauch, die Weihnachtsgans mit Beifuß zu würzen, macht übrigens wirklich Sinn: Das Kraut regt die Fettverdauung an und macht das Federvieh bekömmlicher.

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Polnische Hafermastgänse, auch gefrostet, können es jederzeit mit deutschen Gänsen aufnehmen. Polen hat eine lange Tradition in der Weidemast von Gänsen mit anschließender Hafermast. Die beste Ware wird oft nach Frankreich verkauft, weil die Franzosen als Feinschmecker gute Ware besser zu würdigen wissen.
 
einfach lecker alles
 
Schon lecker so 'ne Gans. Aber der Aufwand bei der Zubereitung...Puh! Naja, Mama wird schon's richten....*gggg* ;-))))))
 
Das ist ja mal 'ne dickes Ding ;-) Aber macht man ja auch nicht alle Tage. Reserviert für den 1. Weihnachtsfeiertag :-)