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Vielfalt aus dem Garten

Diese 14 Kräuter machen gesund und fit

Sie sind das i-Tüpfelchen bei jedem Gericht, verzaubern mit einem leichten Aroma oder geben dem Ganzen erst den richtigen Kick. Und so ganz nebenbei verbessern sie das Wohlbefinden.

Küchenkräuter und ihre Wirkung

Kräuter wie Salbei, Majoran und Pfefferminze sorgen schon lange für ein spezielles Aroma und ihre heilsame Wirkung wurde gut untersucht. Rund 600 Heilkräuter werden sogar zu Pülverchen und Pillen verarbeitet, aber es geht nichts über das frische Kraut. Viele neue Studien zeigen, dass gerade die Mischung von sekundären Pflanzenstoffen, ätherischen Ölen und Vitaminen die Bioverfügbarkeit ausmacht. Und das heißt, ein Extrakt kann der Körper nicht in gleicher Weise nutzen wie die ganze Pflanze. Die abwechslungsreiche Kräuterküche punktet mit der Rundumversorgung, die uns gesund hält . Aber es lohnt sich auch bei speziellen Beschwerden, vermehrt mit besonderen Kräutern zu würzen oder als Heiltee aufzugießen. Alle Küchenkräuter kann man jetzt frisch im Supermarkt oder in Gärtnereien kaufen.

Die Kräuter im Überblick

Basilikum

Basilikum nur frisch verwenden und nicht mitgaren, dann hilft es bei Magenproblemen und Verstopfung.

Dill

Dill kennen viele vom Gurkensalat. Es hilft gegen Verdauungsbeschwerden. Abends als Tee getrunken auch gegen Schlafstörungen.

Estragon

Ein Klassiker aus der französischen Küche, ein typisches Gewürz etwa in der Sauce Bearnaise. Die darin enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung an und die Mischung der Inhaltsstoffe bringt den Stoffwechsel in Fahrt.

Kresse

Die Keimlinge der Gartenkresse bekommt man in einer Schale in der Gemüseabteilung. Sie sollte auch frisch verwendet werden. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure sind gut für uns. Sie wirkt anregend, wenn man sich schlapp fühlt.

Oregano oder wilder Majoran

Die beiden sind als reines Pizzagewürz viel zu schade. Die Heilwirkung kannte schon Hippokrates und setzte das Kraut zur Geburtsbeschleunigung ein. Es wirkt als Tee hervorragend gegen Magen- und Darmkrämpfe

Petersilie

Mittlerweile ist die Variante mit den glatten Blättern beliebter, beim Mitgaren verliert es an Aroma. Der hohe Vitamin-C-Gehalt stärkt das Immunsystem, wirkt beruhigend auf Magen und Darm.

Pfefferminze

Pfefferminze ist frisch und getrocknet verwendbar. Als Tee kennt es jedes Kind, schmeckt aber auch gut zu Lamm-Gerichten. Wirkung: lindert Übelkeit, krampflösend.

Rosmarin

Rosmarin ist gut erhitzbar und auch getrocknet verwendbar. Als Tee: Beruhigt die Nerven bei Kopfschmerzen, Stress und Depression, auch gut bei Kreislaufbeschwerden. Die ätherischen Öle werden außerdem in der Aromatherapie eingesetzt, sie sind krampf- und schleimlösend.

Salbei

Salbei verträgt auch Hitze. Als Heilkraut ist es vielfältig in seiner Wirkung: als Tee bei Halsschmerzen, beruhigt den Magen bei einer Antibiotika-Therapie und hilft gegen übermäßiges Schwitzen. Der Wiesen-Salbei soll sogar Krebs bekämpfen, so eine Studie am Deutschen Krebsforschungszentrum an Tumorzellen.

Schnittlauch

Schnittlauch am besten immer frisch verbrauchen. Man kann übrigens auch die Blüten essen. Neben Vitamin-C enthält es viel von dem „Augen“-Vitamin A. Es wirkt wie alle Lauchsorten antibakteriell, harntreibend und beugt Arterienverkalkung vor.

Thymian

Thymian kann man frisch oder getrocknet verwenden sowie als Tee aufgießen. Besonderer Bestandteil: ätherische Öle. Hat eine heilsame Wirkung auf die Atemorgane, etwa bei Husten, Asthma und Erkältung. Zitronenmelisse – die Blätter frisch verwenden. Als Tee gut bei Einschlafstörungen und allgemein zur Beruhigung, verschiedene Inhaltsstoffe beugen Infektionen vor.

Die Newcomer – Colakraut und Schokominze

Neue Kräuter für den Hobbygärtner oder Koch erweitern die Möglichkeiten. Sie wachsen auch in unsern Breitengraden, sind also frisch erhältlich und auch gesund. Und es gilt: Naschen erlaubt! Tatsächlich schmeckt das Colakraut in den Spitzen nach Cola, Kinder lieben es deshalb zum Probieren. Eigentlich ist das Kraut nur wiederentdeckt, denn dahinter verbirgt sich die Eberraute, die von der Kirche verbannt wurde, weil sie im Verdacht stand wie ein Aphrodisiakum zu wirken. Auf jeden Fall wirkt sie entzündungshemmend und stabilisiert den Magen. Schokominze schmeckt wie „After Eight“ und ist als Tee gut bei Magenverstimmungen, genauso wie die anderen neuen Minzsorten wie Mandarinen-, Apfel-, Ingwer- oder Erdbeerminze, nur eben mit einem fruchtigem Aroma kombiniert.

Achten Sie auf Ihren Appetit

Je größer die Bandbreite an Geschmacksrichtungen ist, die sie im Alltag zu sich nehmen, umso differenzierter reagiert ihr Körper auf das, was er gerade braucht. Ertappen Sie sich dabei plötzlich Appetit z.B. auf Mozzarella mit Basilikum zu haben, dann ist das bestimmt jetzt genau das Richtige für Sie.

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