Kakao | EAT SMARTER
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Kakao

Kakao in Pulverform ©Lsantilli - Fotolia.com Kakao in Pulverform ©Lsantilli - Fotolia.com

Wer einmal echten Kakao getrunken hat, will meistens mehr davon. Dass er so köstlich nach Schokolade schmeckt, ist keineswegs Zufall: Kakao ist nämlich der Stoff, aus dem die Leckerei gemacht wird.

Das sollten Sie über Kakao wissen

Als schwarzes Gold könnte man Kakao durchaus bezeichnen: Immerhin war das angenehm bittere Pulver aus Kakaobohnen bei den Azteken als Zahlungsmittel mindestens so gerne gesehen wie Geld. Erfunden haben sie die Herstellung von Kakao allerdings ebenso wenig wie die Maya, denen das oft nachgesagt wird. Tatsächlich sollen nämlich bereits die Olmeken, die gute 1.000 Jahre früher in Mexiko lebten, Kakaopflanzen angebaut haben.

Wahr ist aber, dass die Maya und die Azteken die Kultivierung von Kakao weiter verfeinert und daraus die erste Schokolade gezaubert haben. Nach Europa kam der Kakao dann durch den spanischen Eroberer Hernan Cortez, dem der legendäre Aztekenherrscher eine Kakaopflanze geschenkt hatte. Er brachte dann das wertvolle und köstliche kulinarische Souvenir an den spanischen Hof, wo es bald Mode wurde, aus dem dunklen Pulver „xocolate“ zu kochen und zu schlürfen: eine sämige heiße Flüssigkeit aus Kakao und Wasser, gewürzt mit Vanille oder Cayennepfeffer, gesüßt mit Honig oder Zucker.

Genau diese uralte Methode, die schon Maya und Azteken anwandten, gilt bis heute fast unverändert als das Rezept für Kakao, der diesen Namen verdient. Inzwischen kocht man ihn allerdings meistens mit Milch, was ihn zusammen mit dem von Natur aus hohen Anteil an Fett (sogenannte Kakaobutter) noch gehaltvoller macht. Kein Wunder, dass im 16. Jahrhundert die „flüssige Schokolade“ zum Fastentrank erklärte!

Apropos Schokolade: Aus den Bohnen der Kakaopflanze stellt man nicht nur die Basis für Getränke her, sondern natürlich auch alle echten Schokoladesorten.

Die Herstellung von Kakaopulver ist übrigens ziemlich aufwendig: Man reinigt die Kakaobohnen maschinell und röstet sie, was ihnen den typischen Geschmack und die dunkle Farbe gibt. Anschließend entfernt man die Schalen und zermahlt die Bohnen in speziellen Kakaomühlen zu Kakaomasse. Dabei gewinnt man die sogenannte Kakaobutter, eigentlich eine ölartige Flüssigkeit. So entstehen harte Presskuchen, aus denen dann schließlich das Kakaopulver gemahlen wird. Es kommt dann pur und ohne Zusätze wie Zucker in die Verpackung.

Grundsätzlich unterscheidet man Kakaopulver in zwei Sorten:

Schwach entöltes Kakaopulver enthält noch mindestens 20 % Restfett bzw. Kakaobutter. Es löst sich zwar weniger leicht in Milch oder Wasser auf, gilt aber als hochwertigste Sorte, denn schwach entölter Kakao schmeckt am intensivsten nach Schokolade.

Stark entöltes Kakaopulver hat nur noch einen Fettanteil von 10 %. Dadurch wird es gut löslich, schmeckt allerdings viel weniger aromatisch. Übrigens: Im Kaloriengehalt liegt stark entöltes Kakaopulver nur unwesentlich unter dem schwach entölten.

Wie gesund ist eigentlich Kakao?

Obwohl Kakao nicht gerade kalorienarm ist, gilt er durchaus zu Recht als gesund. Immerhin ist er eiweißreich und enthält dazu reichlich Ballaststoffe. Die sanft anregende Wirkung, die viele bei Kakao spüren, beruht auf seinem Gehalt an Theobromin, Theophyllin und (sehr wenig) Koffein. In reinem Pulver aus Kakao stecken außerdem Mineralstoffe wie vor allem Magnesium und Kalium sowie wertvolle Antioxidanzien, die unsere Zellen vor freien Radikalen und vorzeitiger Alterung schützen.

Ob Kakao wirklich glücklich macht, ist umstritten. Fest steht aber, dass er die sogenannten „Glücksstoffe“ Serotonin und Dopamin enthält, die eine stimmungsaufhellende Wirkung haben und bei depressiven Verstimmungen helfen können. Obendrein tut reiner Kakao auch Herz und Kreislauf gut, denn die darin üppig vertretenen Flavonole (sekundäre Pflanzenstoffe) machen die Gefäße elastischer und können so den Blutdruck senken.

Kakao trinken ist in Maßen also ein Genuss, der zur Gesundheit beitragen kann. Gut zu wissen: Allzu großzügiges Süßen mit Honig oder Zucker mindert natürlich den Fitnessfaktor von Kakao.

Nährwerte von Kakao pro 100 g  
Kalorien 357
Eiweiß 20 g
Fett 21 g
Kohlenhydrate 9 g
Ballaststoffe 27 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kakao:

Einkauf: Ob Sie schwach oder stark entölten Kakao kaufen, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Verwendungsart. Für ein richtig nach Schokolade schmeckendes Getränk sollte es das nur schwach entölte Pulver bzw. sogenannter Edelkakao sein; zum Backen und Kochen tut es auch der stark entölte Kakao.

Wenn Sie Wert auf nachhaltig und umweltfreundlich hergestellten Kakao legen, nehmen Sie am besten solchen aus dem Bioladen. Trägt das Produkt außerdem das Fair-Trade-Siegel, können Sie sicher sein, dass der Kakao ohne Kinderarbeit und unter sozial verträglichen Bedingungen produziert wurde.

Lagerung: Bewahren Sie Kakao nach dem Anbruch der Packung unbedingt kühl und trocken auf. Am besten eignet sich ein Schraubglas oder eine fest schließende Dose, denn Kakao nimmt schnell andere Gerüche an. So gelagert, ist das Pulver lange haltbar.

Zubereitungstipps für Kakao:

Falls Sie bisher nur Kakao aus Fertigmischungen kennen, probieren Sie mal das Grundrezept – es lohnt sich und ist ganz einfach: Für 2 Tassen ½ l Milch (es darf auch fettarme mit 1,5 % sein, falls Sie Kalorien sparen möchten) mit 1 ½ EL Kakaopulver langsam zum Kochen bringen. Dabei ständig mit einem Schneebesen oder Kochlöffel rühren, damit nichts anbrennt. Wenn Sie den Kakao süß mögen, geben Sie gleich am Anfang noch 1-2 EL Zucker dazu. Nach dem Aufkochen die Hitze ausschalten und den Kakao noch 2-3 Minuten unter häufigem Umrühren ziehen lassen.

Das wäre die ganz simple Version, aber Sie können Ihren Kakao natürlich auch würzen: Kochen Sie dann z.B. ½ Vanilleschote, 1 kleine getrocknete Chilischote oder 2-3 Kardamomkapseln mit. Zimtfans nehmen 1 Stück Zimtstange, aber auch etwas Ingwerwurzel oder 1-2 Gewürznelken geben dem Kakao eine besondere Note.

Beim Backen ist Kakao außerdem unverzichtbar für Leckereien wie z.B. Marmorkuchen, Schokomuffins und anderes Gebäck, das „schokoladig“ schmecken soll. Auch für Desserts wie Schokoladenpudding oder Mouuse au chocolat lässt sich Kakao wunderbar einsetzen.

Rezepte mit Kakao:

Rezepte mit Kakao finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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