Mangostan | EAT SMARTER
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Mangostan

Die Mangostan ist eine tropische Frucht Die Mangostan ist eine tropische Frucht

Mangostan – das klingt, als ginge es um eine Verwandte der Mango. Stimmt aber nicht: Die Mangostan ist eine völlig andere Frucht mit ganz eigenem Charakter und vielen Vorzügen. Mehr darüber erfahren Sie in unserer Warenkunde!

Das sollten Sie über Mangostan wissen

Manchmal sind Ähnlichkeiten eben doch zufällig: Der Name Mangostan hat jedenfalls mit der Mango nichts zu tun. Tatsächlich nahe verwandt ist die tropische Frucht dagegen mit Litschi und Rambutan – allerdings erreicht sie mindestens die doppelte Größe dieser beiden und kann den Umfang eines kleinen Apfels erreichen.

Die Früchte mit der violetten Schale und dem weißen Fruchtfleisch wachsen an immergrünen Bäumen, die bis zu 100 m hoch werden. Bis man die ersten Mangostane ernten kann, vergehen zwar einige Jahre. Doch dann fällt die Ernte umso üppiger aus: Bis zu mehr als 100 Jahre lang liefert der Baum gut 5.000 Früchte jährlich.

Insektenschutzmittel oder andere Chemikalien kommen übrigens beim Anbau von Mangostan nicht zum Einsatz; der Baum hat genug eigene Widerstandskräfte, um Schädlinge abzuwehren. Mangostane sind also sozusagen von Haus aus Bio-Früchte.

Geschmack: Das Fruchtfleisch von Mangostan ähnelt geschmacklich dem von Litschi und Rambutan.

Saison: Mangostan bekommt man dank optimaler Transportwege bei uns das ganze Jahr über.

Herkunft & Geschichte: Wo genau die ursprüngliche Heimat der Mangostan liegt, war lange umstritten. Inzwischen vermutet man sie in Malaysia. Fest steht allerdings, dass sie nur bei tropischen Temperaturen gedeiht. Die Hauptanbauländer für Mangostan sind heute neben Malaysia auch Indonesien, Thailand, Sri Lanka, Vietnam, die Philippinen, Mittelamerika, Brasilien und Australien.

Ihren Zweitnamen „Königin der Früchte“ verdankt die Mangostan übrigens der englischen Königin Victoria. Der Legende nach soll sie jedem, der ihr Mangostane von seinen Seefahrten mitbrachte, den Ritterschlag versprochen haben.

Wie gesund ist eigentlich Mangostan?

In der traditionellen Naturheilkunde asiatischer Länder wie Thailand, Malaysia, den Philippinen, Vietnam und China setzt man Frucht und Schale der Mangostan seit Jahrhunderten bei vielen Beschwerden und Krankheiten ein. Helfen soll Mangostan z.B. bei Ausschlägen, Ekzemen und anderen Hautkrankheiten; bei Entzündungen von Mundschleimhaut, Nase, Hals, Rachen und Blase sowie bei Fieber, Bauchschmerzen und Darmproblemen.

Selbst die Heilung von schweren Erkrankungen wie Tuberkulose oder Malaria soll Mangostan beschleunigen. Besonders lobend erwähnen aber Hersteller von Mangostansaft dessen angeblich Wunder wirkenden Eigenschaften: Mit dem Saft soll man die Alterung ausbremsen, Zivilisationskrankheiten vorbeugen und rundum gesünder werden können.

Schön wäre es – allerdings betonen seriöse Quellen wie die Verbraucherzentralen, die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde und das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe: Zwar enthält die Mangostan tatsächlich günstige antioxidative Stoffe, aber nicht mehr als andere Früchte und Gemüse auch. Von einer „Wunderwirkung“ kann also keine Rede sein. Speziell für die angeblich sensationell wirkenden Xanthone, die in der Schale von Mangostan enthalten sind, gibt es bisher keinerlei wissenschaftlichen Nachweis.

Hinzu kommt, dass reiner Mangostansaft im Verdacht steht, in hohen Mengen sogar zu einer Übersäuerung im Körper zu führen.

All das heißt natürlich nicht etwa im Umkehrschluss, dass Mangostan nicht gesund wäre. Sie liefert eine für Obst ungewöhnlich große Menge Eiweiß, außerdem wie alle Früchte wichtige Nährstoffe. Mangostan trägt also auf jeden Fall zur Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Zellschutzstoffen bei.

Nährwerte von Mangostan pro 100 g  
Kalorien 75
Eiweiß 15 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 18 g
Ballaststoffe 1,8 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mangostan:

Einkauf: Die Mangostan wird nach Gewicht verkauft. Bei der Qualität gilt: Je kleiner die Mangostan, desto besser schmeckt sie in der Regel. Meist werden die Früchte der besseren Haltbarkeit wegen unreif geerntet und per Flugzeug verschickt. Unreife Mangostan erkennen Sie an der grünen Schale – sie können aber bei Zimmertemperatur nachreifen.

Lagerung: Die dünne Schale der Mangostan lässt das Fruchtfleisch relativ schnell austrocknen. Lagern Sie die Früchte bei mindestens 10°C , besser noch bei Zimmertemperatur maximal 1 Woche. Ist die Schale sehr hart, schmeckt die Mangostan nicht mehr.

Vorbereiten: Die Mangostan zu schälen macht zwar etwas Mühe, geht aber kinderleicht: Ritzen Sie die Schale mit einem spitzen Messer oder einfach mit dem Fingernagel etwas ein und drücken Sie die Mangostan heraus oder pellen Sie die Schale ab. Nun noch die 5-6 ungenießbaren Kerne aus dem Fruchtfleisch lösen – fertig!

Zubereitungstipps für Mangostan

Mangostan schmeckt roh am besten und passt perfekt in Obstsalate, zu Eis, als Tortenbelag oder in exotische Cocktails.

Mit ihrem nicht zu süßen und leicht säuerlichen Geschmack macht sich die Mangostan aber auch in tropischen Fisch-, Fleisch-, Reis- und Geflügelgerichten hervorragend. Ein leckeres Beispiel dafür ist unser Muschel-Curry!

(Koe)

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