Was bedeutet eigentlich vegane Ernährung? | EAT SMARTER
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Weltvegantag

Was bedeutet eigentlich vegane Ernährung?

Was Sie über vegane Ernährung wissen sollten Was Sie über vegane Ernährung wissen sollten

Sie essen kein Fleisch, keine Eier und auch keine Milchprodukte: Für Veganer sind alle Lebensmittel tabu, die von Tieren stammen. In Deutschland ernähren sich fast 600 000 Menschen so und sie finden immer mehr Anhänger für die vegane Ernährung. Aus welchen Gründen werden Menschen zu Veganern und wie sieht ihr Speiseplan aus? EAT SMARTER stellt diesen besondern Ernährungstypen zum heutigen Weltvegantag vor.

Nein, sagt Sebastian Zösch (31), ein Schlüsselerlebnis habe es nicht gegeben, das ihn zum Veganer machte. Bis vor acht Jahren habe er sogar noch sehr gerne Fleisch gegessen. Doch mit Anfang 20 fragte er sich immer häufiger, ob Tiere nicht auch Leid und Schmerz erfahren und ob er das wirklich noch weiter unterstützen sollte. Heute ist Sebastian Zösch Geschäftsführer vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und einer von 600 000 deutschen Veganern. Veganer wie Sebastian Zösch (Foto) essen weder Fleisch, noch Eier oder Milchprodukte. Für sie kommt kein Lebensmittel auf den Tisch, das in irgendeiner Weise aus der Tierproduktion stammt. Zwar müssen für Eier, Milch oder Joghurt keine Tiere getötet werden, doch auch Legehennen oder Milchkühe werden aus Sicht von Veganern keineswegs artgerecht gehalten. Zu dieser Überzeugung kam auch Sebastian Zösch, nachdem er bereits den Schritt zum Vegetarier gemacht hatte: „Nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass auch durch den Konsum von Eiern und Milch Tiere zu Schaden kommen.“ Nun verzichtet Sebastian Zösch nicht nur auf Fleisch, Eier oder Milch; er kauft auch keine Lederschuhe mehr, schläft nicht auf Daunenkissen und trägt keinen Pelz. Denn auch diese Produkte stammen aus der Tierhaltung.

Worauf Veganer achten müssen

Aus ethischer Sicht mag die vegane Ernährung konsequent sein, aus gesundheitlicher Sicht aber ist zumindest Vorsicht geboten. „Es reicht nicht aus, als Veganer jetzt einfach nur Milch und Eier wegzulassen“, sagt auch Professor Claus Leitzmann, langjähriger Leiter des Gießener Instituts für Ernährungsforschung und selbst seit 30 Jahren Vegetarier. Denn in Eiern und Milchprodukten stecken viele wichtige Nährstoffe, wie zum Beispiel Proteine, Eisen, Zink, Kalzium, Jod und wichtige Vitamine, die nicht in pflanzlichen Lebensmitteln stecken. Diese Nährstoffe müssen durch die richtigen Alternativen kompensiert werden. EAT SMARTER hat die wichtigsten Ersatz-Lebensmittel für Veganer zusammengestellt. Sebastian Zösch hält die vegane Ernährung für den konsequentesten Weg. Allerdings weiß er auch, dass nicht jeder Mensch auf tierische Lebensmittel verzichten kann. „Wir hätten schon viel erreicht, wenn alle öfter pflanzliche statt tierische Lebensmittel essen würden.“ Anlässlich des Weltvegantages macht der VEBU darauf aufmerksam, wie viele Tiere für die Produktion von Lebensmitteln getötet werden. Auf dem Potsdamer Platz in Berlin sperrten die Mitglieder einen Bereich ab, zeichneten mit Kreide die Umrisse von getöteten Tieren auf. Der Appell der Aktion: „Gehen Sie nicht über Tierleichen – essen Sie vegetarisch.“ Immerhin rettet ein Vegetarier 1094 Tieren das Leben, ein Veganer kommt sogar auf eine noch höhere Zahl. Eine Zusammenstellung unserer veganen Rezepten finden Sie hier. (wil)
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geile seite #lovevegan
 
Eure seite ist echt super!
 
Tja, jedem Tierchen sein Plaisierchen ! Wer kein Fleisch essen will; das ist voll OK ! Aber anders, als mit subjektiver Entscheidungshaltung sollte man eine solche Entscheidung nicht begründen ! In der Natur ist tägliche milliardenfaches Töten und Gefressen werden an der Tagesordnung, bis hinunter zu Kleinstlebewesen wie Bakterien und anderen Einzellern ! Getötet wird dabei auf grausamste und bestialischste Weisen und teilweise werden Tiere bei lebendigem Leib zerfleischt und gefressen. Mit Moral oder natürlicher Haltung hat es deshalb nichts zu tun, wenn man auf tierische Produkte verzichtet ! Der Verzehr von Fleisch ist natürlichste Ernährung und der Mensch ist nachweisbar für die Ernährung sowohl durch pflanzliche als auch durch tierische Kost konzipiert. Und übrigens: Wer aus moralischen Gründen auf tierisches Eiweiß verzichtet und sich rein pflanzlich ernährt, der müsste doch eigentlich auch ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn er Pflanzen tötet ! Jede Pflanze ist auch ein Lebewesen; jedes Korn, jeder Samen, jede Nuss beinhalten Leben, das wir töten, wenn wir diese Pflanzen verzehren ! Wer in Bezug auf seine Ernährung ein Entscheidung getroffen hat, sich vegan zu ernähren, gut ! Man soll niemanden daran hindern ! Genauso wenig aber sollten Veganer Moralapostel spielen und auf die, die sich natürlicher ernähren, als es ein Veganer tut, vorwurfsvoll mit den Fingern zeigen !
 
Also tut mir leid aber das klingt für mich nach völligem Blödsinn und ist lediglich eine Ausrede für einen Fleischesser um sich besser zu fühlen und die fleischlose Ernährung schlechter dastehen zu lassen. Ich selbst bin Vegetarierin und überlege, vegan zu leben. Erst einmal, ja natürlich, der Mensch hat einst (!!) angefangen Fleisch zu essen. Wie ein Tier eben (ich finde es schon lustig, das die meisten sich ja über die Tierwelt und als besitzer der Erde dar stellen wollen, und so argumentieren).Ja das stimmt, aber der Mensch hat sich in so vieler lei Hinsicht verbessert und weiterentwickelt. Warum nicht in diesem? Warum ist es denn dann gesünder ohne Fleisch zu leben, Zufall? Ich denke eher, ein Wink mit dem Zaunpfahl, so etwas wie "hey, ich bins die Natur, so langsam solltet ihr mit diesen Tierversuchen und der ganzen Quälerei, dem Töten und Verstümmln aufhören, ich gebe euch auch schon genug Alternativen". Und wir haben ein weiter entwickeltes Bewusstsein. Wir könnten mal innehalten und uns fragen "ist es nicht bescheuert, unser "Essen" (ich drück es jetzt mal so aus :/) mit Medis vollstopfen, massenhaft abschlachten obwohl wir gar nicht so viel brauchen (das war zum Beispiel zur Steinzeit ja noch besser organisiert als heutzutage, da nahm man nur, was man wirklich brauchte. seltsam! *ironie*), die Tiere vollstopfen mit Lebensmitteln, die andere dringend brauchen könnten und dadurch verhungern, unser liebes Ozonloch mit den "Abgasen" der Masttiere hochzüchten und riesige Wälder abroden um dort Mastbetriebe und Weidefächen aufzubauen und so weiter?" Naja, das ist meine Sicht der Dinge, vielleicht ist die Brille ja einfach nur etwas schief, bei einigen Leuten. Und was ich wirklich amüsant finde: Es heißt immer wieder, Vegetarier/Veganer wollten anderen ihre Lebensweise aufzwingen. Das stimmt aber (meist) gar nicht. Sie leben ihr Leben, bis ploötzlich ein Fleischesser davon wind bekommt und sich auf sie stürzt wie ein Falke, dann kommt gleich so ein sinnloser Kommentar. Denn sie wissen genau das die nichtfleischesser es richtig machen. Etwas bewegen wollen. Davor haben sie Angst und sie wollen nicht dieses schlechte Gewissen auf sich lasten haben. Dieser Artikel war ja bloß dazu da, um die lebensweise anderen zu erklären, niemand zwingt irgendwen zu etwas, ja nichtmal zum lesen. Also warum steht danndirekt an zweiter Stelle der Kommentare so ein Exemplar? ...
 
Achja? Wer gibt uns Menschen denn das Recht, behaupten zu dürfen, wir wären erstrangig auf der Erde? Wo wir doch die sind, die die Erde zerstören??

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