Bockshornklee | EAT SMARTER
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Bockshornklee

Bockshornkleesamen © womue - Fotolia.com Bockshornkleesamen © womue - Fotolia.com

Bockshornklee kennen Sie nicht? Wahrscheinlich doch, denn das Gewürz steckt in den meisten Curry-Mischungen und in China-Würzmischungen. Es schmeckt aber auch solo köstlich und lässt sich vielseitig einsetzen.

Das sollten Sie über Bockshornklee wissen

Hippokrates und Sokrates kannten und schätzten Bockshornklee, die alten Ägypter gaben die Samen sogar ihrem König Tutenchamun mit ins Grab. Den Fruchthülsen der zu den Hülsenfrüchtlern gehörenden Pflanze, die an die Hörner eines Ziegenbocks erinnern, gaben dem Bockshornklee seinen Namen.

Bei uns kennt man ihn aber auch als „Griechisches Heu“, und das schon sehr lange: Karl der Große soll die Pflanze im 9. Jahrhundert in Mitteleuropa eingeführt haben, wenn auch  zunächst als Futtermittel für Tiere. In Europa spielt Bockshornklee bis heute keine nennenswerte Rolle, nur in Südtirol kennt und schätzt man ihn als Brotgewürz ganz besonders.

Wirkliche Bedeutung als Gewürz haben die braunen, quadratischen Samen vorwiegend in der asiatischen und dort vor allem in der indischen Küche. Keine Curry-Mixtur und kein chinesisches 5-Gewürze-Pulver kommt ohne gemahlenen Bockshornklee aus. Indischen Currys und Dhals geben die aromatischen Körner einen charakteristischen Geschmack.

In Asien und im orientalischen Raum isst man übrigens auch die zarten Blätter der Pflanze, zum Beispiel als Salat oder als gedünstetes Gemüse. Im Jemen bereitet man mit Bockshornklee das Nationalgericht „Salta“ zu. Aus Bockshornkleesamen kann man außerdem würzige Sprossen für Rohkost, Reisgerichte und Suppen ziehen.

Geschmack: Bockshornklee schmeckt ein bisschen bitter, sehr aromatisch und leicht scharf.

Wie gesund ist eigentlich Bockshornklee?

Wie die meisten Gewürze hatte auch der Bockshornklee in früheren Jahrtausenden und Jahrhunderten besonders als Heilpflanze Bedeutung. Bis heute spielt er in der indischen Ayurveda-Heilkunst eine wichtige Rolle. Tatsächlich sagt man den unregelmäßig, viereckig geformten Samen des gleichnamigen Strauches wohl zu Recht nach, dass sie heilsam wirken.

So soll Bockshornklee zum Beispiel die Milchbildung bei stillenden Müttern, den Aufbau der roten Blutkörperchen und die Eisenverwertung im Körper fördern. Außerdem regen die kleinen Samen auch die Zellerneuerung an und sollen sogar dabei helfen, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken.

Einkaufs- und Küchentipps für Bockshornklee

Einkauf: Man bekommt Bockshornklee in jedem Bioladen oder Reformhaus sowie inzwischen auch im Gewürzregal vieler Supermärkte.

Lagerung: Die ätherischen Öle von Bockshornklee verflüchtigen sich schnell, wenn das Gewürz mit Licht und Luft in Kontakt kommt. Kaufen Sie darum immer nur kleine Mengen und bewahren Sie Bockshornklee am besten in einem Glas mit fest verschließbarem Schraubdeckel auf.

Vorbereitung: Um die darin enthaltenen Bitterstoffe abzubauen, röstet man Bockshornklee am besten vor der Zubereitung ohne Fettzugabe in einer beschichteten Pfanne leicht an. Das sorgt auch dafür, dass sich das starke Aroma noch besser entfalten kann.

Anschließend kann man die Samen – sparsam! – im Ganzen oder auch gemahlen bzw.  im Mörser zerkleinert zum Würzen verwenden.

Zubereitungstipps für Bockshornklee

Wenn Sie den Geschmack von Bockshornklee mögen, können Sie ihn praktisch überall einsetzen. Besonders gut passt er allerdings zu asiatiatischen und indischen Gerichten wie zum Beispiel diesem schnellen

Puten-Curry:

400 g Tomaten kurz in kochendes Wasser tauchen, häuten und klein würfeln. 400 g Putensteak schnetzeln und in einem Wok in 3 EL Öl scharf anbraten. Salzen, pfeffern.

1 Chilischote entkernen, 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe abziehen, alles fein hacken und mit braten. Je 1 TL Bockshornklee, Koriander, Kreuzkümmel und Kurkuma zugeben und anrösten.

400 ml Kokosnussmilch und 200 ml Gemüsebrühe angießen. Bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce sämig wird. Nach 20 Minuten die Tomatenwürfel hinzufügen.

Mit Salz, Pfeffer und Sojasauce abschmecken und mit Basmati-Reis servieren.

Oder Sie probieren köstliche Currykartoffeln mit Bockshornklee!

(Koe)

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