Schnittknoblauch | EAT SMARTER
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Schnittknoblauch

Ein Newcomer bei uns: Schnittknoblauch Ein Newcomer bei uns: Schnittknoblauch

Gute Nachrichten für alle Fans von Knoblauch und Bärlauch: Es gibt noch einen Dritten im Bunde, der mit dem typischen Geschmack begeistert. Schnittknoblauch ist bei uns noch ein Newcomer und absolut entdeckenswert!

Das sollten Sie über Schnittknoblauch wissen:

Es ist noch keine 30 Jahre her, dass Schnittknoblauch auf einer Gartenschau erstmals in Deutschland ins Rampenlicht geriet. Entsprechend kennt ihn auch hierzulande noch kaum jemand – dabei hat er in ganz Asien seit Jahrhunderten einen ähnlichen Stellenwert wie bei uns der Schnittlauch. Tatsächlich sehen sich diese beiden aber nur auf den allerersten Blick ähnlich; der Schnittknoblauch unterscheidet sich bei näherem Hinsehen durch lange und schmale, fleischige Blätter statt der Röhrenform von Schnittlauch. Und obwohl beide zur weitverzweigten Familie der Liliengewächse gehören, hat das auch „China-Lauch“ genannte Gemüse noch eine Besonderheit, auf die schon sein Name hindeutet: Schnittknoblauch schmeckt nach Knoblauch.

Angebaut wird Schnittknoblauch übrigens nicht nur in ganz Südostasien und in Kalifornien, sondern in kleinem Umfang auch in Deutschland. Man erntet nicht nur die bis zu 45 cm hoch wachsenden, büschelartig wachsenden Blätter, sondern auch die weißen Blüten. Mit ihrer hübschen Sternform eignen sie sich perfekt als ebenso attraktive wie leckere Deko, die man gerne mitessen darf; in den Handel kommen die Blüten aber meistens noch in Knospenform – dann schmecken sie besonders knackig und delikat.

Geschmack: Wie sein Name schon sagt, schmeckt Schnittknoblauch wie Knoblauch, allerdings sehr viel dezenter. Er kommt damit dem Bärlauch ziemlich nahe. Vor allem die essbaren Blüten haben außerdem noch eine angenehm süßliche Note.

Herkunft: Seine ursprüngliche Heimat hat der wilde Schnittknoblauch in China, Japan, Nepal, Indien sowie in der Mongolei und auf den Philippinen. Die Inder und Chinesen bauen Schnittknoblauch außerdem auch seit mehreren Jahrhunderten in Kulturen an.

Saison: Die Erntezeit für Freiland-Schnittknoblauch startet im März und dauert bis in den Spätsommer. Etwa im August beginnt die Zeit der Blüten, die dann gern mitgepflückt und mitgegessen werden. Im Herbst und Winter kommt Schnittknoblauch aus dem Treibhaus.

Wie gesund ist eigentlich Schnittknoblauch?

In China und Japan gilt Schnittknoblauch als viel versprechendes Naturheilmittel zur Krebsvorbeugung; auch westliche Forscher untersuchen diese Wirkung seit Jahren intensiv. Bisher ohne endgültiges Ergebnis, aber Fakt ist schon jetzt: Da Schnittknoblauch in seiner Nährstoffzusammensetzung dem Schnittlauch sehr ähnelt und dazu noch größere Mengen Allicin enthält, tut er dem Körper auf jeden Fall Gutes. Allicin nennt man den Stoff, der für den typischen Knoblauchduft sorgt und ausgesprochen positive „Nebenwirkungen“ hat. Nachgewiesen ist, dass Allicin sowohl das Immunsystem gegen Bakterien und Viren stärkt als auch dabei hilft, schädliche Cholesterine zu entschärfen bzw. einen erhöhten Blutfettspiegel zu senken.

Einkaufs- und Küchentipps für Schnittknoblauch

Einkauf: Wer suchet, der findet: Schnittknoblauch bekommen Sie vor allem in Asienläden mit Gemüseabteilung, aber auch in sehr gut sortierten Gemüsegeschäften und Supermärkten. Achten Sie darauf, dass die Blätter schön grün und frisch wirken. Blütenknospen sollten prall und zartgrün aussehen.

Lagerung: Genau wie Schnittlauch und Bärlauch gilt auch für Schnittknoblauch: Je frischer Sie ihn verwenden, desto mehr haben Sie von Aroma und Vitaminen. Sie können ihn aber nach dem Waschen in ein Glas mit etwas Wasser stellen und so 2-3 Tage aufbewahren.

Schnittknoblauch vorbereiten: Mit Schnittknoblauch können Sie etwa genauso umgehen wie mit Schnittlauch. Also erst die Wurzelansätze entfernen, dann die Blätter kurz unter fließendem Wasser abspülen, gut trockenschütteln und dann in feine Streifen schneiden. Blütenknospen mitwaschen, aber dann abzupfen und im Ganzen verwenden; aufgeblühte Blüten am besten gar nicht waschen.

Zubereitungstipps für Schnittknoblauch:

Schnittknoblauch können Sie immer und überall da einsetzen, wo man sonst auch Bärlauch oder Schnittlauch nimmt. Da er milder als „echter“ Knoblauch schmeckt und sein Duft weniger nachhaltig ist, lässt er sich außerdem auch als Ersatz für die Zehen verwenden. Ganz besonders gut passt Schnittknoblauch natürlich zu allen Asia-Gerichten aus dem Wok, wo man ihn allerdings erst ganz zum Schluss untermischt. Sie können mit Schnittknoblauch aber auch alle europäischen Gerichte wie zum Beispiel Gemüsesuppe, Rührei, Salate, Gemüseeintopf, Fisch, Saucen oder Kräuterquark optisch und kulinarisch aufpeppen.

Rezepte mit Schnittknoblauch:

Rezepte mit Schnittknoblauch finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Ganz herzlichen Dank für Ihre Informationen. Seit diesem Jahr bin ich Besitzerin von Schnittknoblauch, der zur Zeit blüht. Ich wußte allerdings nicht, dass man diese wunderschönen Blüten auch essen darf - darum noch einmal vielen, vielen Dank. MfG Rita Schwarte PS Als Dankeschön ein Tipp vom mir. Eine häßliche Warze am Zeigefinger - vom Hauttarzt mit Laser "wegoperiert" - wuchs wieder........ Eine Bekannte gab mir den Rat, die Warze mit frischer Löwenzahnmilch - so wie der Löwenzahn in der Natur vorkommt - so oft wie möglich zu betupfen. Nach ganz kurzer Zeit verfärbte sich die Warze und konnte von mir abgeschabt werden. Dies liegt 2 Jahre zurück und mein Finger ist makellos.