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Sesamöl

Das älteste Öl der Welt: Sesamöl Das älteste Öl der Welt: Sesamöl

Hell oder dunkel, das ist hier die Frage: Sesamöl gibt es für jeden Geschmack und beinahe jeden kulinarischen Zweck! Warum das älteste Speiseöl der Welt bis heute absolut aktuell und höchst begehrt bei gesundheitsbewussten Genießern ist, erfahren Sie hier.

Das sollten Sie über Sesamöl wissen

Den Reichtum an hochwertigem Fett in Sesam sollen schon unsere Ur-Ur-Ahnen in grauer Vorzeit genutzt haben: Sesam gilt als die älteste Ölpflanze der Menschheitsgeschichte. Wann genau zum ersten Mal das helle Öl aus unbehandeltem Sesam gepresst wurde, weiß niemand genau. Fest steht, dass irgendwann jemand außerdem auf die kulinarisch interessante Idee kam, die Samen vorher zu rösten, sodass das daraus gepresste Öl sehr dunkel und ausgesprochen aromatisch geriet. Bis heute hat gerade die dunkle Variante in vielen Ländern der Erde etwa die gleiche Bedeutung wie bei uns die Butter zum Brot. Vor allem in China, Japan und arabischen Ländern ist es aus der Alltagsküche kaum wegzudenken. Asiatische Gerichte aus Wok und Pfanne bekommen ihren speziellen Geschmack ebenso durch das dort bevorzugte dunkle Sesamöl aus gerösteten Sesamsamen wie zum Beispiel der japanische Klassiker Tempura. In Indien nimmt man Sesamöl auch traditionell für die innere und äußerliche Behandlung nach dem Ayurveda.

Da die 70-100 Samen der Sesamsamenkapseln nicht gleichzeitig reifen, erntet man Sesam bis heute auch in den Hauptanbauländern (vor allem Indien, China, Mexiko und Sudan) fast ausschließlich per Hand. Bevor daraus das Sesamöl gepresst werden kann, muss man die Pflanzen schneiden, zum Trocknen aufstellen und ausschütteln. Für dunkles Sesamöl werden die dabei herausfallenden Samen außerdem vor der Pressung noch geröstet.

Herkunft: Im Altertum wuchs nachweislich zuerst im Osten Afrikas, von wo aus er im Lauf der Jahrhunderte nach Indien, Süd- und Mittelamerika sowie nach China gelangte.

Geschmack: Helles Sesamöl aus ungerösteten Samen schmeckt sehr mild bis fast neutral; das dunkle Öl aus gerösteten Samen dagegen hat ein intensives und würziges Sesamaroma. Ingesamt schmecken kaltgepresste Sesamöle etwas kräftiger als raffinierte Sorten.

Wie gesund ist eigentlich Sesamöl?

Sesamöl enthält zu etwa 44 % mehrfach ungesättigte Linolsäure, die zu Recht als besonders gesundheitsfördernd gilt. Sie wirkt sich positiv auf die Blutgerinnung, stärkt die Herztätigkeit, senkt einen erhöhten Blutfettspiegel, hilft bei der Vorbeugung gegen Osteoporose und Arterienverkalkung und festigt die Zähne. Auch der hohe Gehalt an Lecithin und Cholin in Sesamöl trägt zu seinem günstigen Effekt auf unsere Gesundheit bei.

Nährwerte von Sesamöl pro 100 ml  
Kalorien 896
Eiweiß 0 g
Fett 99,5 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Sesamöl

Einkauf: Helles Sesamöl bekommt man auch in gut sortierten Supermärkten, nach dunklem Sesamöl muss man manchmal etwas suchen. Fast immer fündig wird man in Bio-Läden und wer einen Asia-Shop in Reichweite weiß, hat richtig Glück: Dort gibt es in der Regel besonders gute Sesamöle von verschiedenen asiatischen Herstellern in oft hervorragender Qualität zu moderaten Preisen. Besonders interessant für alle, die entweder sehr selten oder sehr häufig mit Sesamöl kochen: Speziell in asiatischen Shops bekommen Sie sowohl Mini-Fläschchen als auch große Familien-Flaschen.

Lagerung: In Sachen Haltbarkeit nimmt Sesamöl eine Sonderstellung ein, denn anders als andere Pflanzenöle können ihm Luft und Licht nicht so schnell etwas anhaben. Dank der beiden darin enthaltenen Antioxidanzien Sesamol und Sesamolin wird selbst kaltgepresstes Sesamöl nicht so schnell ranzig. Dunkel und kühl sollten Sie Sesamöl dennoch lagern, dann hält es sich problemlos bis zu ein Jahr.

Zubereitungstipps für Sesamöl

Helles und neutrales Sesamöl können Sie als Ersatz für andere Öle sowohl bei Salaten als auch beim Kochen, Braten und Backen einsetzen. Das aromatisch-würzige dunkle Sesamöl passt am besten zu Asia-Gerichten, denen es den typischen Geschmack gibt. Bei der Frage, ob man kaltgepresstes dunkles Sesamöl erhitzen sollte, scheiden sich die Geister: Einerseits erhöht die Erhitzung des Öls offenbar den Gehalt an antioxidativem Sesamol, andererseits zerstören hohe Temperaturen andere wertvolle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel die Phytosterole. In Asien scheint das niemanden zu stören: Dort nehmen Köche wie Hausfrauen das Sesamöl gern und oft zum Anbraten und Garen von Fleisch, Geflügel, Fisch und Gemüse im Wok.

Besonders gut lässt sich aber mit Sesamöl auch Gegartem wie zum Beispiel Gemüse, Suppen und Reisgerichten ganz zum Schluss eine besondere Note geben. Das tut auch der Figur gut, denn zum nachträglichen Verfeinern von fertigen Gerichten genügen schon sehr kleine Mengen des hoch aromatischen Sesamöls. Sehr gut eignet es sich übrigens auch zum Mischen mit neutralem, problemlos hoch erhitzbarem Speiseöl.

Rezepte mit Sesamöl:

Rezepte mit Sesamöl finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Sesamöl aus rohen nicht geröstetem Samen ist auch ein Mittel für ausgetrocknete Schleimhäute in der Nase. Alle Nasensprays ; Salben und Oele halfen nichts. Ich konnte während Wochen nicht mehr durch die Nase atmen !! Einzig Rohes Sesamöl hat geholfen !