Shiitake-Pilze | EAT SMARTER
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Shiitake-Pilze

Shiitake-Pilze stammen aus Asien. Shiitake-Pilze stammen aus Asien.

Noch vor etwa zehn Jahren kannte hier zu Lande kaum jemand die aus Asien stammenden Shiitake-Pilze – doch inzwischen haben die Newcomer Karriere gemacht und gewinnen zunehmend an kulinarischem Boden. Verständlich, denn sie sind pflegeleicht und zeichnen sich durch ein besonders feines Aroma aus. Was Shiitake-Pilze außerdem zu bieten haben, erfahren Sie hier.

Das sollten Sie über Shiitake-Pilze wissen

Herkunft: In  Japan und China kennt man Shiitake-Pilze schon seit Jahrhunderten; dort kommt er auch wild wachsend in Wäldern vor. In Europa und den USA sind Shiitake-Pilze voll im Trend, aber nicht in freier Natur zu finden. Die bei uns verkauften Shiitake-Pilze stammen daher das ganze Jahr aus deutschem und europäischem (teilweise auch biogischem) Anbau, wo sie in speziellen Gewächshäusern bei etwa 20° C und 80 % Luftfeuchtigkeit am üppigsten sprießen. Ursprünglich zog man Shiitake-Pilze auf Holz, inzwischen verwenden die Züchter aber natürliches Substrat (z. B. aus Sägemehl und Reiskleie) oder künstliches Substrat auf der Basis von Sägespänen aus Laubholz.

Aussehen: Typisch für Shiitake-Pilze ist ihr bis zu 15 cm breiter, bräunlicher bis rotbrauner Hut, der bei ganz jungen Pilzen oft leicht eingerollt wirkt. Die Lamellen von Shiitake-Pilzen stehen besonders eng aneinander und wechseln ihre Farbe je nach Alter: Ganz junge Pilze haben weiße Lamellen, bei etwas reiferen färben sie sich gelblich und bei älteren Expemplaren werden sie rotbraun. Das weiße bis bräunliche Fleisch von Shiitake-Pilzen ist saftig und fest. Mehr als bei allen anderen Zuchtpilzen erinnert ihr Aroma am meisten an das von Wildpilzen.

Wie gesund sind eigentlich Shiitake-Pilze?

Inhaltsstoffe: Shiitake-Pilze punkten mit einem hohen Eiweißgehalt bei wenigen Kalorien und null Gramm Fett. An Vitaminen haben Shiitake-Pilze vor allem die Vitamine C und D zu bieten, die dem Nervensystem und den Knochen gut tun. Auch liefern Shiitake-Pilze etwas Vitamin B12. In der asiatischen Medizin wird der Shiitake seit Jahrhunderten als Heilpilz gegen Rheuma und hohen Cholesterinspiegel eingesetzt. Auch westliche Mediziner sprechen dem Shiitake-Pilz heilsame Eigenschaften zu: Schon geringe Mengen sollen dabei helfen, einen zu hohen Blutdruck oder Cholesterinspiegel zu senken und damit Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Außerdem sollen Shiitake-Pilze vorbeugend gegen Viren wirke

Nährwerte für Shiitake-Pilze pro 100 Gramm  
Kalorien 42
Eiweiß 1,6 g
Fett 0 g
Kohlenhydrate 12 g
Ballaststoffe 2 g

Shiitake-Pilze - gut zu wissen:

In manchen Fällen kommt es nach dem Genuss von Shiitake-Pilzen zu allergischen Hautreaktionen, der sogenannten „ Shiitake-Dermatitis“. Der Ausschlag tritt sehr selten auf, kann aber bei dafür empfindlichen Menschen vorkommen. Verantwortlich dafür ist nach Meinung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ein natürlicher Inhaltsstoff von Shiitake-Pilzen, das Polysaccharid Lentinan – derselbe Stoff, der nachweislich nützliche Abwehrkräfte im Körper stärkt. Manche Mediziner meinen, dass Lentinan nur zum Problem wird, wenn Shiitake-Pilze roh bzw. nur kurz angegart werden. Das BfR weist aber darauf hin, dass die Shiitake-Dermatitis auch bei stark erhitzten bzw. durchgegarten Pilzen vorkommen kann.

Einkaufs- und Küchentipps für Shiitake-Pilze:

Einkauf: Achten Sie beim Einkauf  darauf, dass die Shiitake-Pilze prall und saftig wirken und dass ihr Hut nicht ausgetrocknet aussieht. Risse, Flecken oder „Schuppen“ auf dem Hut sind kein Zeichen für mangelnde Qualität, sondern typische Merkmale. Am besten schmecken Shiitake-Pilze, wenn man sie möglichst frisch verbraucht. Sie nehmen aber auch eine Lagerzeit von etwa 5-7 Tagen im Gemüsefach des Kühlschranks nicht übel, wenn man sie locker in Papier wickelt, sodass sie „atmen“ können. Sehr junge Shiitake-Pilze halten bei 2-3° C auch bis zu zehn Tage. Wer Shiitake-Pilze kauft, hat kaum Arbeit und fast keinen Abfall: Waschen ist überflüssig, und das Putzen geht schnell – einfach mit einem Pinsel oder Küchenpapier leicht säubern und die angetrockneten Stielenden entfernen. Die Stiele von Shiitake-Pilzen kann man ansonsten komplett mit verwenden.  In der Regel sind die leckeren Asiaten so klein gewachsen, dass man sie im Ganzen zubereiten kann – falls größere Exemplare darunter sind, kann man sie einfach halbieren. Sie wollen es ganz genau wissen? Dann schauen Sie sich doch mal unser Video „Shiitake-Pilze richtig putzen“ an!

EAT SMARTER-Empfehlung für Shiitake-Pilze:

Geben Sie Salz und Gewürze erst nach dem Garen zu Shiitake-Pilzen, damit sich ihr köstliches Aroma voll entfalten kann.

Zubereitungstipps für Shiitake-Pilze:

Zubereitung: Shiitake-Pilze sind vielseitig einsetzbar. Am einfachsten bereitet man sie so zu: Nach dem Putzen kurz in etwas Butter oder Olivenöl andünsten und nach Geschmack fein gehackte Schalotten und zerdrückten Knoblauch mitdünsten. So zubereitet, schmecken Shiitake-Pilze köstlich zu Fleisch, Geflügel, Wild, Lamm, Fisch oder Eiergerichten wie zum Beispiel unsere leckeren Pilz-Omelett-Röllchen. Zu Wok-Gerichten wie unserem Rindfleisch-Shiitake-Wok passen die aus Asien stammenden Leckerbissen natürlich ebenfalls perfekt. Sie können Shiitake-Pilze aber auch für ein Pilzragout, Risotto, Geschnetzeltes, Pilzpfannen, Gemüsegerichte oder Suppen verwenden. Getrocknete Shiitake-Pilze sind besonders aromatisch und perfekt zum Aufpeppen von Saucen, Suppen und Ragouts – sie brauchen vor dem Verwenden nur etwa 20 Minuten eingeweicht zu werden.

Rezepte mit Shiitake-Pilze:

Rezepte mit Shiitake-Pilze finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

(Aktualisiert April 2016)

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Vitamin B12? Nie im Leben......Es sei denn man isst den ganzen Boden gleich mit (wobei ich bei Substrat da auch umsonst zu hoffen vermute). Und 2g Eiweiß sind wahrhaft nicht viel. Pro 100g.
 
Liebe Maria Meinert, Shiitake liefert tatsächlich Vitamin B12. Allerdings müsste man eine Menge Shiitake-Pilze essen, um seinen Bedarf nur über dieses Lebensmittel zu decken. Viele Grüße, Ihr EAT SMARTER-Team
 
In wie Fern sind 1,6g Eiweiß pro 100g denn viel?!?
 
Nö! Aber ich finde es eh sehr befremdlich dass man heute dazu neigt, Nahrungsmittel auf die auch oben angegebene Zusammensetzung regelrecht zu reduzieren. Für Viele ist der wohl eher geringe Eiweißgehalt sicher ein Vorteil. Ich schätze, dass er Pilz eine Menge Stoffe enthält, deren Bedeutung noch garnicht wirklich erforscht ist. Er schmeckt mir zur Zeit außerordentlich gut (bin hier auch reingestolpert auf der Suche nach weiteren Rezepten). Das sagt mir vor allem, dass mein Körper offensichtlich nach etwas verlangt, das ihm der Pilz liefert. "Schmeckt mir" hat ja eine Bedeutung. Wir haben diesen Sinn nicht zum bloßen Vergnügen und sollten durchaus stärken auf ihn, auf unseren Körper, hören. Ausgenommen natürlich industriell veränderte Nahrung die oft Stoffe enthält, die das Gehirn regelrecht austricksen (Glutamat).