Tilapia | EAT SMARTER
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Tilapia

Tilapia © Valeriy - Fotolia.com Tilapia © Valeriy - Fotolia.com

Der Tilapia gehört in den USA zu den beliebtesten Fischsorten, bei uns hat er noch Startschwierigkeiten. Tatsächlich ist Tilapia nicht unumstritten - EAT SMARTER verrät, warum sich ein Kennenlernen trotzdem lohnt.

Das sollten Sie über Tilapia wissen

Tilapia schmeckt gut und trägt dazu bei, die Überfischung der Meere einzudämmen – so die Meinung der Fans des exotischen Fischs, der auch als Buntbarsch bekannt ist. Denn Tilapia aus Wildfang ist die absolute Ausnahme, fast immer kommt der Süßwasserfisch aus Aquakulturen.

Genau das aber halten Umweltschützer für ein Problem. Greenpeace weist zum Beispiel darauf hin, dass die meist falsche Haltung in Zuchtteichen für Natur und Umwelt fatale Folgen haben kann. Speziell in Vietnam sorgen nach Ansicht von Greenpeace ausgebrochene Tilapien Aus der Zucht ausgebrochene Tiere sorgen für Veränderungen in der Artenzusammensetzung der natürlichen Ökosysteme, weil Tilapia in Vietnam nicht heimisch ist.

Auch der WWF gibt dem Tilapia auf seiner Empfehlungsliste nur gelbes Licht – im Klartext: Sein Genuss gilt als nur bedingt empfehlenswert, wenn er aus Asien kommt.

Anders ist das allerdings bei Tilapia aus Honduras: Dort hält man die Fische nämlich in geschlossenen Tanks, sodass sie nicht ausbrechen und sich unkontrolliert mit anderen Fischen vermehren können.

Inzwischen gibt es übrigens sogar bei uns Zuchtbetriebe, die den Tilapia in Aquakultur und in solchen geschlossenen Tanks aufziehen.

Unabhängig von den Belastungen für Natur und Umwelt gibt es an der Qualität von Tilapia übrigens kaum Kritik. Intensive Tests des Max-Rubner-Instituts (MRI) in Hamburg haben ergeben, dass die zu den barschartigen Fischen gehörenden Exoten weder Arzneimittelrückstände noch andere potenziell schädliche Stoffe enthalten.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Tilapia von Natur aus als ausgesprochen widerstandsfähig gegen Krankheitserreger gilt. Der Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten ist bei der Zucht von Tilapia darum kaum notwendig.

Herkunft: Ursprünglich ist Tilapia in Afrika heimisch. Inzwischen sind aber bei der Tilapia-Zucht die Chinesen und Vietnamesen Weltmeister. Einen relativ großen Anteil bei der Zucht hat außerdem Honduras.

Saison: Tilapia kann man das ganze Jahr über kaufen.

Geschmack: Tilapia schmeckt mild und relativ süß, sein Fleisch ist sehr weich, ohne beim Garen zu zerfallen.

Wie gesund ist eigentlich Tilapia?

Tilapia gehört zu den besonders mageren Fischen, die für Figurbewusste eine gute Wahl sind. Der Gehalt an hochwertigen und leicht verdaulichen Proteinen im Tilapia ist dafür überdurchschnittlich hoch. Weitere gesunde Inhaltsstoffe sind bis zu 1 mg Omega-3-Fettsäuren und etwa 2,5 Mikrogramm Jod pro 100 g Tilapiafilet.

Nährwerte von Tilapia pro 100 g  
Kalorien 93
Eiweiß 19,5 g
Fett 1 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Tilapia

Einkauf: Verkauft wird Filet vom Tilapia vor allem tiefgekühlt. Wenn Sie Wert auf nachhaltig und umweltfreundlich gezüchteten Tilapia legen, sollten Sie beim Einkauf Produkte aus Honduras oder aus deutschen Aquakulturen bevorzugen.

Lagerung: Legen Sie Tilapia so bald wie möglich nach dem Einkauf ins Tiefkühlfach und lassen Sie die Filets vor der Zubereitung langsam im Kühlschrank auftauen.

Zubereitungstipps für Tilapia:

Die Filets vom Tilapia sehen denen von Rotbarsch fast zum Verwechseln ähnlich und können auch genauso zubereitet werden. Einen Versuch unbedingt wert ist beispielsweise das feine Tilapiafilet mit Estragonsoße. Perfekt passt Tilapia mit seinem süßlichen Geschmack außerdem zu exotischen Gerichten wie unserem grünen Fisch-Curry und zu asiatischen Zutaten und Gewürzen generell. Aber auch mediterran zubereitet mundet exotischer Tilapia hervorragend, wie unsere aromastarken Fischpäckchen mit getrockneten Tomaten, Kapern und Kräutern beweisen.

Rezepte mit Tilapia:

Rezepte mit Tilapia finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Der Mensch macht sich Sorgen für die nächsten 1000 Jahre und wird selber nicht mal 100 Jahre alt. Fisch ist gesund und gehört mindestens 1x pro Woche auf den Tisch. Tilapia kannte ich bislang noch nicht. Das wird sich nach diesem Artikel aber ändern.
 
Ich finde es wahnsinng dass es noch Leute gibt die 3x wöchentlich Fisch essen. In unseren Breitengraden! Keine Ahnung von den ökologischen Schäden und was so etwas für die Umwelt bedeutet. Wir essen maximal 2x/Jahr Fisch, und dann wird aber ganz genau darauf geachtet was gegessen wird. Wir haben die Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. Ich will meine Kinder in eine gesunde und schöne Welt setzen, in der sie noch in einem Meer schwimmen können das voller Fische ist.
 
Tilapia kommt dreimal je Woche auf dem Tisch. Bei 80 Grad in Butter gebacken, Sekunden genau nach meiner Formel Gewicht / Zeit. Schmeckt weder nach Fäkali noch nach Frankfurter Allgemeine.
 
Tilapia - ebenfalls ein Fäkalfisch der mit Antibiotika vollgepumpt wurde. Um die halbe Welt gereist schmeckt er zwar nach nichts ( außer vielleicht nach Zeitungspapier )- aber das wollen ja viele und das Allerwichtigste : BILLIG !