Warum Ballaststoffe so gesund sind | EAT SMARTER
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EAT SMARTER-Expertin Dr. Birgit-Christiane Zyriax

Warum Ballaststoffe so gesund sind

Warum Ballaststoffe so gesund sind Warum Ballaststoffe so gesund sind

Selten führt ein Begriff so in die Irre wie "Ballaststoffe". Denn die gesunden Pflanzenfasern sind für den Menschen keineswegs übriger Ballast. Im Interview verrät EAT SMARTER-Expertin Birgit-Christiane Zyriax, warum Ballaststoffe für unseren Körper so wichtig sind, wie viel Gramm Ballaststoffe man am Tag essen sollte und wie ein ballaststoffreicher Speiseplan aussehen könnte.

Frau Zyriax, warum sind Ballaststoffe für uns so wichtig? Ballaststoffe bieten zum Beispiel einen effektiven Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, indem sie schädliche Gallensäuren binden. Daneben wissen wir, dass die Pflanzenfasern den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen, der Körper kann ihn dadurch besser kontrollieren. Außerdem verhindert eine ballaststoffreiche Ernährung die Zunahme von Bauchfett. Sollen wir nun also mehr Ballaststoffe essen? Das wäre sicherlich nicht schlecht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ja auch, dass eine Mahlzeit mit 1000 Kalorien 15 Gramm Ballaststoffen enthalten sollte. So kommt man auf eine tägliche Menge von 30 Gramm Ballaststoffen. Aber es gibt nur wenige Menschen, die diese Empfehlung erreichen. Ein Großteil der Deutschen isst deutlich weniger. Wie müsste der Speiseplan aussehen? Man sollte mit einer Portion Vollkornmüsli beginnen, am besten gemischt mit getrockneten Früchten. Das liefert je nach Menge in etwa sechs bis sieben Gramm. Zum Mittag sollte man dann eine Portion Hülsenfrüchte essen. 60 Gramm davon würden in etwa zwölf Gramm bringen. Den Rest könnte man mit zwei bis drei Scheiben Vollkornbrot am Abend erreichen. Während des Tages könnte man noch den einen oder anderen Apfel essen. Seit wann sind die gesundheitlichen Vorteile der Pflanzenfasern bekannt? Die positiven Effekte von Ballaststoffen sind erst in den letzten 20 Jahren wissenschaftlich untersucht worden. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Übergewicht. Ballaststoffe quellen im Magen auf, sie halten auf diese Weise länger satt. Und dabei sind sie nahezu kalorienfrei. Woher kommt eigentlich der Name Ballaststoffe? Bei Ballaststoffen handelt es sich um Pflanzenfasern aus Getreide, Gemüse und Obst. Der Körper kann diese Fasern nicht verdauen, sie werden wieder ausgeschieden. Aus diesem Grund dachte man früher, dass diese Fasern nur „Ballast“ für den Körper seien. Und daher kommt nun einmal der Name. EAT SMARTER hat für Sie die wichtigsten Ballaststofflieferanten zusammengetragen. (wil)

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Ok, auf 1000 kcal -> 15g Ballaststoffe. Ein TL Flohsamen (Verdauung) hat 3g Ballaststoffe ... dazu kommen in den Quark morgens noch ein Löffel Leinsamen mit 6g ... bin ich schon bei 9g. Ein Apfel mit 2g = 11g ... und eine Portion grüne Bohnen mit 3g = 14g ... ganz schön schwer auf die 15g zu kommen.... also eigentlich 24-30g ... je nach Kalorienzufuhr.