Minze: Rezepte und Wissen | EAT SMARTER
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Minze

Hat einen festen Platz in der Küche verdient: Die Minze Hat einen festen Platz in der Küche verdient: Die Minze

Minze mag fast jeder – sie sieht hübsch aus, sie schmeckt wunderbar aromatisch und gesund ist sie obendrein! Besonders beliebt ist das Kraut im Sommer, denn dank des darin enthaltenen Menthols verschafft es uns ein angenehm kühles Gefühl im Mund. Aber auch sonst hat Minze einen festen Platz in der Küche verdient!

Das sollten Sie über Minze wissen

Wer schon mal orientalisch essen war, weiß, dass Minze mit ihrem hohen Gehalt an ätherischem Öl (Menthol) nicht nur als Heilkraut und Kaugummigewürz taugt, sondern auch kulinarisch ein echtes Erlebnis sein kann. Angefangen beim köstlichen Tee aus frischen Minze-Blättern, den jetzt auch viele Szenecafés aufbrühen, über Süßspeisen und Cocktails bis hin zu herzhaften Fleisch- und Gemüsegerichten: Das hocharomatische Kraut kann in der Küche fast alles. Dabei ist Minze nicht gleich Minze! Rund um den Globus kennt man rund 20 verschiedene Arten, die sich in Aussehen und auch Würzkraft durchaus unterscheiden. Alles Wissenswerte über die wichtigsten Sorten lesen Sie hier.

Erdbeerminze: Wie die Lavendel-, Limonen- oder Ingwerminze gehört diese Sorte zu den milden so genannten Edel-Minzen. Sie enthalten nur wenig Menthol und haben einen sehr speziellen, fruchtigen Eigenduft. Wie der Name verrät, schmecken und riechen die gekräuselten Blätter der Erdbeerminze nach frischen Beeren. Um das Aroma zu erhalten, erhitzt man sie nicht, sondern gibt sie fein gehackt unter Quarkspeisen, Obstsalat oder in Fruchtsaucen und Cocktails. Ganz neu auf dem Markt aus dieser Minze-Familie: Bananenminze.

Krause Minze: Die stark gekräuselten Blätter verraten, woher ihr Name kommt! Krause Minze enthält besonders viel Menthol und erinnert im Geschmack an Kümmel und Kampher. Man nimmt sie für Tee, ätherisches Öl oder auch für kräftige Fleischgerichte wie zum Beispiel Lammbraten oder Couscous.

Marokkanische Minze: Die grünen, leicht gekräuselten Blätter nimmt man in arabischen Ländern am liebsten für erfrischenden Tee, bei uns sind sie die klassische Wahl für Cocktails wie Mojito. Diese Sorte hat einen hohen Menthol-Gehalt, was sie besonders aromatisch macht. Die Zubereitung von Tee, der übrigens auch kalt super erfrischend ist, geht ganz einfach: Pro Becher ein bis zwei Zweige Minze abspülen und mit kochendem Wasser übergießen. Mindestens fünf Minuten ziehen lassen, nach Geschmack süßen und trinken.

Englische Pfefferminze: Diese sehr kräftige, aromatische Sorte ist die bekannteste und mit ihrem hohen Menthol-Anteil auch die beliebteste bei uns. Die glatten grünen Blätter mit den rötlichen Adern eignen sich hervorragend für kalte und warme Gerichte aus der süßen wie auch der herzhaften Ecke.

Herkunft: Wer hat´s erfunden? Mal wieder die alten Römer, bei denen die ursprünglich im Mittelmeerraum nur wild wachsende Minze als Heilkraut, Gewürz und nicht zuletzt als Aphrodisiakum zum Einsatz kam. Die Pfefferminze allerdings haben im 17. Jahrhundert die Briten entdeckt; sie wurde als "Spearmint" weltweit bald legendär.

Saison: Frische Minze gibt es mittlerweile das ganze Jahr über zu kaufen.

Wie gesund ist eigentlich Minze?

Zu Recht gilt Minze als heilsames Allroundtalent, besonders für Magen und Darm: Sowohl die reichlich enthaltenen Bitter- und Gerbstoffe in Minze als auch der hohe Gehalt des ätherischen Öls Menthol wirken nachweislich krampflösend, beruhigend und schmerzlindernd. Das gilt sowohl für die innere als auch für die äußere Anwendung, die mit „Japanischem Heilpflanzenöl“ zum Beispiel bei Muskel- und Nervenschmerzen wohltuend wirkt.

Minze – gut zu wissen:

Es stimmt, dass Tee aus Minze wunderbar gegen Übelkeit und andere Magenbeschwerden wirkt. Allerdings kann der Effekt ins Gegenteil umschlagen, wenn man zu viel davon schlürft, denn bei mehr als 2-3 Tassen täglich kann das Menthol angegriffene Magenschleimhäute reizen und erst recht zu Übelkeit führen.

Einkaufs- und Küchentipps für Minze

Einkauf: Frische Minze bekommt man im Topf oder abgepackt in Kunststoff verpackt und mit Folie verschweißt. Kenner kaufen allerdings ihre Minze bevorzugt in türkischen Gemüsegeschäften, wo das aromatisch duftende Kraut meist lose zu dicken Bündeln gebunden angeboten wird.

Lagerung: Wer Minze im Bund kauft, sollte sie möglichst schnell verbrauchen, sonst verfliegt ein Großteil des Menthols und die Blättchen werden schlapp. Ein kleiner Trick hält sie aber ein paar Tage frisch: Lose Minze waschen, leicht trockenschütteln, locker in einen Plastikbeutel legen und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Minze im Topf hält sich natürlich länger, vor allem, wenn sie einen halbschattigen Platz auf dem Balkon oder auf der Fensterbank und genügend Feuchtigkeit bekommt.

Vorbereitung: Wie bei anderen frischen Kräutern kommt auch bei Minze als erster Schritt das Abspülen und anschließende Trockenschütteln. Dann die Blätter von den Stielen zupfen und je nach Rezept gegebenenfalls in Streifen schneiden oder hacken.

Zubereitungstipps für Minze:

Andere Länder, andere Sitten – während bei uns Minze vor allem bei Desserts, Torten und anderen Süßspeisen sowie Cocktails und Drinks zum Einsatz kommen, gehören sie anderswo ganz selbstverständlich auch in die herzhafte Küche. Ob Saucen, Chutneys, Currys, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Lamm und Geflügel: Vor allem in Asien und im Orient kocht man viele Gerichte mit Minze. Ein absoluter Klassiker ist zum Beispiel der arabische Salat Tabouleh, in dem Minze eine tragende Rolle spielt. Auch die Kombi mit Petersilie und Knoblauch kommt häufiger vor, andere Kräuter hingegen vertragen sich mit dem intensiven Minze-Aroma nicht gut bzw. gehen leicht unter.

Rezepte mit Minze:

Rezepte mit Minze finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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