Rhabarber | EAT SMARTER
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Rhabarber

Rhabarber ist gesund Rhabarber ist gesund

Wir kennen Rhabarber eigentlich nur als Obst in süßen Haupt- und Nebenrollen. Dabei ist das Knöterichgewächs in Wahrheit ein Gemüse! Auch sonst hat Rhabarber durchaus Überraschendes zu bieten, wie die EAT SMARTER-Warenkunde verrät.

Botaniker behaupten zwar, Rhabarber sei ein Gemüse, doch wer isst ihn schon mit Salz und Pfeffer? Mit nur 6 Kalorien pro 100 Gramm gehört der säuerlich, grünliche Rhabarber zu den kalorienärmsten Obstsorten überhaupt. Rhabarberstangen enthalten etwas Beta-Carotin (Provitamin A) und eine mittlere Menge Vitamin C, viel Kalium und etwas Calcium.

Was Sie über Rhabarber wissen sollten!

Wer Rhabarber gerne isst, wird nicht unbedingt gerne lesen, woher sein Name stammt: Er leitet sich vom lateinischen "Rheum rhabarbarum" ab – was übersetzt nichts anderes heißt als "Wurzel der Barbaren". So nannten die alten Römer die Pflanze, die von den bei ihnen als Barbaren angesehenen Tataren an den Ufern der Wolga (damals „Rha“ genannt) angebaut wurde. Deren heutige Nachfahren denken über Rhabarber längst ähnlich wie die Römer: „In Russland gilt Rhabarber eigentlich als nicht essbar. Weil er nicht schmeckt. Das ist doch absurd!“ macht sich zum Beispiel Wladimir Kaminer lustig über die Begeisterung für das saure Frühlingsgemüse, die hierzulande jedes Frühjahr herrscht.

Apropos: Auch wenn wir Rhabarber fast ausschließlich süß zubereitet kennen und essen - botanisch gehört er nicht zum Obst, sondern zum Gemüse. Sein Anbau erfordert relativ viel Aufwand: Schon im Januar spannen die Bauern Folie über die Felder, sodass eine Art natürliches Treibhaus entsteht, in dem der Rhabarber besonders schnell wächst.

Etwa Anfang März entfernt man dann die Folie und lässt den Rhabarber ohne Frostschutz wachsen. Lässt man ihn länger auf dem Feld, werden die Stangen dicker, faseriger und saurer. Meist erntet man Rhabarber aber schon früher, wenn er noch jung und zart ist.

Einzelne Sorten spielen bei Rhabarber übrigens kaum eine Rolle, man unterscheidet hauptsächlich zwischen grünem und rotem Rhabarber. Wobei als Faustregel gilt: Je intensiver die rote Farbe der Stangen, desto weniger sauer schmecken sie.

Saison: Den ersten jungen Rhabarber bekommt man schon Ende März oder – je nach Wetter - Anfang April. Von da an dauert seine Saison rund drei Monate. Spätestens am 24. Juni ist Schluss. Dann brauchen die Pflanzen eine Ruhephase, um sich für die Ernte im nächsten Jahr zu erholen.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat von Rhabarber liegt in Tibet und in der Mongolei.

Wie gesund ist eigentlich Rhabarber?

In Rhabarber stecken vor allem Apfel- und Zitronensäure, viel Vitamin C und etliche Mineralstoffe. Besonders reichlich enthalten ist außerdem Oxalsäure. Das gilt speziell für seine Blätter, die als giftig gelten und nicht essbar sind.

Aber auch in den Stangen selbst sitzt beim Rhabarber die Oxalsäure. Für gesunde Erwachsene oder Jugendliche ist sie völlig unbedenklich. Mit kalziumreichen Zutaten wie Milch bzw. Milch-Eis, Milchreis oder Pudding lässt sich der Säuregehalt außerdem etwas entschärfen. Trotzdem sollten Menschen mit Nierenleiden, Rheuma oder Gicht Rhabarber ebenso mit Vorsicht genießen wie Kinder.

In der asiatischen Naturheilkunde setzt man Rhabarber schon vor rund 3.000 Jahren ein, um das Blut zu reinigen und Gifte aus dem Körper auszuleiten: Die Chinesen stellten aus den Wurzeln ein Verdauungsmittel her.

Übrigens: Für die Figur hat Rhabarber absolut Pluspunkte, denn er ist fast völlig fettfrei und enthält kaum Zucker.

Nährwerte von Rhabarber pro 100 g  
Kalorien 13
Eiweiß 0,6 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 1,3 g
Ballaststoffe 3,2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Rhabarber:

Einkauf: Frischen Rhabarber erkennen Sie daran, dass seine Stangen fest sind und leicht glänzen. Die Enden sollten saftig und keinesfalls trocken aussehen.

Lagerung: Am besten bewahren Sie Rhabarber ähnlich wie Spargel auf – einfach in ein feuchtes Tuch wickeln und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen. Dort bleibt er mehrere Tage frisch und knackig.

Rhabarber kann man außerdem gut einfrieren – entweder küchenfertig vorbereitet und roh oder aber schon zubereitet (z.B. als Kompott)!

Vorbereiten: Rhabarber ist ziemlich pflegeleicht. Bei jungem und sehr zartem Rhabarber reicht es, wenn Sie nach dem Waschen Blattansatz und Stielende abschneiden und die Stangen in Stücke schneiden. Sehr dicke und faserige Stiele sollten Sie allerdings außerdem schälen.

Zubereitungstipps für Rhabarber

Ob in Kompott, als Konfitüre oder im Kuchen – die feine Säure von Rhabarber schafft einen reizvollen Kontrast speziell zu Süßem! Rhabarber gibt vielen süßen Gerichten eine raffiniert fein-säuerliche Note.

Rhabarber auch mal als Gemüse einzusetzen, ist aber auf jeden Fall auch einen Versuch wert. Rhabarber mit Ingwer, Zimt oder anderen exotischen Gewürzen kombiniert, ergibt eine raffinierte Begleitung zu Fleisch, Fisch und Geflügel. Auch in Salaten kann Rhabarber für ungeahnte Aha-Erlebnisse sorgen. Allerdings gilt generell: Bitte immer kurz andünsten! Roher Rhabarber ist nämlich extrem sauer und zudem schwer verdaulich.

Rezepte mit Rhabarber:

Rezepte mit Rhabarber finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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Habe schon seit meinem Jugendalter Calcium-Oxalaotsteine ( bin heute 68) und seit 15 Jahren keine Probleme mehr und seitdem immer mal wieder im Frühjahr Rhabarber gegessen ohne Probleme!!
 
Kann man Rhabarber einfrieren ?
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Liebe Frau Brauner, Rhabarber lässt sich ganz leicht einfrieren: Waschen Sie die Stangen als erstes und schneiden Sie sie anschließend in Stücke. Geben Sie die Stücke in einen Gefrierbeutel und frieren Sie den Beutel ein. Schöne Grüße aus der EAT SMARTER Redaktion
 
Rhabarber kann man in einer Schnetzelpfanne mit reinbraten. Schmeckt prima.