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Yamswurzel (Yam)

Die Yamswurzel hat in Afrika etwa dieselbe Bedeutung wie bei uns Kartoffeln. Tatsächlich gibt´s durchaus Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Alles Wissenswerte über das exotische Gemüse lesen Sie hier.

Das sollten Sie über Yamswurzel wissen

Aufgeschnittene Yamswurzel Eigentlich ist der Name Yamswurzel ein Sammelbegriff: Etwa 250 verschiedene Arten umfasst die Pflanzengattung Discorea; Yamswurzel oder (korrekter) Yam heißen etliche davon. Zu unterscheiden sind sie kaum, denn der essbare Teil der Pflanze, also die Wurzel, hat mehr oder minder ähnliche Eigenschaften.

Speziell in Afrika gehört die Yamswurzel zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln, aus dem man unter anderem einen Brei namens „Fufu“ zubereitet, der mit scharfen Soßen zu Fleisch und Fisch auf den Tisch kommt.

Apropos Brei: Völlig zu Recht sagt man, dass man Yamswurzel ungefähr genau so zubereiten kann wie Kartoffeln oder auch Süßkartoffeln. Botanisch haben Yam und Kartoffel aber nichts miteinander zu tun, und auch in puncto Nährwert und Geschmack sind sie einander nur bedingt ähnlich.

Geschmack: Yamswurzel schmeckt je nach Sorte angenehm süßlich bis leicht bitter und hat wegen des hohen Stärkeanteils eine mehlige Konsistenz.

Herkunft & Geschichte: Die ursprüngliche Heimat der Yamswurzel liegt im tropischen Asien (China, Indochina, Indien, Malaysien) und Afrika. Anbauflächen für Yamswurzel gibt es auch in Mittel- und Südamerika; absolute Spitzenreiter sind aber die Afrikaner.

In Afrika baut man auf etwa 2,3 Millionen Hektar Yamswurzel an – das entspricht beinahe der gesamten Anbaufläche weltweit, die ungefähr 2,5 Millionen Hektar beträgt. Die meisten Plantagen liegen in Nigeria. Dort und in Ghana feiert man das beliebte Gemüse alljährlich Anfang August mit einem Yam­Festival.

Saison: Die Yamswurzel wächst das ganze Jahr über und hat daher keine spezielle Saison. Trotzdem findet man sie bei uns am ehesten in den Spätherbst- und Wintermonaten.

Wie gesund ist eigentlich Yamswurzel?

Wenige Kalorien, fast kein Fett und ein relativ niedriger Kohlenhydratanteil – keine Frage, Yamswurzel können auch Figurbewusste guten Gewissens essen.

Die sonstigen Inhaltsstoffe von Yamswurzel ähneln denen von Kartoffeln: Neben reichlich Kalium hat das Gemüse immerhin 10 mg Vitamin C pro 100 g plus jeweils ca. 23 mg Magnesium und Kalzium zu bieten.

Nährwerte von Yamswurzel  pro 100 Gramm  
Kalorien 112
Eiweiß 2,0 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 22,5 g
Ballaststoffe 5,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Yamswurzel

Einkauf: Wenn Sie gerne Yamswurzel probieren möchten, brauchen Sie etwas Glück, denn hierzulande findet man sie noch eher selten. Die besten Chancen haben Sie in kleinen Gemüsegeschäften oder auf dem Wochenmarkt, speziell auf einem ökologischen. Auch im Bioladen kann man manchmal Yamswurzel entdecken.

Achten Sie vor dem Kauf auf eine feste Konsistenz und eine glatte Schale.

Lagerung: Ähnlich wie unsere Kartoffel hält sich auch Yamswurzel bei der richtigen Aufbewahrung wochenlang. Grundsätzlich gilt: Lagern Sie Yamswurzel kühl (max. 13 Grad) und nicht zu trocken. Wer keinen Vorratskeller hat, bewahrt Yamswurzel am besten im Gemüsefach des Kühlschranks auf.

Vorbereiten: Eine Yamswurzel perfekt vorzubereiten, ist keine Hexerei – einfach gründlich waschen, mit dem Sparschäler schälen und dann je nach Rezept würfeln oder in Scheiben schneiden.

Zubereitungstipps für Yamswurzel


Aus Yamswurzel können Sie alles zaubern, wofür Sie sonst Kartoffeln nehmen. Ob Suppe, Püree, Auflauf, Gratin, Salat – Yamswurzel macht so ziemlich alles mit. Exotische Gewürze und Zubereitungsarten bieten sich natürlich an, sind aber keineswegs ein „Muss“.

Natürlich sind auch Chips oder Pommes aus Yamswurzel eine Option, die übrigens zum Eyecatcher wird, wenn Sie Yam mit violettem Fruchtfleisch ergattern können.

Besonders lecker zu Gegrilltem und Kurzgebratenem oder auch vegetarisch mit Salat: Yamswurzel wie Kartoffeln im Ofen 30-40 Minuten backen.

Rezepte mit Yamswurzel:


Rezepte mit Yamswurzel finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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