Diabetes-Symptome - unübersehbar | EAT SMARTER
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Diabetes

Diabetes-Symptome - unübersehbar

Diabetes-Symptome | © Gabriel Blaj - Fotolia.com Diabetes-Symptome | © Gabriel Blaj - Fotolia.com

Wenn sie sich zeigen, sind die Diabtes-Symptome unübersehbar. Doch häufig bleiben sie unerkannt und es kommt durch den angestiegenen Blutzuckerspiegel zu schweren Folgeerkrankungen.

Erkrankt oder nicht? Wie sehen Diabetes-Symptome aus?

Zunächst muss man sagen, dass es in der Regel dauert, bis die Betroffenen merken, dass sie an Diabetes erkrankt sind – ganz unabhängig an welchem Typ, denn die Diabetes-Symptome zeigen sich normalerweise nicht sofort. Großer Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit sind wohl die bekanntesten Diabetes-Symptome – je nach Krankheitstyp stellen sie sich unterschiedlich schnell dar. Beim Typ 1 zeigen sich die Diabetes-Symptome oft innerhalb von Tagen bis Wochen, denn die insulinbildenden Zellen werden durch einen Autoimmundefekt zerstört. Der Blutzuckerspiegel steigt in kurzer Zeit an, es kommt zu einem sehr ausgeprägten Durst, der daher rührt, dass der Körper den erhöhten Blutzuckerspiegel ausgleichen will und den Zucker über den Urin ausscheidet. Der Körper trocknet aus, die Patienten nehmen extrem an Gewicht ab, fühlen sich schwach und müde. Ist die Krankheit nicht bekannt, können die Diabetes-Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Azetongeruch des Atems und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für den Beginn eines diabetischen Komas (coma diabeticum) sein. Bei dieser Art der Überzuckerung liegt der Wert des Blutzuckers weit über 250mg/dl. Bei Typ 2 zeigen sich die Diabetes-Symptome nicht so deutlich, da der Krankheitsverlauf langsamer fortschreitet und oft erst durch Spätfolgen erkannt wird.

Hypoglykämie – Unterzuckerung als Diabetes-Symptom?

Auch eine Unterzuckerung kann ein Diabetes-Symptom sein. Wird eine Diät gehalten, gefastet oder Medikamente genommen, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen, kann eine Hypoglykämie eintreten. Der Blutzuckerwert rutscht unter 50mg/dl ab. Symptome wie Herzrasen, Zittern, Nervosität bis hin zu Schwindel, Sehstörungen und dem sogenannten Insulinschock.

Diabetes-Symptome bei Typ 2 sind häufig bereits Folgeerkrankungen

Beim Typ 2 lassen die Diabetes-Symptome viel länger auf sich warten, da sich die Krankheit erst über Jahre entwickelt und in vielen Fällen entweder zufällig bei einer Routineuntersuchung diagnostiziert wird oder durch Symptome zu Tage tritt, die aber in Wirklichkeit bereits Begleit- bzw. Folgeerkrankungen der nicht festgestellten Stoffwechselstörung sind. Nervenschäden wie das Diabetische Fußsyndrom, Sehstörungen, Wundheilstörungen und vor allem der erhöhte Blutdruck und das damit verbundene Herzinfarktrisiko sind beim Typ 2 häufig die ersten Diabetes-Symptome.

Messen ist die wirksamste Prävention

Um einen Diabetes Typ 2 so früh wie möglich zu diagnostizieren, sollte regelmäßig der Blutzucker gemessen werden. Der Arzt bestimmt verschiedene Werte wie den Nüchternblutzucker, den Gelegenheitsblutzucker sowie den HbA1C-Wert, der auch als Blutzuckergedächtnis bezeichnet wird, da sich der Blutzucker der letzten sechs bis acht Wochen bestimmen lässt. Diabetes liegt vor, wenn der HbA1c bei ≥6,5% bzw. ≥48mmol/mol liegt.

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