Diabetes Typ 2 – schleichende Gefahr | EAT SMARTER
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Diabetes

Diabetes Typ 2 – schleichende Gefahr

Diabetes Typ 2 | © PeJo - Fotolia.com Diabetes Typ 2 | © PeJo - Fotolia.com

Die meisten Menschen, die an Diabetes leiden, haben den Diabetes Typ 2. Vor allem ältere und übergewichtige Menschen sind betroffen, merken aber lange nichts von der Stoffwechselkrankheit.

Was versteht man unter Diabetes Typ 2?

Diabetes Typ 2 umfasst die große Gruppe der Diabetiker, bei denen die Insulinempflindlichkeit der Körperzellen stark eingeschränkt. Der Zucker kann nicht mehr oder nur bedingt in die Zellen gelangen, sodass der Blutzuckerspiegel nach und nach steigt. Die Bauchspeicheldrüse setzt dadurch vermehrt Insulin frei, kann diese  erhöhte Produktion jedoch nicht über Jahre aufrecht halten. Das Insulin reicht also irgendwann nicht mehr, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Es kommt zu einem Insulinmangel. Rund 95% aller Diabetiker haben einen Diabetes Typ 2, besonders betroffen ist die Altersgruppe der 60- bis 70Jährigen. Daher ist dieser Typ auch als Altersdiabetes bekannt. Gefährlich ist Diabetes Typ 2 vor allem, weil er zunächst ohne die typischen Anfangssymptome verläuft und erst diagnostiziert wird, wenn bereits schwere Folgeerkrankungen aufgetreten und Organe angegriffen sind. Bluthochdruck, Netzhauterkrankungen, Arteriosklerose sind nur ein paar der oft irreparablen Schäden, die Diabetes Typ 2 mit sich bringen kann.

Wie erkrankt man an Diabetes Typ 2?

Neben der genetischen Disposition und Umweltfaktoren bestimmen vor allem Übergewicht und ein ungesunder Lebensstil ob Diabetes Typ 2 ausbricht oder nicht, schließlich erkrankt nicht jeder Adipöse (Übergewichtige) an Diabetes Typ 2.

Was bewirken Bewegung und eine gesunde Ernährung bei Diabetes Typ 2?

Sowohl eine gesunde Ernährung als auch ausreichend Sport sind wichtige Aspekte im Kampf gegen Diabetes Typ 2. Die Krankheit kann auf jeden Fall hinausgezögert, im günstigsten Fall sogar verhindert werden. Bewegung, vor allem Ausdauersportarten senken den Blutzucker, sorgen für ein besseres Körpergewicht und machen die Zellen wieder empfindlicher für das Insulin. Denn sobald die Muskeln anfangen zu arbeiten, benötigen sie Energie, also Glukose. Den Zucker holen sie sich aus den Zellen und später auch aus dem Blut. Sport ist also die ideale Lösung, wenn man den Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise senken möchte. Lässt sich der Blutzuckerspiegel durch Ernährung und Bewegung nicht ausreichend regulieren, muss Diabetes Typ 2 mit Tabletten (orale Antidiabetiker) und Insulin behandelt werden.

Abnehmen, das große Thema bei Diabetes Typ 2

Viele Übergewichtige mit Diabetes Typ 2 stehen vor der großen Aufgabe abnehmen zu müssen und zu wollen. Neben einer Low-Carb-Ernährung sollte der sogenannte glykämische Index, der die Wirkung kohlenhydrathaltiger Nahrung auf den Blutzucker beschreibt, berücksichtigt werden. Lebensmittel wie Vollkornprodukte sind „glyxniedrig“, sättigen nachhaltig, der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam, Hunger stellt sich nicht so schnell ein. Allerdings ist auch die Menge der Kohlenhydrate für eine Diät von Bedeutung. Neueste Forschungsansätze setzen inzwischen auf eine Fett- und Proteinreiche Ernährung. Achtung: Nur Ärzte oder Diätberater legen den individuellen Ernährungsplan für Diabetiker fest.

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