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Ernährungslehre

Ayurvedische Ernährung: Heilkunst und Ernährungsratgeber

Ayurvedische Ernährung Ayurvedische Ernährung

Ayurvedische Ernährung ist Teil des Ayurveda. Die indische Heilkunst mit langer Tradition ist bis heute in Ländern wie Nepal, Sri Lanka und natürlich Indien populär.

Heilkunst mit Ernährungsratgeber

Ayurvedische Ernährung ist Teil des Ayurveda. Die indische Heilkunst mit langer Tradition ist bis heute in Ländern wie Nepal, Sri Lanka und natürlich Indien populär.

Ayurvedische Ernährung: Grundsätze

Allgemeingültige Grundsätze der Lehre sind folgende: Anhänger sollen nur essen, wenn sie Hunger haben. Sich satt zu essen ist nicht ratsam. Die größte Mahlzeit des Tages ist das Mittagessen. Zwischenmahlzeiten sind zu meiden. Mindestens drei Stunden sollen zwischen den einzelnen Mahlzeiten liegen. Jedes Mahl muss sechs Geschmacksrichtungen enthalten: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Frische Lebensmittel tun gut. Wasser und Kräutertee stärken den Körper.

Drei-Klassen-Kost

Ayurvedische Ernährung teilt alle Lebensmittel in drei Klasse (Gunas) ein:

Sattva-Guna: Milchprodukte, Getreide, Früchte und Gemüse gehören zur ersten Klasse. Sie sind süß, saftig und verlängern das Leben.

Rajo-Guna: Sehr bittere, saure, salzige, scharfe, heiße oder trockene Nahrungsmittel verursachen Aggressionen. Chili, Zwiebel und Knoblauch sowie Alkohol und andere Drogen zählen zu dieser Klasse.

Tamo-Guna: faule Nahrung, wieder aufgewärmte Kost, Alkohol und Drogen, die man regelmäßig konsumiert, gehören zu der dritten Klasse. Sie wirken sich in der Regel negativ auf den Körper aus.

Ayurvedische Ernährung muss nicht vegetarisch sein

Ayurvedische Ernährung legt Wert darauf, Fleisch nur sehr achtsam zu verzehren. Vegetarisch ausgerichtet ist die Lehre deshalb aber nicht, wie die Klassiker der Heilkunst berichten: Caraka, Vagbhata und Susruta. Ayurveda lehnt entgegen dem ersten Eindruck auch nicht generell Alkohol ab. Er soll nur in Maßen konsumiert werden: So gilt ein wenig Wein zum Beispiel als bestes Medikament gegen müde Geister.

Vata, Pitta und Kapha: drei Typen, drei Empfehlungen

Ratschläge zu täglichen Mahlzeiten können je nach Anhänger des Ayurveda unterschiedlich ausfallen. Es kommt darauf an, in welchen Typ die Lehre jemanden einteilt:

Vata-Typen neigen zu Verdauungsstörungen. Sie sollen daher gekochte, leicht verdauliche Kost zu sich nehmen. Die empfohlenen Geschmacksrichtungen sind salzig, sauer und süß.

Pitta-Typen können kalte und warme Speisen essen, da sie eine hervorragende Verdauung haben. Ihre Geschmacksrichtungen tendieren zu bitter, süß und herb.

Kapha-Typen sollten nur mäßig gegarte und warme Speisen essen, dafür viel frisches Obst und Gemüse. Die Geschmacksrichtungen der Kapha sind scharf, bitter und herb.

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