Bärlauch | EAT SMARTER
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Bärlauch

Bärlauch – das aromatische Wildkraut Bärlauch – das aromatische Wildkraut

Warenkunde Bärlauch: Was Sie über Bärlauch wissen sollten und was ihn so gesund macht.

Der seit ein paar Jahren ungebrochene Hype um den Bärlauch täuscht: Das Kraut ist nämlich keineswegs ein kulinarischer Newcomer, sondern ein uralter Bekannter. Wie so viele Genüsse war er nur in Vergessenheit geraten. Nun aber ist der Dornröschenschlaf beendet – zur Freude aller, die gerne gut und gesund genießen.

Das sollten Sie über Bärlauch wissen

Egal, was das Thermometer sagt: Der Frühling ist in greifbarer Nähe, wenn es endlich wieder frischen Bärlauch gibt! Supermarkt-Besucher erkennen das nicht zuletzt am wachsenden einschlägigen Angebot in Käsetheke, Kühlregal und Saucenabteilung: Überall dort locken jetzt Leckereien mit Bärlauch, dem würzigen Trend-Kraut, das im Frühjahr seine Saison hat. Genießer, die einfach nicht genug von diesem Kraut bekommen, haben die Qual der Wahl: Vom Pesto über Pasta bis zu Käse gibt's alles mit Bärlauch. Und dann natürlich das frische Kraut selbst, mit dem sich so toll und gesund würzen lässt. Der Bärlauch (Allium ursinum) heißt übrigens ursprünglich auch „Wilder Lauch“ oder „Waldknoblauch“, da er mit Schnittlauch, Zwiebeln und Knoblauch eng verwandt ist.

Saison: Je nach Wetter wächst der erste Bärlauch schon ab Mitte Februar bis Ende Mai an schattigen, feuchten Standorten im Wald und ist in Gemüseläden und Supermarkt zu haben.

Herkunft: Die Heimat des Bärlauchs liegt in Europa und Nordasien; schon die alten Germanen kannten das aromatische Wildkraut als Heil- und Würzpflanze verbreitet.

Geschmack: Der Bärlauch betört seine Fans mit einem dezenten Knoblaucharoma und erinnert geschmacklich auch etwas an Schnittlauch. Nach der Blüte verlieren die dunkelgrünen Blätter allerdings fast völlig ihren Geschmack und werden bitter.

Wie gesund ist eigentlich Bärlauch?

Als typisches Mitglied der Familie der Lauchgewächse hat Bärlauch ganz ähnliche gesundheitliche Vorzüge wie Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch, ist aber selbst für Empfindliche leichter verdaulich. Seine Schwefelstoffe und ätherischen Öle, allen voran das Allicin, wirken günstig auf Magen und Darm. Außerdem kann Bärlauch einen zu hohen Blutdruck senken helfen und wirkt blutreinigend. Der relativ hohe Gehalt an Vitamin C (150 mg pro 100 g) stärkt die Abwehrkräfte und schützt die Körperzellen vor freien Radikalen. Eine Besonderheit von Bärlauch ist sein Adenosingehalt, der 20 Mal so hoch ist wie beim Knoblauch. Adenosin wirkt gefäßerweiternd und gilt darum als besonders günstig zum Beispiel bei Migräne und Durchblutungsstörungen.

Bärlauch – gut zu wissen:

Bärlauch selbst zu sammeln ist möglich, aber nur für sehr erfahrene Sammler empfehlenswert. Denn die Ähnlichkeit von Bärlauch mit giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen ist so groß, dass man schon sehr genau aufpassen und sich gut auskennen muss, um nicht aus Versehen die falsche Pflanze zu pflücken. Zwar kann man das Kraut am leichten Knoblauchduft erkennen, den es verströmt, wenn man seine Blätter zwischen den Fingern zerreibt. Trotzdem ist das Risiko relativ hoch; jedes Jahr kommt es zu Vergiftungsfällen, weil Sammler die Pflanzen mit ihren Doppelgängern verwechseln. Am besten kaufen Sie darum den Bärlauch im Fachhandel oder aber: Sie ziehen ihn sich selbst! Das geht ebenso auf der Fensterbank wie auf Balkon und Terrasse sowie natürlich im Garten.

Einkaufs- und Küchentipps für Bärlauch

Einkauf: Achten Sie beim Kauf von Bärlauch auf makellose, frisch und knackig wirkende Blätter ohne Blüten.

Lagerung: Bärlauch genießt man am besten noch am Tag des Einkaufs. Wer auf seinen Geschmack auch nach der Saison nicht verzichten mag, der hat zwei Möglichkeiten: Man kann die Blätter kräftig gesalzen und gut mit Olivenöl bedeckt in ein fest verschließbares Glas geben und im Kühlschrank bis zu 6 Monate aufbewahren. Oder Sie frieren die gehackten Blätter ein – dabei verändert sich allerdings der Geschmack etwas.

Vorbereiten: Die Vorbereitung von Bärlauch geht schnell und unkompliziert: Einfach abspülen, trockenschütteln und je nach Rezept in feine Streifen schneiden oder hacken.

Zubereitungstipps für Bärlauch:

Wie alle frischen Kräuter gilt auch bei Bärlauch: Bitte nicht mitkochen, denn dabei verliert Bärlauch wertvolle Geschmacks- und Inhaltsstoffe. Am besten kommt beides zum Zug, wenn man das aromatische Kraut roh genießt – zum Beispiel einfach auf Butterbrot, in grünem Blattsalat oder in selbstgemachtem Kräuterquark. Besonders gut passt Bärlauch mit Mandeln gemischt als feines Pesto zur Pasta oder zu edlen Spargel-Tartelettes! Aber auch frühlingshaft leichte Gerichte wie eine Bohnen-Bärlauch-Suppe oder gedämpfte Möhren auf Quinoa gewinnen durch Bärlauch.

Rezepte mit Bärlauch:

Rezepte mit Bärlauch finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Danke für die vielseitige Informationen über Bärlauch
 
Liebes Team, ... ein interessanter Artikel "Bärlauch" - aber auch ganz wichtig zu wissen, ob man nach dem Verzehr nach Knoblauch riecht. MfG Lohmann
 
Liebe Frau Lohmann, auch Bärlauch enthält Schwefelverbindungen, die zu charakteristischen Ausdünstungen führen – allerdings deutlich weniger als bei Knoblauch. Viele Grüße, Lina Nagel