Heidelbeeren: Rezepte & Wissen | EAT SMARTER
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Heidelbeeren

Was man über Heidelbeeren wissen sollte Was man über Heidelbeeren wissen sollte

Heidelbeeren: Gesunde Früchte mit vielen wichtigen Inhaltsstoffen. Mehr in der Warenkunde von EAT SMARTER.

Das sollten Sie über Heidelbeeren wissen

Heidelbeeren - je nach Landstrich und Mundart auch Blau- , Schwarz- oder Bickbeeren genannt – findet man wild in Wäldern, Moorlandschaften sowie auf der Heide. Sie wachsen an sogenannten Kleinsträuchern, die nur etwa 50 cm hoch werden und zu den Heidekrautgewächsen zählen. Die Markenzeichen wild wachsender Heidelbeeren sind ihre geringe Größe und ihr köstliches Aroma, bei dem die sehr viel größeren Heidelbeeren aus der Zucht nicht ganz mithalten können.

Unerfahrene sollten dennoch ihre Heidelbeeren im Zweifelsfall lieber aus Kulturanbau kaufen statt sie selbst im Wald zu sammeln, denn optisch sind Heidelbeeren ziemlich leicht mit der Rauschbeere zu verwechseln, der man gesundheitsschädliche Eigenschaften nachsagt.

Wilde Heidelbeeren sind allerdings sogar während der Saison nur selten zu bekommen, wenn man nicht selbst „in die Bickbeeren“ bzw. sammeln geht. Findet man auf dem Wochenmarkt oder im Gemüseladen doch mal Waldheidelbeeren, stammen sie in der Regel aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern. Das muss keineswegs ein Mangel sein, kann aber durch manchmal sehr lange Transportwege eben doch Nachteile bringen.

Saison: Heidelbeeren bekommt man zwar das ganze Jahr über als Importware, die heimische Saison dauert aber von Juli bis September.

Geschmack: Heidelbeeren schmecken nur dezent süß.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat der Heidelbeeren liegt Nord-, Mittel- und Osteuropa.

Wie gesund sind eigentlich Heidelbeeren?

So klein Heidelbeeren, so riesig ihr Ruf als Früchte mit dem Prädikat „besonders wertvoll“. Das liegt nicht zuletzt am reichlich vorhandenen Myrtillin, einem natürlichen Farbstoff, der nicht nur für die tiefblaue Farbe sorgt: Er neutralisiert vor allem freie Radikale, die bei der Entstehung von chronischen Krankheiten und vorzeitigen Alterungsprozessen eine wesentliche Rolle spielen. 

Außerdem fördert das zu den Anthocyanen zählende Myrtillin die Elastizität der Blutgefäße und wirkt so vorbeugend gegen Herz- und Kreislaufkrankheiten. Der beachtliche Gehalt an Vitamin C und E in Heidelbeeren unterstützt die zellschützende Wirkung zusätzlich und stärkt außerdem das Immunsystem.

In der Volks- und Naturheilkunde kennt man Heidelbeeren schon seit Jahrhunderten speziell bei Problemen mit dem Darm als wirksames Mittel. Besonders wilde Heidelbeeren sind ausgesprochen reich an Gerbstoffen, die z.B. bei Durchfall die angegriffene Schleimhaut schützen sowie das Wachstum von Bakterien und Viren hemmen können. Im Vergleich zu anderen Beeren enthalten Heidelbeeren übrigens relativ viele Ballaststoffe und tun auch damit der Verdauung gut.

Die gesundheitlich günstigen Stoffe stecken in allen Heidelbeeren. Besonders bemerkenswert ist ihr Anteil allerdings bei wilden Heidelbeeren; Zuchtheidelbeeren haben nicht ganz dieselben Heilkräfte.

Nährwerte von Heidelbeeren pro 100 g  
Kalorien 42
Eiweiß 0,6 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate

7,4 g

Ballaststoffe

4,9 g

 

Heidelbeeren – gut zu wissen:

Da Heidelbeeren nah am Erdboden wachsen, können an ihnen die für Menschen sehr schädlichen Eier des Fuchsbandwurms haften. Um sie sicher unschädlich zu machen, genügen leider weder gründliches Waschen noch Einfrieren – erst durch das Erhitzen bei mehr als 70° C verlieren die Eier ihre Gefährlichkeit. Wichtig: Wenn Sie selbst Heidelbeeren sammeln gehen, dann meiden Sie typische "Tatorte" von Füchsen wie Hügelkuppen, Felsen, Baumstümpfe oder Wegkreuzungen.

Einkaufs- und Küchentipps für Heidelbeeren:

Einkauf: Achten Sie beim Kauf von Heidelbeeren darauf, dass sie schön prall aussehen und eine makellose Haut haben. Sie sollten weder "verschumpelt" wirken noch feucht sein.Schauen Sie sich ruhig auch die Unterseite der Pappschachtel an - sie darf weder durchgeweicht noch verfärbt sein.

Lagerung: Heidelbeeren sind druckempfindlich, schimmeln leicht und können bei zu langem Lagern bitter werden. Am besten verbraucht man frische Heidelbeeren also möglichst bald und lagert sie bis dahin maximal 2-3 Tage locker auf einem großen Teller ausgebreitet und kühl.

Vorbereiten: Heidelbeeren am besten in einer Schüssel mit frischem Wasser hin- und herschwenken und dann in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Zubereitungstipps für Heidelbeeren:

Mit Heidelbeeren lassen sich wunderbar Torten, Kuchen und natürlich Muffins backen. Leicht zerdrückt können Sie Heidelbeeren auch prima unter Quark und Joghurt rühren oder Cremes und Eis zubereiten. Eine uralte Art, Heidelbeeren zu genießen, sind selbst eingekochter Saft sowie Gelee und Konfitüre.

Da selbst die kleinen Wald-Heidelbeeren selten sehr süß sind, eignen sich Heidelbeeren übrigens auch perfekt für den Einsatz in der herzhaften Küche. Einfach über einen gemischten Salat gestreut machen sie z.B. optisch wie kulinarisch was her; in Soßen zu Wild oder Geflügel sind Heidelbeeren ein leckerer Hingucker.

Rezepte mit Heidelbeeren:

Rezepte mit Heidelbeeren finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Guten Tag. Die Waldheidelbeeren haben den höchsten Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen. Da es sie selten frísch gibt, kaufe ich sie häufig als Konserve im Glas. Mir ist klar, dass der Vit C Gehalt sicher nicht mehr sehr hoch ist, aber was ist mit den anderen Inhaltsstoffen? Werden die beim Konservieren zerstört? Zumindest die Farbstoffe bleiben ja erhalten?
 
Haben Heidelbeeren was mit Heidelberg zu tun? Ich war mal dort,habe aber keine gesehen- - - Berthold Raps aus Lörrach
 
Heidelbeeren wachsen besonders gut in der Heide (und Mooren), daher der Name.