Holunderbeeren - Daten & Fakten | EAT SMARTER
17
0
Drucken
0
HolunderbeerenDurchschnittliche Bewertung: 4.21517

Holunderbeeren

Holunderbeeren kann man gut selber sammeln Holunderbeeren kann man gut selber sammeln

Die schwarz glänzende Beere des Holunders hat kulinarisch sowie gesundheitlich einiges zu bieten. Ob für Gelee, Kompott, Kuchen oder als Saft: Holunderbeeren pflücken lohnt sich!

Das sollten Sie über die Holunderbeeren wissen

Früher pflanzte man Holunder auf jedem Bauernhof. Er galt als „Baum des Lebens und der Sippen“, ihm wurden magische, beschützende Kräfte für Menschen und Tiere zugesprochen. Ob man an solche Legenden nun glaubt oder nicht, fest steht: Der zu den Gänsefußgewächsen gehörende Holunder kann jedenfalls dazu beitragen, Zwei- und Vierbeiner zu ernähren und gesund zu halten. Schon die Menschen der Jungsteinzeit sollen Holunderbeeren als Nahrungs- und Heilmittel genutzt haben. Vor allem seine herb-aromatischen Früchte sind seit Urzeiten besonders beliebt, denn aus Holunderbeeren (oft auch Fliederbeeren genannt) lässt sich ein leckerer Saft kochen.

Saison: Die Zeit für Holunderbeeren beginnt im September und dauert rund einen Monat.

Herkunft: Der Holunderstrauch ist in gesamt Mitteleuropa seit vielen Jahrhunderten heimisch.

Geschmack: Für die meisten sind Holunderbeeren mit ihrem sehr herben, bitteren Geschmack gewöhnungsbedürftig – um sie genießbar zu machen, geht es nicht ohne eine mehr oder weniger große Portion Zucker.

Wie gesund sind eigentlich Holunderbeeren?

Schon Hippokrates soll Holunderbeeren als Heilmittel genutzt haben, und auch Hildegard von Bingen hatte sie in ihrer Hausapotheke. Die je nach Region auch Fliederbeeren genannten schwarzblauen Früchte haben sich besonders als wirksames Hausmittel gegen Erkältung und Grippe bewährt, denn der Saft aus Holunderbeeren wirkt schweißtreibend und fiebersenkend.

Ungekochter frischer Holunderbeersaft soll auch gegen Neuralgien (schmerzhafte Nervenentzündungen), Gürtelrose und Herpes wirken. Naturheilkundler empfehlen als medizinische Dosis täglich etwa 1 EL (20 ml) rohen Holundersaft, um die schmerzstillende und antineuralgische Wirkung zu erzielen. Mehr sollte es nicht sein, denn rohe Holunderbeeren wirken in größeren Mengen giftig (s.u.).

Wie bei allen Beeren gilt auch für Holunderbeeren: Sie enthalten reichlich Provitamin A; außerdem stecken mehrere B-Vitamine in beachtlichen Mengen in den Früchten.

Nährwerte von Holunderbeeren pro 100 Gramm  
Kalorien 48
Eiweiß 2,5 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 7,4 g
Ballaststoffe 4 g

Holunderbeeren – gut zu wissen:

Wer Herz- und Kreislaufprobleme hat, fragt vor einer Schwitzkur mit heißem Holunderbeersaft besser den Arzt! Ebenfalls wichtig, auch für Gesunde: Rohe Holunderbeeren schmecken nicht nur ziemlich scheußlich, sie sind auch ungenießbar und können zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Einkaufs- und Küchentipps für Holunderbeeren:

Einkauf: Holunderbeeren kann man nicht überall kaufen, man kann sie aber auch gut selbst sammeln. Zu beachten ist dabei allerdings, dass man wegen der Abgase und anderer Schadstoffe Holunderbeeren nur abseits von viel befahrenen Straßen sammeln sollte.

Lagerung: Frische Holunderbeeren sind empfindlich und sollten nur so lange wie nötig im Kühlschrank lagern.

Vorbereitung: Das Vorbereiten von Holunderbeeren ist ziemlich unkompliziert: Einfach waschen, gut abtropfen lassen und dann die Beeren von den doldenförmigen Stängeln ziehen. Das geht mit einer Gabel oder mit den Fingern. Damit der dunkle Saft nicht Ihre Hände verfärbt, tragen Sie bei dieser Arbeit am besten Einmalhandschuhe!

Zubereitungstipps für Holunderbeeren:

In der Schweiz liebt man das sogenannte Schweizer Mus, bei dem Holunderbeeren in Teig gebacken und mit Zimtzucker bestreut werden. Bei diesem Rezept für Obstkuchen haben wir uns ein bisschen was von den Schweizern abgeguckt. Die Norddeutschen wiederum schwören auf die Fliederbeersuppe mit Schneeklößchen und mögen sie nicht nur als Nachtisch, sondern auch als kleines süßes Hauptgericht. Hier finden Sie eine besonders raffinierte Version davon. Die beliebteste Form, Holunderbeeren zu genießen, ist und bleibt allerdings der Saft daraus.

Man kann ihn natürlich kaufen, aber Sie können ihn auch selbst mit einem Entsafter herstellen und z.B. als Basis für ein aromatisches Holunderbeerengelee verwenden. Sie können aber aus dem Saft von Holunderbeeren auch einen Sirup zubereiten: Dafür einfach 1 l Holunderbeersaft mit 1 kg Zucker aufkochen und so lange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Holunderbeersirup lässt sich beispielsweise toll zum Aufpeppen von Sekt oder Mineralwasser sowie für Desserts verwenden.

Übrigens: Der etwas herbe Holundersaft harmoniert auch hervorragend mit anderen Säften. Sehr gut schmeckt z.B. die Kombi mit Brombeer-, Apfel-, Birnen-, Schlehen- oder Quittensaft.

Rezepte mit Holunderbeeren:

Rezepte mit Holunderbeeren finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

Ähnliche Artikel
Kiwano
Noch gilt die Kiwano als Geheimtipp. Doch das könnte sich ändern, denn die exotische Frucht hat kulinarisch wie gesundheitlich wirklich einiges zu bieten!
Vogelbeere, auch Eberesche genannt, mit Blattgrün
Von wegen giftig! Vogelbeere sind super lecker und gesund obendrein.
Warenkunde Rambutan
Die Rambutan sieht toll aus, hat aber darüber hinaus noch beachtliche innere Werte zu bieten. Also unbedingt probieren!
Schreiben Sie einen Kommentar