Lavendel | EAT SMARTER
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Lavendel

Hübsch und hilfreich: Lavendel. Hübsch und hilfreich: Lavendel.

Was für ein Klasse-Kraut: Lavendel verfeinert mediterrane Genüsse und lindert gleichzeitig diverse Beschwerden. Grund genug, den Lavendel (besser) kennen zu lernen!

Das sollten Sie über Lavendel wissen

Lavendel ist im Trend, und das keineswegs nur als mediterran-sommerliche Deko für die Wohnung. Wahrscheinlich gibt es keine Blüte, die für uns so sehr den Sommer symbolisiert wie die des Lavendels. Wer die blau-violette Pracht sieht und ihren fast betäubenden Duft atmet, fühlt sich automatisch wie Gott in Frankreich. Genau von dort, konkret aus der südfranzösischen Provence, brachten Benediktinermönche einst die beliebte mediterrane Pflanze über die Alpen zu uns mit. 

Obwohl Lavendel speziell als wirksame Heilpflanze Tradition hat, kommt er vor allem in Frankreich auch kulinarisch nicht zu kurz: Bei den Franzosen gehört Lavendel fest zum Kräuterrepertoire und ist unverzichtbar in der klassischen französischen Mischung „Herbes de Provence“. 

Wobei man wissen muss: Einzig der Echte Lavendel schmeckt nicht nur aromatisch, sondern auch schön süßlich. Sogenannter Schopflavendel sieht zwar ganz ähnlich aus, hat aber einen unangenehm bitteren Geschmack und eignet sich nur zur Dekoration.

Saison: Beste Sammelzeit für die ebenso schönen wie heilsamen Blüten von Lavendel ist im Hochsommer.

Herkunft & Geschichte: Bereits die alten Römer hatten Lavendel im Gepäck, wenn sie auf Eroberungszüge gingen. Denn schon damals war bekannt, dass die Pflanze die Nerven beruhigt, den Schlaf fördert und außerdem bei Wunden antiseptische Wirkung hat. Bei uns kennt man die vielseitige Heilpflanze erst seit dem 11. Jahrhundert, als Mönche sie aus dem südlichen Frankreich importierten und in ihren Klostergärten anbauten.

Wie gesund ist eigentlich Lavendel?

Die blau-violett blühende und betörend duftende Pflanze hat auch zu Recht einen hervorragenden Ruf als vielseitiges Heilkraut. Lavendel („Lavendula officinalis“) heißt nicht umsonst auch „Nervenkräutlein“: Als Tee, Bad oder Duftstoff zum Beispiel in der Aromalampe wirkt er nachweislich sanft, aber effektiv als leichtes Beruhigungsmittel bei Einschlafstörungen und nervöser Erschöpfung. 

Verantwortlich dafür sind vor allem die ätherischen Öle, Gerbstoffe und Flavonoide im Lavendel. Sie helfen außerdem bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden, lösen Krämpfe und vertreiben Blähungen. Aus diesem Grund kann Lavendel auch sehr erleichternd sein für alle, die an Asthma, Bronchitis, krampfartigen Unterleibs- oder Kopfschmerzen leiden. Bewährt hat sich die intensiv duftende Pflanze darüber hinaus auch bei Herz- und Kreislaufschwäche.

Einkaufs- und Küchentipps für Lavendel:

Einkauf: Frischen Lavendel können Sie in Blumengeschäften, manchmal auch in mediterranen Lebensmittelläden kaufen. Wichtig ist, dass die Blüten von echtem Lavendel stammen und ungespritzt bzw. zum Verzehr geeignet sind – fragen Sie im Zweifelsfall also genau nach!

Getrocknete Blüten von Lavendel bekommen Sie im Reformhaus, Bio-Laden oder in sehr gut sortierten Supermärkten.

Lagerung: Ob gekauft oder im eigenen Garten gepflückt - frischen Lavendel sollten Sie bald einsetzen oder aber trocknen. Dazu kleine Sträußchen binden und kopfüber an einem luftigen, warmen Platz aufhängen. Getrockneter Lavendel behält Duft- und Wirkstoffe am besten, wenn Sie ihn in einem fest verschließbaren Gefäß und geschützt vor Licht aufbewahren.

Vorbereiten: Frischen Lavendel evtl. kurz abbrausen, gut trockenschütteln und dann die einzelnen Blüten abstreifen. Getrockneten Lavendel zum Würzen am besten leicht zerreiben und kurz vor Ende der Garzeit an das jeweilige Gericht geben.

Zubereitungstipps für Lavendel

Echter Lavendel eignet sich perfekt für die Küche, vor allem natürlich für alles Süße wie Kekse, Kuchen, Puddings, Cremes und Eis. Ebenfalls sehr lecker: Streuen Sie ein paar frische Blüten von Lavendel über sommerliche Salate oder Suppen oder würzen Sie damit gegrilltes Gemüse und Lammfleisch! Sparsame Verwendung ist beim Kochen und Backen allerdings ratsam; die ätherischen Öle können schnell zu dominant schmecken.

Einen Tee, der beim Einschlafen und gegen Stress hilft, können Sie sich aus Lavendel ganz einfach zubereiten: Pro Tasse 1 Teelöffel getrocknete Lavendelblüten mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Durchsieben, mit Honig süßen und trinken. Der Tee wirkt übrigens nicht nur bei Schlafproblemen und allgemeinem „Nervenflattern“, sondern auch gegen Magen- und Darmbeschwerden sowie Unterleibsschmerzen (zum Beispiel während der Regel).

Rezepte mit Lavendel:

Rezepte mit Lavendel finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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