Buchweizen: Rezepte & Wissen | EAT SMARTER
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Buchweizen

Gesundes Pseudogetreide: Buchweizen Gesundes Pseudogetreide: Buchweizen

In Russland und Polen ist Buchweizen ein kulinarischer Dauerbrenner; bei uns geriet er in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit. Erst seit ein paar Jahren steht Buchweizen im Zuge des Vollkorn-Booms wieder in den Regalen. Wer ihn sieht, sollte zugreifen, denn es lohnt sich, dieses sogenannte Pseudo-Getreide mit seinen kulinarischen und gesundheitlichen Vorzügen kennenzulernen!

Das sollten Sie über Buchweizen wissen

Nomen est omen? In diesem Fall nicht: Trotz des Namens hat der Buchweizen mit Weizen nämlich nichts zu tun. Zwar sehen die Samen geschält den Weizenkörnen fast zum Verwechseln ähnlich, aber die Pflanze mit den hellen, kleinen Blüten gehört botanisch zur Familie der Knöterichgewächse und darum zu den so genannten Pseudo-Getreidesorten.

Herkunft: Ursprünglich stammt Buchweizen aus der südrussischen Steppe. Von dort brachten ihn Nomaden mit nach Westeuropa. Inzwischen ist das Hauptanbaugebiet allerdings Brasilien. Typisch für Buchweizen ist der leicht bittere, sehr kräftige Geschmack und die graue Farbe. Zugegeben, sie wirkt nicht allzu attraktiv. Sich von ihr abschrecken zu lassen, wäre aber schade, denn die dreieckigen Körnchen haben reichlich innere Werte zu bieten!

Wie gesund ist eigentlich Buchweizen?

Inhaltsstoffe: Mit rund 10 % hochwertigem Eiweiß gehört Buchweizen  zu den Stars unter Getreide und Pseudo-Getreide. Doch damit nicht genug: Die biologische Wertigkeit übertrifft sogar die aller anderen Konkurrenten! In den Körnern steckt außerdem dreimal so viel Lysin wie in den meisten anderen Getreidesorten – dieser essentielle Eiweißbaustoff sorgt unter anderem für starke Knochen. Darüber hinaus enthält Buchweizen reichlich Vitamin E und B1 bzw. B2. Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium sowie die für Haut und Haare sehr wichtige Kieselsäure sind ebenfalls in nennenswerten Mengen enthalten.

Nährwerte von Buchweizen pro 100 Gramm  
Kalorien 341
Eiweiß 10 g
Fett 1,7 g
Kohlenhydrate 71 g
Ballaststoffe

3,7 g

Buchweizen - gut zu wissen:

Forschung: Speziell für Diabetiker ist Buchweizen besonders interessant. Chinesische Forscher fanden in einer Studie mit 1000 Teilnehmern heraus: In der inneren Mongolei, einer traditionellen Buchweizengegend, erkranken nur etwa 1-2 % der Menschen an Diabetes. Buchweizen ist aber nicht nur als Vorbeugung empfehlenswert, auch wer bereits betroffen ist, kann damit seinen Blutzucker besser in den Griff bekommen: Bereits nach 15 Tagen Buchweizendiät hatten die Teilnehmer der chinesischen Studie eine verbesserte Blutzuckerkurve!

Ernährungsexperten weisen darauf hin, dass Kinder nur geschälten Buchweizen essen sollten, denn der rote Farbstoff aus der Fruchtschale ("Fagopyrin") macht die Haut empfindlicher gegen Sonne und kann sogar zu Entzündungen führen.

Einkaufs- und Küchentipps für Buchweizen:

Lagerung: Buchweizen bekommen Sie in Reformhäusern und Bioläden als ganze Körner, Grütze, Flocken und Mehl. Da Buchweizen relativ schnell oxidiert bzw. ranzig wird, sollten Sie immer nur so viel davon kaufen, wie Sie bald verbrauchen können, und Buchweizen außerdem lichtgeschützt aufbewahren. Ungeschälten Buchweizen immer gründlich waschen und erst dann zubereiten, damit möglichst viel des roten Farbstoffs aus der Schale herausgespült wird.

EAT SMARTER-Empfehlung für Buchweizen:

Mit Buchweizenmehl lassen sich köstliche Pfannkuchen oder Blini backen; auch Kuchen daraus ist einen Versuch wert. Allerdings muss man Mehl aus Buchweizen zum Backen immer im Verhältnis 1:2 mit anderen Mehlsorten mischen, denn es enthält kein Klebereiweiß (Gluten)!

Zubereitungstipps für Buchweizen:

Zubereitung: Die Körner sind ein guter Ersatz für Reis; reichern Suppen an oder lassen sich gekocht prima über Salate streuen. Flocken aus Buchweizen schmecken gut im Müsli und geben  Frikadellen einen tollen Geschmack, wenn man sie statt des üblichen Brots zum Binden des Hackteigs verwendet. Buchweizen eignet sich sogar für Weihnachtsplätzchen und viele andere süße und herzhafte Gerichte.

Rezepte mit Buchweizen:

Rezepte mit Buchweizen finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Hallo, ich hab eben gelesen, dass das rote Farbstoff ausgespült werden soll .. Warum? ist da was schlechtes? Beim spülen bekommt das Wasser eine rötliche Tönung in der Tat.. das hab ich nicht als gefährlich gesehen? Woher kommt das? Noch eine Frage für die Leute die sich auskennen... werden die Körner vor dem Kochen etwas geröstet im Backofen??.. Ich hab schon mal darüber gehört, weiß ich aber nicht mehr warum und deshalb... Vielen Dank ;)
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo Anne, Sie sollten ungeschälten Buchweizen(wenn möglich heiß) waschen, damit Fagopyrin (der rote Farbstoff) ausgespült wird, da dieser schädlich ist. Bei geschältem Buchweizen ist das nicht nötig. Eine Röstung im Backofen mit anschließendem Kochen ist uns nicht bekannt. Viele Grüße von EAT SMARTER
Bild des Benutzers nara_badalova
Ich habe russischen Migrationshintergrund und bin auch erst später nach Deutschland "ausgewandert". Buchweizen ist bei uns eine der typischen Beilagen. Wenn oft etwas übrig beleibt, essen wir den Rest meistens einfach mit Milch und Zucker ( so ähnlich wie Kornflakes) SEHR SEHR LECKER!!!
 
Sehr informativ.Ich bin immer auf der Suche nach Alternativen zu Getreide.Leite eine private Koch-und-Backschule für Zöliakiekranke und deren Angehörige.Ich muß sehr viele Rezepte von glutenhaltig in glutenfrei ummodeln.
 
Die blaue Reklame für "Eat Smarter" überdeckt den Text. Bei 1 X Klicken geht er zwar weg, nicht aber, wenn er nochmal kommt.

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