Dinkel | EAT SMARTER
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Dinkel

Dinkel ist leicht nussig im Geschmack @Elena Schweitzer Dinkel ist leicht nussig im Geschmack @Elena Schweitzer

Jahrhunderte lang hatte der Dinkel gegenüber dem Weizen das Nachsehen und war in Vergessenheit geraten. Neuerdings ist Dinkel wieder im Kommen und ist derzeit das beliebteste Brotgetreide.

Das sollten Sie über Dinkel wissen

Dass der Dinkel vor langer Zeit mal eins der wichtigsten Nahrungsmittel war, zeigen schon alte Ortsnamen wie zum Beispiel „Dinkelsbühl“ oder „Dinkelhausen“. Heute bringt kaum noch jemand sie mit dem Getreide in Verbindung, denn Dinkel war nach der Entdeckung des Weizens beinahe vergessen. Aber eben nur beinahe: Vor allem die anfangs als Spinner verlachten Vollwertkost-Fans haben dazu beigetragen, dass Dinkel seit etwa 20 Jahren ein erst langsames und dann immer rasanteres Comeback hatte. Heute ist Dinkel besonders als Brotgetreide sogar beliebter als Weizen und wird in jeder Form wieder gern gegessen.

Besonders Biolandwirte bauen den „Urahn“ des heutigen Weizens immer häufiger an, und Dinkelmehl bekommt man mittlerweile schon in jedem Supermarkt. Im Bioladen oder Reformhaus bekommen Sie außerdem Brot, Gebäck, Bulgur, Grieß, Flocken, Schrot und sogar Getreidekaffee aus Dinkel.

Im Vergleich zu Weizen kostet Dinkel ein paar Cents mehr, denn seine Körner werden von einem Spelz umschlossen, der sich nur durch ein aufwendiges Spezialverfahren entfernen lässt. Dieser Spelz schützt aber das Dinkelkorn auch vor schädlichen Stoffen und macht es darum besonders wertvoll.

Herkunft: Dinkel ist ein Nachfahre des Urgetreides Emmer, das die Alemannen im Südwesten Mitteleuropas anbauten.

Geschmack: Dinkel ähnelt geschmacklich dem Weizen, besticht aber zusätzlich durch eine besonders feine und leicht nussige Note.

Wie gesund ist eigentlich Dinkel?

Schon Hildegard von Bingen lobte den Dinkel im Mittelalter als ausgesprochen gesundes Getreide und empfahl ihn unter anderem zur Unterstützung von Verdauung und Immunsystem.

Bei den Inhaltsstoffen ähnelt Dinkel seinem Nachfolger, dem Weizen – allerdings punktet Dinkel mit einem deutlich höheren Eiweißgehalt. Auch bei Niacin (einem Vitamin aus der B-Gruppe) und den Mineralstoffen Magnesium, Zink und Eisen kann der Dinkel den Weizen überrunden. Die Struktur von Dinkel ist außerdem etwas lockerer als die von Weizen und anderem Getreide, das macht ihn für Empfindliche leichter verdaulich.

Interessant für alle, die auf Weizen allergisch bzw. mit Unverträglichkeiten reagieren: Dinkel wird von vielen ohne Beschwerden vertragen und kann eine brauchbare Alternative zu Weizen sein.

Nährwerte von Dinkel pro 100 Gramm  
Kalorien 333
Eiweiß 13,3 g
Fett 2,6 g
Kohlenhydrate 64 g
Ballaststoffe 8 g

Einkaufs- und Küchentipps für Dinkel

Einkauf: Dinkel bekommt man als ganzes Korn oder zerkleinert als Schrot, Grütze, Flocken, Grieß und – wie andere Getreide - natürlich auch als Mehl.

Lagerung: Dinkel hält sich bei dunkler, kühler Lagerung etwa ein Jahr. Dinkelmehl ist ebenfalls gut haltbar, wenn Sie es vor Luft und Licht geschützt aufbewahren.

Vorbereitung: Wenn Sie Dinkel kochen möchten: Körner in ein Sieb geben, gründlich abspülen und mit der doppelten Menge Flüssigkeit (Wasser oder Gemüsebrühe) erst 10 Minuten bei starker Hitze kochen, dann bei kleiner Hitze zugedeckt 30-40 Minuten ausquellen lassen.

Zubereitungstipps für Dinkel:

In der Küche können Sie Dinkel mindestens genauso vielseitig verwenden wie Weizen:

  • Dinkelkörner aus Bioladen oder Reformhaus schmecken gekocht toll als Beilage. Gekochter Dinkel bereichert aber auch Salate, Suppe und Eintöpfe oder reichert Gemüsegerichte an.
  • Dinkelschrot oder Flocken aus Dinkel können Sie für Müslis, süße und pikante Grützen und zum Backen verwenden.
  • Apropos Backen: Dinkelmehl können Sie überall dort einsetzen, wo man sonst Weizenmehl nimmt. Sie bekommen es übrigens nicht nur als Vollkornmehl, sondern auch fein ausgemahlen – perfekt für Plätzchen, Kekse, Kuchen und Torten nach herkömmlichen Rezepten! Sogar der super feine Biskuitteig gelingt mit Dinkelmehl.
  • Dinkel hat sich aus gutem Grund zum beliebtesten Brotbackmehl gemausert: Mit seinem hohen Gehalt an Klebereiweiß (Gluten) macht es den Teig schön locker; sein nussiger Geschmack gibt außerdem Brot und Brötchen das gewisse Etwas.

Rezepte mit Dinkel:

Rezepte mit Dinkel finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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