Grünkohl | EAT SMARTER
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GrünkohlDurchschnittliche Bewertung: 4.41519

Grünkohl

Grünkohl - der König der Kohlsorten Grünkohl - der König der Kohlsorten

Von wegen typisch deutsch: Schon die alten Römer kannten und schätzten den Urahnen vom Grünkohl. Kaum verwunderlich, wenn man weiß, dass dieses auch Braunkohl genannte Gemüse sowohl kulinarisch als auch gesundheitlich einige Besonderheiten zu bieten hat. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Das sollten Sie über Grünkohl wissen

Als „Sabellinischer Kohl“ galt Grünkohl im alten Rom als Delikatesse und war derart begehrt, dass Bauern, die ihn anbauten, dadurch zu Reichtum kamen. Bis heute genießt ein enger Verwandter des Kreuzblütler-Gewächses unter dem Namen „Cavolo Nero“ einen guten Ruf in Italien. Dennoch ist es wahr, dass der Grün- oder auch Braunkohl längst das restliche Europa erobert hat und speziell im Westen und Norden besonders gern aufgetischt wird. Um das Prädikat „Hauptanbaugebiet“ streiten sich seit geraumer Zeit die Bremer und die Oldenburger. Fest steht aber immerhin, dass Chronisten den ersten offiziellen Grünkohlschmaus im Jahre 1545 verzeichnet haben. Dafür verdankt der Grünkohl den um die Vorherrschaft ringenden Oldenburgern den schönen Namen „Friesische Palme“.

Echte Fans scheuen keine Mühen und lassen es sich nicht nehmen, frischen Grünkohl zu verwenden. Das ist ein kleines Opfer, denn das Putzen, waschen und vorbereiten nimmt Zeit in Anspruch, da sich zwischen den krausen Blättern gern reichlich Sand versteckt. Weniger puristisch Veranlagte greifen darum lieber zum Kohl aus der Dose, der sich geschmacklich auch nicht allzu sehr von frischem unterscheidet und fertig vorbereitet wurde. Auch tiefgefrorener Grünkohl ist eine super Alternative für Eilige. Bei frischem oder solchem aus der Konserve hat das bereits die Natur beziehungsweise der Winterfrost erledigt.

Herkunft: Auch wenn Grünkohl als typisch norddeutsch gilt – seine ursprüngliche Heimat liegt nicht im kalten Norden, sondern im östlichen Mittelmeerraum.

Saison: Frisch vom Feld kommt Grünkohl etwa von Ende September bis in den Februar hinein. In der übrigen Zeit des Jahres kann man auf tief gefrorenen Grünkohl oder auf Grünkohl aus der Konserve zurückgreifen. Guter Grünkohl wird nach dem ersten Frost geerntet, weil sich durch die Kälte sein Zuckergehalt erhöht und so der Geschmack noch intensiviert wird. 

Geschmack: Typisch für Grünkohl ist der reizvolle Kontrast aus würzig-herbem und mild-süßlichem Geschmack.

Wie gesund ist eigentlich Grünkohl?

Unter den Kohlsorten ist Grünkohl der König, was seinen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen angeht: Sowohl in Sachen Eiweiß als auch beim Vitamin C liegt er ganz vorn. Schon 100 g Grünkohl genügen, um uns mit mehr als den täglich empfohlenen 100 mg Vitamin C zu versorgen! Darüber enthält diese Mini-Portion fast die gleiche Menge an knochenstärkendem Kalzium wie 200 ml Milch. Besonders reichlich stecken in Grünkohl außerdem die Vitamine E (genial gegen freie Radikale und frühzeitiges Altern) und A (wichtig für Haut und Augen).

Das Gemüse selbst ist übrigens keineswegs ein Dickmacher, erst fettreiche Beilagen und Zutaten machen daraus eine Kaloriensünde: Grünkohl enthält wenige Kalorien und nicht mal 1 g Fett pro 100 g, bietet aber dafür einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, die lange und nachhaltig satt machen.

Nährwerte von Grünkohl pro 100 Gramm  
Kalorien 37
Eiweiß 4,2 g
Fett 0,9 g
Kohlenhydrate 2,5 g
Ballaststoffe 4,2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Grünkohl

Einkauf: Lassen Sie frischen Grünkohl mit welken, trockenen Blattspitzen links liegen – seine gekrausten Blätter sollen satt-grün leuchten und schön knackig aussehen.

Lagerung: Wer den vollen Gehalt an Vitamin C möchte, lässt Grünkohl besser nicht länger als höchstens 4-5 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Sie können frischen Grünkohl natürlich auch einfrieren.

Vorbereiten: Die Vorbereitung von frischem Grünkohl macht etwas Arbeit, ist aber unkompliziert: Entfernen Sie eventuell welke Blätter und waschen Sie die übrigen mehrmals sehr gründlich in frischem Wasser, damit alle Reste von Sand und Erde entfernt werden. Anschließend den Grünkohl gut abtropfen lassen, harte Stiele entfernen und die Blätter mit einem großen Messer in schmale Streifen schneiden. Falls Sie frischen Grünkohl einfrieren möchten, sollten Sie das so vorbereitete Gemüse vorher 1-2 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren.

EAT SMARTER Empfehlung für Grünkohl

Am schnellsten ist Grünkohl zubereitet, wenn man ihn aus der Dose verwendet. Trotzdem lohnt sich auch hier eine kleine Extra-Mühe: Entfernen Sie auch bei Dosen-Grünkohl am besten alle dickeren und harten Stiele.

Zubereitungstipps für Grünkohl:

Im Winter hat das robuste Gemüse mit dem herb-süßlichen Geschmack im Oldenburger Land geradezu Kultstatus. Dort wie auch in fast ganz Niedersachsen bitten diverse Vereine zu Tisch und laden zu Grünkohlfahrten ein. Dabei darf „Pinkel“ nicht fehlen, eine ausgesprochen fette Kochwurst. In Hamburg und Umland, einer weiteren Hochburg, isst man hingegen Grünkohl am liebsten mit Kasseler und/oder Kohlwurst und Kartoffeln. Rund um Braunschweig wiederum heißt das Gemüse Braunkohl und kommt mit Bregenwurst auf den Teller. Klar, dass solche traditionellen Grünkohl-Gelage nicht gerade Schonkost für die Figur bedeuten. Es geht aber auch anders, wie unsere smarte Version des Klassikers Grünkohl mit Kassler beweist!

Apropos smart: Viele kennen Grünkohl nur in seiner von fettreichen Würsten begleiteten Version; in reichlich Schmalz geschmort und mit fettigen Bratkartoffeln aufgetischt. Oder wussten Sie schon, dass dieses Wintergemüse auch dann hervorragend schmeckt, wenn man es „abgespeckt“ zubereitet und nur ganz kurz gart? Probieren Sie es einfach mal aus – zum Beispiel mit einer klaren Grünkohlsuppe oder mit dem raffiniert gewürzten Asia-Grünkohl aus dem Wok!

Rezepte mit Grünkohl:

Rezepte mit Grünkohl finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

Aktualisiert im April 2016

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es ist nicht richtig, dass man Grünkohl durch einen Frostschock im Gefrierschrank den begehrten "Zuckergeschmack" verpassen kann, da hierfür unbedingt Licht benötigt wird und im Gefrierfach ist es d u n k e l , sehr dunkel. Bitte berichtigen Sie Ihre fehlerhafte Darstellung.
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo W. Klähr, wir haben die betroffene Textpassage umgeschrieben, damit es keine Missverständnisse mehr gibt. Viele Grüße EAT SMARTER
 
Interessant! Aber warum müssen Sie immer auf die Konserven hinweisen. Urks.