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Holunderblüten

Holunderblüten sehen nicht nur gut aus, sie schmecken auch köstlich @ Andrea Wilhelm Holunderblüten sehen nicht nur gut aus, sie schmecken auch köstlich @ Andrea Wilhelm

Sie sind typische Boten des Frühsommers und machen mit ihren großen weißen Dolden brachliegendes Gelände ansehnlich. Was heute kaum noch jemand weiß: Holunderblüten kann man auch essen!

Das sollten Sie über die Holunderblüten wissen

Ob man ihn nun Holunder, Holler, Holder oder schwarzer Flieder nennt: Der seit Urzeiten bekannte Strauch trägt regelmäßig im Frühsommer große weiße Blütendolden. Sie sehen nicht nur wunderschön aus, sie schmecken auch köstlich, weshalb man sie im Frühsommer gern für diverse süße Spezialitäten verwendet.

Die Blütezeit von Holunder ist relativ kurz: Holunderblüten kann man ab frühestens Ende Mai und dann bis spätestens Ende Juli pflücken. Sammeln sollte man sie wegen möglicher Schadstoffbelastung immer nur abseits von viel befahrenen Straßen.

Herkunft: Der Holunderstrauch ist in gesamt Mitteleuropa seit vielen Jahrhunderten heimisch.

Geschmack: Holunderblüten duften betörend und haben einen süßlichen, intensiven Geschmack.

Wie gesund sind eigentlich Holunderblüten?

Dass die schwarzen Beeren vom Holunder super gesund sind, war  bereits in der Antike bekannt. Aber auch Holunderblüten gelten zu Recht als heilsam, denn sie enthalten Flavonoide, ätherisches Öl, Gerbstoff und Schleim. Ein frisch gebrühter Tee aus Holunderblüten kann ähnlich wie Lindenblütentee bei Fieber eingesetzt oder allgemein bei Erkältung  und grippalen Infekten angewandt werden.

Das Rezept dafür ist einfach: 2 TL Holunderblüten mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und heiß trinken oder lauwarm abkühlen lassen und bei Halsschmerzen damit gurgeln.

In der Naturheilkunde gelten außerdem Dampfbäder mit Holunderblüten als wirksam gegen Nebenhöhlenentzündungen und Bronchitis, aber auch bei unreiner Haut. Umschläge mit Holunderblüten sollen die Beschwerden bei entzündeten Augen oder Sonnenbrand lindern.

Holunderblüten – gut zu wissen:

Halten Sie sich beim Sammeln von Holunderblüten wirklich nur an die weißen Dolden. Rohe Stängel und grüne Blätter sind leicht giftig und können zu heftigen Magen-Darm-Beschwerden führen.

Und noch ein Tipp: Pollenallergiker sollten Holunderblüten mit Vorsicht genießen, denn sie können die typischen Symptome hervorrufen.

Einkaufs- und Küchentipps für Holunderblüten:

Einkauf: Holunderblüten kann man nicht kaufen - man muss sie selbst sammeln. Zum Glück ist das aber gar kein Problem, denn Holunder wächst selbst in der Großstadt an vielen Orten. Suchen Sie sich zum Sammeln von Holunderblüten einen trockenen Tag möglichst zu Beginn der Blütezeit im Juni aus.

Lagerung: Wer frische Holunderblüten verwenden möchte, sollte sie nach dem Pflücken möglichst bald zubereiten. Sie können Holunderblüten aber auch trocknen und dann luftdicht und vor Licht geschützt mehrere Monate aufbewahren, um Tee oder Dampfbäder daraus zuzubereiten.

Vorbereitung: Zum Trocknen können Sie Holunderblüten direkt nach dem Pflücken locker auf einem Backblech verteilen und bei 40°C im leicht geöffneten Backofen trocknen lassen. Im Umluftofen geht es auch, dann aber entsprechend bei nur 20°C.

Wenn Sie die Holunderblüten frisch verwenden wollen, am besten nur kurz waschen und gut trockenschütteln.

Zubereitungstipps für Holunderblüten:

Für die schon zu Uromas´s Zeiten beliebten Hollerküchle taucht man klassischerweise Holunderblüten in Teig und backt sie dann in heißem Fett knusprig aus. Schöne Tradition hat auch die Zubereitung von aromatischem Sirup oder fein moussierendem Sekt aus Holunderblüten.

Weitere süße Ideen für Feines aus Holunderblüten finden Sie auch auf EAT SMARTER.

Rezepte mit Holunderblüten:

Rezepte mit Holunderblüten finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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