Rosenkohl: Wissen & Rezepte | EAT SMARTER
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Rosenkohl

Kleiner Kohl ganz groß: Rosenkohl Kleiner Kohl ganz groß: Rosenkohl

Klein, aber oho: An Vitamin C-Gehalt übertrifft der kleine Rosenkohl alle großen Vertreter der Kohlfamilie. Auch sonst ist Rosenkohl sozusagen was Besseres – nicht nur wegen seiner vornehmen Herkunft, sondern auch dank seiner anderen Vorzüge. Lesen Sie hier, warum dieser Kohl das Richtige für Kenner ist.

Das sollten Sie über Rosenkohl wissen

Aus unserer Herbst- und Winterküche ist Rosenkohl kaum wegzudenken. Dabei sind die kleinen Köpfchen noch fast ein kulinarischer Newcomer: Bei uns kennt man Rosenkohl erst seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Heute wird Rosenkohl vor allem in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien angebaut. Nur rund 15 Prozent der bei uns gegessenen Röschen stammt aus heimischem Anbau.

Das, was früher manchen eher die Nase rümpfen als das Wasser im Mund zusammen laufen ließ, nämlich der leicht bittere Geschmack, ist inzwischen kein Thema mehr. Die neueren Züchtungen schmecken kaum noch bitter. Und spätestens nach dem ersten Frost schmeckt Rosenkohl dann garantiert mild, denn dadurch erhöht sich der Zuckergehalt in den Röschen und macht sie  nicht nur süßer, sondern auch bekömmlicher.

Saison: Seine Hoch-Zeit hat Rosenkohl von September bis Januar, aber man bekommt ihn auch noch bis in frühen Frühling hinein. Ähnlich wie beim Grünkohl entfaltet sich der Geschmack von Rosenkohl übrigens nach den ersten Nachtfrösten am besten, darum genießen ihn viele am liebsten ab Oktober oder November.

Herkunft: Gegen Ende des 16. Jahrhunderts begannen belgische Gemüsebauern aus der Gegend bei Brüssel mit dem Anbau von Rosenkohl. Von da aus verbreitete sich das Gemüse in ganz Europa und bis in die USA. In den meisten Sprachen heißt Rosenkohl seiner Herkunft entsprechend bis heute auf Deutsch übersetzt „Brüsseler Kohl“ bzw. „Brüsseler Sprossen“.

Geschmack: Die direkte Verwandtschaft mit der großen Kohlfamilie schmeckt man bei Rosenkohl unverkennbar heraus. Mit ihrem kräftigen, aber unaufdringlichen und feinen Geschmack glänzen die Köpfchen ebenso wie mit der leicht „buttrigen“, cremigen Konsistenz.

Nährwerte von Rosenkohl pro 100 Gramm  
Kalorien 36
Eiweiß 4,5 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 3,3 g
Ballaststoffe 4,5 g

Wie gesund ist eigentlich Rosenkohl?

Inhaltsstoffe: Rosenkohl gilt zu Recht als Vitaminbombe: Er steht auf den vordersten Plätze der Lieferanten für Vitamin C;  schon 100 g decken unseren Tagesbedarf mit 115 mg zu mehr als 100 %. Darüber hinaus stecken noch B-Vitamine, einiges an Kalium, Zink, Vitamin K und Ballaststoffe im Rosenkohl.  Übrigens: Da er relativ wenig Wasser enthält, ist Rosenkohl zwar etwas kalorienreicher als andere Kohlsorten – mit fast  0 g Fett dürfen ihn sich aber dennoch auch Figurbewusste gönnen. Wenn nach den ersten Frösten der Zuckergehalt in Rosenkohl steigt, wird er besonders leicht bekömmlich und ist dann auch für Empfindliche und sogar für Babys ein Genuss ohne Reue.

Forschung: Mehrere Studien zeigen, dass der häufige Genuss von Rosenkohl entgiftend wirkt und das Krebsrisiko senken kann. Forscher der Universität Wien fanden zum Beispiel bei einem Versuch heraus, dass Rosenkohl als Beilage die zellschädigenden und krebsauslösenden Stoffe aus sehr stark gebratenem oder gegrilltem Fleisch unschädlich machen kann.

Einkaufs- und Küchentipps für Rosenkohl:

Einkauf: Die Köpfchen sollten fest geschlossen sein, schön grün aussehen und keine gelb verfärbten Außenblätter haben. Beim Berühren soll sich frischer Rosenkohl fest anfühlen, ohne auf Druck nachzugeben. Beim Anschneiden zeigt eine glatte und fast weiße Schnittfläche, dass die Röschen frisch sind.

Lagerung: Frischer Rosenkohl hält sich ungewaschen und ungeputzt im Gemüsefach des Kühlschranks 4-5 Tage. Lagern Sie ihn aber nicht zusammen mit Äpfeln oder Tomaten, denn beides enthält ein Gas namens Ethylen, das Rosenkohl schneller welken lässt. Sie können frischen Rosenkohl natürlich auch einfrieren: Nach dem Putzen 4-5 Minuten in kochendem Salzwasser garen, abgießen, abkühlen lassen und in Gefrierdosen oder –beutel verpacken. Allerdings verliert Rosenkohl durch den Kälteschlaf an Festigkeit.

Vorbereiten: Das Vorbereiten von Rosenkohl kostet etwas Zeit, ist aber ganz einfach. Zuerst die äußeren Blätter entfernen, bis nur noch der glatte grüner Kopf bleibt. Die Strünke zurückschneiden und bei größeren Köpfen kreuzweise einschneiden, damit die Röschen gleichmäßiger garen. Zum Schluss den Rosenkohl waschen und abtropfen lassen.

EAT SMARTER-Empfehlung für Rosenkohl:

Wenn Sie Rosenkohl geschmacklich lieber etwas dezenter mögen, geben Sie eine Prise Zucker mit ins Kochwasser oder garen Sie die Röschen in Gemüsebrühe. Beides nimmt dem Rosenkohl etwas von seinem intensiven Kohl-Aroma.

Zubereitungstipps für Rosenkohl:

Zubereiten: Roher Rosenkohl liegt schwer im Magen und schmeckt nicht, darum sollte man ihn auch für einen Salat immer wenigstens kurz vorgaren. Apropos „kurz“: In der Kürze liegt bei Rosenkohl buchstäblich die Würze, denn zu lange gegarter Rosenkohl verliert an Geschmack und auch an Nährstoffen. Am besten prüft man deshalb öfter zwischendurch und gießt ihn ab, wenn er fast noch bissfest ist. Wer ihn für Gratin oder Auflauf weiter verarbeiten möchte, braucht Rosenkohl ebenfalls nur 5-7 Minuten zu blanchieren, denn er gart im Ofen noch nach.

Vielseitigkeit: Dass Rosenkohl als Beilage zu Fleisch und Geflügel, aber auch perfekt zu Wild passt, weiß jedes Kind. Aber die Köpfchen sind mindestens genauso gut für die vegetarische Küche – probieren Sie mal Pizza, Pasta oder unseren Tofu-Gemüse-Topf mit Rosenkohl! Eine besonders raffinierte Idee für Rosenkohl: Die Blättchen einzeln abzupfen und nur kurz dünsten oder zu einem leckeren Couscoussalat verwenden! Blanchierter Rosenkohl eignet sich auch bestens geeignet zum Überbacken und Gratinieren, solo oder mit Hack und natürlich Käse. Bei Kids mit Sicherheit ein Renner: Unser Rosenkohlpüree mit knusprigen Sesamkartoffeln.

Rezepte mit Rosenkohl:

Rezepte mit Rosenkohl finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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