Süßholz | EAT SMARTER
2
0
Drucken
0
SüßholzDurchschnittliche Bewertung: 4152

Süßholz

Süßholz © winston - Fotolia.com Süßholz © winston - Fotolia.com

Muss denn Süßes Sünde sein? Bei Süßholz sicher nicht, denn das kann man nicht nur naschen – es gilt auch seit Jahrtausenden als wirksame Heilpflanze.

Das sollten Sie über Süßholz wissen

Wie es zu dem Ausdruck „Süßholz raspeln“ als Bezeichnung für Schmeicheleien kam, ist nicht bekannt. Fest steht nur, dass Süßholz früher tatsächlich durch Raspeln zerkleinert wurde.

Die zu den Schmetterlingsblütlern zählende Pflanze bzw, die vorzugsweise verwendeten Wurzeln machen dem Namen alle Ehre: Dank des darin enthaltenen Glycyrrhizins süßen sie 50 Mal so stark wie Zucker. Kein Wunder also, dass Süßholz nicht zuletzt als Basis für Süßigkeiten dient – aus dem stark eingedickten Saft der Wurzeln stellt man Lakritze her.

Die Wurzeln von Süßholz sind aber auch selbst als Süßigkeit bei vielen beliebt. Manche kauen und lutschen sie auch, um sich das Rauchen leichter abzugewöhnen oder einfach statt Kaugummi.

Herkunft & Geschichte:

Die ursprüngliche Heimat von Süßholz liegt im Mittelmeergebiet und in Westasien. Von dort kommt bis heute der Hauptanteil der Wurzeln, aus denen man schon im Altertum Hustensäfte zubereitet hat.

Geschmack:

Wie der Name schon verrät, schmeckt Süßholz intensiv süß.

Wie gesund ist eigentlich Süßholz?

Süßholz hat einen guten Ruf als kalorienarme Rettung für alle Naschkatzen, die auf ihre Figur achten. Verdient hat die Wurzel diesen Ruf allerdings nur bedingt: Tatsächlich enthält Süßholz ziemlich viele Kalorien – aber da eine Portion nur 1-2 g hat, fällt das nicht wirklich ins Gewicht.

Der eigentliche Nutzen von Süßholz liegt allerdings in den zahlreichen gesundheitsfördernden Wirkungen. Zum Beispiel setzen Naturheilkundler bis heute Süßholz wegen seines schleimlösenden Effekts gern bei Erkältungen und besonders bei Husten und Bronchitis ein.

Außerdem können einige Wirkstoffe in Süßholz auch die Bildung von Magensäure ausbremsen und so bei einer Magenschleimhautentzündung oder einem Reizmagen helfen. Seit einiger Zeit erforschen Wissenschaftler darüber hinaus, ob Süßholz auch gegen Herpesviren wirksam ist.

Süßholz: Gut zu wissen

Wie bei allen Heilpflanzen gilt auch für Süßholz: In zu hoher Dosierung kann es unangenehme Nebenwirkungen geben. Beispielsweise können einige Inhaltsstoffe von Süßholz einen erhöhten Blutdruck und Blutzuckerspiegel bewirken.

Aus diesem Grund raten Experten allen, die schon gesundheitliche Probleme mit dem Blutdruck oder dem Herzen haben, auf Süßholz zu verzichten. Das Gleiche gilt für Schwangere sowie für Menschen mit Diabetes oder Nierenproblemen.

Wenn Sie mit Kortison oder Herzmedikamenten behandelt werden, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt fragen, ob Sie Süßholz verwenden dürfen.

Nährwerte von Süßholz pro 100 g

 
Kalorien 356
Eiweiß 7,8 g
Fett 10 g
Kohlenhydrate 58 g
Ballaststoffe 6,7 g

Einkaufs- und Küchentipps für Süßholz

Einkauf:

Süßholz können Sie in der Apotheke, in Reformhäusern und in manchen Bioläden kaufen. Meistens werden die getrockneten ganzen Wurzeln angeboten. Man bekommt aber auch Süßholz in Pulverform, das sich speziell zum Abschmecken von Desserts und anderen Gerichten besonders gut eignet. Außerdem finden Sie Süßholz in Onlineshops.

Zubereitungstipps für Süßholz:

Wenn Sie einfach einen Ersatz für Schokolade oder andere kalorienreiche Süßigkeiten suchen, dann können Sie Süßholzwurzeln wie Kaugummi kauen bzw. daran wie an einem Lolli lutschen. Lässt der intensiv süße Geschmack nach ein paar Minuten nach, die Wurzelstückchen einfach ausspucken oder ganz zerkauen und schlucken.

Wer den lakritzähnlichen Geschmack mag, der kann Süßholz auch raspeln und zum Beispiel über Eis oder Obstsalat streuen.

Einen hustenlindernden und magenfreundlichen Tee aus Süßholz bereiten Sie so zu: ½ TL klein geschnittene Süßholzwurzel mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen. 15 Minuten ziehen lassen, durchseihen und trinken.

Rezepte mit Süßholz:

Rezepte mit Süßholz finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

Ähnliche Artikel
Dessert nach dem Mittagsessen
21.02.2016
Süßes gleich nach dem Mittagessen genießen
Suessigkeiten
Die erste Frage, die mir in Interviews gestellt wird, lautet oft: „Na, bei Ihrer Figur, da essen Sie aber bestimmt keine Süßigkeiten, oder...?!“ Doch, tue ich. Sogar ziemlich regelmäßig. Lakritz und Eis stehen bei mir dabei ganz oben auf der Süß-Liste. Also, was ist das Geheimnis? Warum kann der/die Eine einfach so naschen und bleibt trotzdem schlank, während der/die Andere das Zeug bloß anzugucken braucht und es dadurch gefühlt schon auf den Hüften hat?
Süßholz: Wunderwurzel mit Allroundtalent
Ein Heil- und Genussmittel: EAT SMARTER verrät die wichtigsten Fakten über Süßholz.
Schreiben Sie einen Kommentar