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Buchweizen

 

Obwohl Buchweizen botanisch nicht zu den Getreidearten zählt, hat er doch ganz ähnliche Inhaltsstoffe. Er liefert hauptsächlich Kohlenhydrate und solche Ballaststoffe, die uns in unserer Alltagskost oft fehlen. Die Qualität der in den dreikantigen graubraunen Körnern enthaltenen knapp 10 Prozent Eiweiß übertrifft alle Getreidearten. Das bedeutet: Selbst ohne Ergänzung durch Milchprodukte und Eier könnte man von Buchweizen allein eine ganze Weile leben und bräuchte keinen Eiweißmangel zu befürchten. Außerdem steckt überdurchschnittlich viel Vitamin E in dem unscheinbaren Getreide. Die Körner sind frei von Gluten, einem Eiweißbestandteil, der von einigen Menschen nicht vertragen wird.

Buchweizen - Einer von 1.000 Deutschen ist von der Unverträglichkeit betroffen

Diabetiker, die gern Buchweizen essen, verbessern ihren Zuckerstoffwechsel. Das fanden chinesische Forscher in der Inneren Mongolei, einer traditionellen Buchweizengegend, heraus. Aufmerksam geworden waren sie, weil in Gebieten, in denen Buchweizen zu den Grundnahrungsmitteln gehört, nur etwa 1 bis 2 Prozent der Menschen an Diabetes erkranken, während die Erkrankungsraten in Gegenden Chinas, in denen das Korn nicht gegessen wird, bei 4 bis 7 Prozent liegen. So überraschte es die Experten nicht, als ihre Probanden bereits nach 15 Tagen Buchweizendiät eine verbesserte Blutzuckerkurve aufwiesen. Weil Buchweizen eine sehr anspruchslose Pflanze ist, die sich noch dazu durch große Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge auszeichnet, müssen Konsumenten sich kaum vor Rückständen von Agrarchemikalien fürchten. Düngen und Spritzen lohnen beim Anbau von Buchweizen einfach nicht!

Buchweizen - Gut zu wissen

Buchweizen wird vielfach als Tierfutter verwendet. Dabei zeigte sich, dass hellhäutige und hellhaarige Tiere auf Sonne zunehmend empfindlich reagierten und ihre Haut bald Rötungen, Schwellungen und Entzündungen aufwies. Auslöser ist ein im Buchweizenkorn enthaltener Stoff, das Fagopyrin, das in einem feinen Häutchen direkt auf dem Korn sitzt.

EatSmarter Empfehlung:

Wer gern Buchweizen isst, sollte es ruhig häufig tun. Aber Vorsicht: Sehr hellhäutige Menschen könnten durch den oben erwähnten roten Farbstoff sonnenempfindlich werden und mit Hautreizungen reagieren. Deshalb die Körner vor der Zubereitung in einem Sieb unter fließendem heißem Wasser abwaschen. Falls beim Kochen noch rötlicher Schaum entsteht, schöpfen Sie ihn ab, damit der glücklicherweise wasserlösliche Risikostoff vollständig entfernt wird. Buchweizen ist ein ideales Getreide für Menschen, die unter Glutenunverträglichkeit (auch Zöliakie oder Sprue genannt) leiden. Brot lässt sich aus dem Mehl der dreieckigen Körner allerdings nicht backen.

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