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Alzheimer-Demenz: Die wichtigsten Fakten und InfosDurchschnittliche Bewertung: 4.1158
24. November 2015

Alzheimer-Demenz: Die wichtigsten Fakten und Infos

Mit steigendem Alter wächst bei vielen Menschen auch die Angst vor Alzheimer. Die Krankheit gilt als nicht heilbar und ist die häufigste Ursache für eine Demenz. Doch um mit der Krankheit offen umzugehen, ist Aufklärung besonders wichtig.

Alzheimer-Demenz - Mann hat Adresse an seinem Schlüsselbund

Der Name Alzheimer geht auf den Psychiater Alois Alzheimer zurück, der die Erkrankung Anfang des 20. Jahrhunderts als erster beschrieb. Leiden Menschen an einer Demenz, so lassen ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr Gedächtnis mit der Zeit nach. Es fällt ihnen immer schwerer, sich zeitlich und räumlich zu orientieren. Auch das Vergessen von alltäglichen Dingen oder Erinnerungen aus der Vergangenheit ist typisch für eine Demenz. Dies kann sogar soweit führen, dass Alzheimer-Patienten z.B. vergessen, den Herd auszumachen, den Nachhauseweg nicht mehr finden oder Angehörige und Freunde nicht mehr erkennen.

Obwohl Alzheimer als nicht heilbar gilt, lässt sich der Verlauf der Krankheit durch medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden positiv beeinflussen. Besonders wichtig für Betroffene sind ein stabiles Umfeld und eine liebevolle und tolerante Betreuung. Neben Alzheimer kann eine Demenz auch noch andere Ursachen haben. So können auch Durchblutungsstörungen im Gehirn (vaskuläre Demenz) ein Grund sein. Viele alte Menschen haben häufig eine Mischform aus Alzheimer und vaskulärer Demenz. Auch Krankheiten wie Parkinson, Hirnverletzungen oder Hirntumore können für eine Demenz verantwortlich sein. Starker Alkoholkonsum kann ebenfalls auf Dauer zu Demenz führen.

Alzheimer: Symptome

Vergesslichkeit fällt wohl jedem als eines der ersten Symptome von Alzheimer ein. Doch die Krankheit ist vielschichtig und die Symptome daher auch. Im Alter lassen bei den meisten Menschen die Gedächtnisleistung und geistige Fähigkeiten nach. Es ist normal, dass ältere Menschen nicht mehr so schnell auf neue Situationen reagieren können. Dennoch bleiben sie orientierungs- und urteilsfähig. Dies ist bei Menschen mit Alzheimer anders. Ihr Gedächtnis lässt mehr und mehr nach. Zunächst ist das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Das bedeutet, dass sie kürzlich zurückliegende Ereignisse vergessen, sich aber an Dinge aus der länger zurückliegenden Vergangenheit erinnern. Allerdings nimmt auch das Langzeitgedächtnis mit der Zeit ab und die Erinnerungen werden weniger.

Irgendwann ist es Erkrankten nicht mehr möglich, Informationen in einen Zusammenhang zu setzen und zu bewerten, z.B. kann es sein, dass ein Alzheimer-Patient sieht, dass es draußen regnet, dies auch formulieren kann, aber trotzdem im Unterhemd, statt in der Regenjacke nach draußen geht. Besonders Handlungen, die sich aus mehreren Einzelschritten, wie Kochen oder Einkaufen, zusammensetzen, werden immer schwerer.

Auch auf die Sprache hat Alzheimer Einfluss. Betroffene suchen häufig nach den richtigen Worten. Häufig verwenden sie unpassende Füllwörter oder Phrasen. Für andere werden Sätze daher schwer verständlich. Auch die Betroffenen selbst verstehen Worte und deren Bedeutung anderer nur noch schwer und können so Unterhaltungen und Gesprächen schwer folgen. Sich sprachlich zu verständigen wird daher immer schwerer.

Die Erkrankung hat häufig auch maßgeblichen Einfluss auf die Psyche und das Wesen der Erkrankten. Sie können ängstlich, misstrauisch, passiv und auch aggressiv werden.

Auch Scham spielt eine große Rolle. Denn mit zunehmender Vergesslichkeit und dem Verlust der Selbstständigkeit steigt die Frustration. Häufig haben Betroffene auch Angst davor, nur noch als erkrankte und hilfsbedürftige Personen wahrgenommen zu werden. 

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