Sommerleiden – und wie Sie ihnen vorbeugen | EAT SMARTER
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Sommerleiden – und wie Sie ihnen vorbeugenDurchschnittliche Bewertung: 3.3153
16. Juni 2015

Sommerleiden – und wie Sie ihnen vorbeugen

Die Temperaturen steigen, der Urlaub ist gebucht, alles könnte perfekt sein – gäbe es da nicht die typischen Sommerleiden, die nicht nur die gute Laune trüben, sondern mitunter auch die Gesundheit in Mitleidenschaft ziehen. Wir stellen Ihnen sechs Varianten vor und erklären, wie Sie vorbeugen können.

Sonnenbrand

Knackig braun aus dem Urlaub zurückkehren – das ist für viele Menschen noch immer ein wichtiges Ziel ihrer Reise. Dabei unterschätzen sie die Wirkung der Sonneneinstrahlung, die noch Jahrzehnte später schwere gesundheitliche Folgen haben kann. „Wer sich ständig sonnt oder ins Solarium geht, schädigt seine Haut, riskiert, früher oder später an Hautkrebs zu erkranken und muss damit rechnen, viele Falten zu bekommen“, sagt Dr. Peter Weisenseel, Facharzt für Dermatologie und Allergologie am Dermatologikum Hamburg, „Untersuchungen zufolge werden bis zu 80 Prozent des Hautalterungsprozesses durch das Sonnenlicht verursacht – nur 20 Prozent basieren auf genetischen Faktoren.“

Weisenseel warnt vor Sonnenbädern und empfiehlt Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, um die Risiken für Hautschäden zu reduzieren. Intensität und Dauer eines Sonnenbades – sofern es unbedingt gewünscht ist – sowie die Stärke des Sonnenschutzmittels sollten stets auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt werden. 

In der Dermatologie unterscheidet man insgesamt sechs verschiedene Hauttypen: Menschen mit sehr heller Haut, die viele Sommersprossen und rote Haare haben, gehören zu Hauttyp I und sollten sich dem Sonnenlicht maximal 10 Minuten aussetzen, sofern sie sich nicht eingecremt haben. Menschen vom Hauttyp II haben meist blonde Haare, blaue Augen und werden nur sehr langsam braun. Ungeschützt sollten sie nicht länger als 10 bis 20 Minuten ins Freie gehen. Menschen vom Hauttyp III bräunen etwas schneller, sie haben meist dunkelblonde bis braune Haare und können uneingecremt rund 20 bis 30 Minuten in der Sonne bleiben. Hauttyp IV wird häufig als mediterraner Typ beschrieben: Menschen dieses Typs haben recht dunkle Haut, dunkle Haare und meist braune Augen und bekommen – genauso wie die noch dunkleren Hauttypen V und VI – eher selten einen Sonnenbrand. Doch auch sie sollten sich vor UV-Strahlung schützen. Neben dem Hauttyp gibt es weitere Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie lange wir ungeschützt in der Sonne bleiben dürfen: Dazu zählen Jahreszeit, Sonnenstand, Sonnenintensität sowie der geografische Standort. 

Doch Sie können Ihr Hautkrebsrisiko senken und den Alterungsprozess bremsen, indem Sie folgende Regeln beachten:

  • Meiden Sie im besten Falle direkte UV-Strahlung wie im Strandurlaub oder in Solarien.   
  • Der Sonnenschutz sollte, gerade im Hinblick auf empfindliche Kinderhaut, einen sehr hohen Schutz vor UV A/UV B-Strahlung bieten und mindestens den Lichtschutzfaktor 30 betragen. Ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 erlaubt ein bis zu 30-mal längeres Sonnenbad als ohne Schutz. Die empfohlene Maximalzeit sollte dennoch nicht ausgereizt werden. Sie ist lediglich ein Durchschnittswert, der die individuelle Hautempfindlichkeit und die Intensität der Sonneneinstrahlung nicht berücksichtigt. Achten Sie zudem darauf, ein wasserfestes Präparat zu benutzen, das über eine Breitbandfilter-Wirkung und zusätzlichen UV A-Schutz verfügt.
  • Tragen Sie Sonnenschutzprodukte mindestens 20 Minuten vor dem Sonnenbad auf, und cremen Sie sich nach jedem Wasserkontakt aufs Neue ein. Beachten Sie die Produktangaben des Herstellers. (
  • Tragen Sie beim Aufenthalt in der Sonne lichtdichte Textilien, Hüte mit breiter Krempe und UV-Strahlen-sichere Sonnenbrillen. Auch unbedeckte Körperstellen sollten mithilfe von Sonnenschutzmitteln geschützt werden. Der Lichtschutzfaktor einer Creme sollte in diesem Fall mindestens 15 betragen.

Was Sie gegen weitere Sommerleiden tun können, möchten wir Ihnen auf den Folgeseiten vorstellen. 

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