Couscous | EAT SMARTER
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Couscous

Eine leckere Zutat: Couscous. © joanna wnuk - Fotolia.com Eine leckere Zutat: Couscous. © joanna wnuk - Fotolia.com

Zum Küssen lecker: Couscous ist bei uns schwer im Kommen, weil er so toll schmeckt und obendrein super gesund ist. Alles Wissenswerte über den Grieß aus dem Vorderen Orient lesen Sie hier!

Das sollten Sie über Couscous wissen!

Couscous (auch Kuskus oder Cous-Cous genannt) hat in Nordafrika und Vorderasien ungefähr die gleiche Bedeutung wie bei uns Kartoffeln und kommt als Grundnahrungsmittel fast täglich auf den Tisch. Kein Wunder, denn der Klassiker aus zu winzig kleinen Kügelchen zerriebenem Grieß gilt mit Recht als ausgesprochen nahrhaft, lecker und obendrein günstig. Je nach Land oder Region kann die Basis dafür ein anderes Getreide wie zum Beispiel Weizen, Gerste oder Hirse sein. Am gebräuchlichsten und bei uns hauptsächlich zu kaufen ist aber Couscous aus Hartweizengrieß.

Unabhängig von der Getreidesorte mischt man bei der Herstellung von Couscous den jeweiligen Grieß mit Wasser, bis sich ein grobes Granulat daraus bildet. In einem sogenannten Auflöser lösen sich die größeren Granulate wieder und es bilden sich die typischen kleinen Couscous-Körnchen. Nun folgt eine Dampfbehandlung und anschließend werden die kleinen Klümpchen getrocknet.

Klingt kompliziert? Mag sein, aber bevor Maschinen diese Arbeit übernahmen, war das Herstellen von Couscous noch weit aufwendiger. In den sogenannten magrehbinischen Ländern (Marokko, Algerien und Tunesien) breitete man den Grieß früher zuerst aus und besprenkelte ihn mit Salzwasser, sodass sich nicht zu feuchte, tropfengroße Klümpchen bilden konnten.

Diese Klümpchen zerrieb man dann leicht zwischen den Handflächen und formte dabei 1 mm kleine Kügelchen. Gerieten die Kügelchen zu klein, wurde wieder ausgesiebt, neu befeuchtet und zerrieben. Zwischendurch musste immer wieder trockener Grieß zugefügt werden, falls die Körnchen aneinander haften blieben. Und war all das getan, dann wurde der fertige Couscous in der Sonne getrocknet.

Eine mühsame Sache also, aber diese Zeiten sind vorbei. Inzwischen kaufen auch die meisten Hausfrauen in den nordafrikanischen Ländern ihren Couscous im Laden und lassen Maschinen die aufwendige Handarbeit erledigen.

Das perfekte Kochen von Couscous nach traditionellem Verfahren ist übrigens ebenfalls nicht ganz unkompliziert, aber zum Glück für alle Couscous-Fans gibt es längst auch sogenannten Instant-Couscous. Man braucht ihn nur mit kochendem Wasser zu übergießen und quellen zu lassen.

Saison: Couscous kann man das ganze Jahr über kaufen.

Herkunft: Couscous stammt aus dem Mittleren Osten und Nordafrika.

Geschmack: Couscous hat einen milden, leicht nussigen Getreide-Geschmack. Couscous aus Vollkorngrieß schmeckt etwas herzhafter.

Wie gesund ist eigentlich Couscous?

Wie alle Getreideprodukte gehört auch Couscous zu den gehaltvollen Sattmachern mit einem hohen Gehalt an Kohlenhydraten und entsprechend vielen Kalorien. Doch die gute Nachricht ist: Couscous enthält nur wenig Fett und dafür reichlich Ballaststoffe.

Beides trägt entscheidend dazu bei, dass Couscous selbst nicht dick macht, sondern wie andere Getreideprodukte auch erst durch fettreiche Soßen und Beilagen zur Figurfalle wird.

Sein hoher Gehalt an Mineralstoffen und B-Vitaminen ist ein weiterer Pluspunkt, den Couscous mit anderen Getreideprodukten gemeinsam hat. Das gilt natürlich speziell für Couscous aus Vollkorn-Grieß!

Nährwerte von Couscous pro 100 g  
Kalorien 353
Eiweiß 11 g
Fett 1,8 g
Kohlenhydrate 69 g
Ballaststoffe 7,6 g

Einkaufs- und Küchentipps für Couscous:

Einkauf: Couscous bekommen Sie in türkischen Geschäften oder im Supermarkt. In der Regel stammt der Rohstoff dafür aus konventionellem Weizenanbau; helle Sorten sind mit Natronlauge gebleicht. In Bioläden und Reformhäusern gibt es Couscous aus ökologischem Anbau, der nicht gebleicht wird. Dort finden Sie außerdem Couscous aus anderen Getreidesorten wie Dinkel, Gerste oder Buchweizen.

Immer häufiger kann man bei uns auch Zubereitungen aus Couscous, Kräutern und Gewürzen kaufen.

Lagerung: Da Couscous aus zerkleinertem Getreide besteht, sollten Sie angebrochene Packungen gut verschließen oder – noch besser – in fest schließende Dosen umfüllen und möglichst bald verbrauchen. Das in Couscous enthaltene pflanzliche Fett kann nämlich ranzig werden. Bewahren Sie darum Couscous maximal ein halbes Jahr trocken und kühl auf.

Vorbereiten: Die meisten Couscous-Produkte, die man hierzulande kaufen kann, brauchen nur 5-15 Minuten, bis man sie verspeisen kann: Man übergießt den Couscous im Verhältnis 1:1 mit kochendem Wasser, lässt ihn je nach Packungsanleitung zugedeckt quellen und lockert ihn zum Schluss mit einer Gabel etwas auf.

Zubereitungstipps für Couscous:

Zu den vielen Vorzügen von Couscous zählt, dass er wirklich vielseitig einsetzbar ist: Couscous kann man statt Reis oder Nudeln als Beilage servieren, mit Rohkost für Salat oder für einen Auflauf mit Gemüse mischen, zu Bratlingen formen oder in Suppe geben. 

Die süße Variante hat nicht nur in orientalischen Ländern, sondern auch bei uns viele Fans: Couscous schmeckt mit klein geschnittenen exotischen Früchten, orientalischen Gewürzen und etwas Honig wunderbar!

Wer Couscous nach traditionell nordafrikanischer Art kochen möchte, muss etwas mehr Aufwand treiben. Im Mittleren Osten und in Nordafrika nimmt man dafür einen Couscous-Kochtopf aus Metall, der aus zwei Teilen besteht: Der untere Teil fasst mehrere Liter, der „keskes“ genannte Boden des oberen Teils ist ein Dämpfeinsatz mit sehr feinem Sieb. Dazu gehört dann noch ein Deckel, der verhindern soll, dass der heiße Dampf von der kochenden Brühe oder dem kochenden Wasser entweichen kann.

Wenn Ihnen das alles zu kompliziert klingt und Sie das Kochen von Couscous nur mal probieren wollen, können Sie das aber auch mit Bordmitteln problemlos tun. Sie brauchen dazu nämlich nur einen großen Topf und einen passenden Dämpfeinsatz. Und sogar der lässt sich notfalls mit einem feinen Sieb ersetzen, das man in den Topf hängt. Ein möglichst gut schließender Deckel sollte aber sein – zur Not einfach einen großen Teller, eine Platte oder dergleichen auflegen und eventuell mit einem schweren Gegenstand beschweren.

So gerüstet, ist das eigentliche Zubereiten dann simpel. In den großen Topf kommt Flüssigkeit (Brühe oder Wasser), die man aufkocht. Im Dämpfeinsatz oder Sieb gart dann der Couscous. Damit er schön locker wird und nicht zusammenklebt, immer wieder mal mit einer Gabel auflockern und zum Ende hin etwas Öl untermengen.

Und wie richtet man einen echten Couscous an? Schön sieht es aus, wenn Sie ihn auf einer Platte zu einem spitzen Kegel aufhäufen und Gemüse oder Fleisch und Soße rundherum verteilen.

Rezepte mit Couscous:

Rezepte mit Couscous finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe))

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