Kardamom Warenkunde | EAT SMARTER
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Kardamom

Kardamom - Exotik in der Weichnachtsbäckerei Kardamom - Exotik in der Weichnachtsbäckerei

Kardamom gehört für die meisten von uns vor allem in die Vorweihnachtszeit: Alle Jahre wieder gibt das exotische Gewürz Lebkuchen und Co. den typischen Geschmack. Doch mit seinem betörenden Aroma und seinen vielen guten Eigenschaften hat Kardamom nicht nur zu Weihnachten, sondern 365 Tage im Jahr einen Platz in der Küche verdient, wie unsere Warenkunde zeigt.

Das sollten Sie über Kardamom wissen

Obwohl weder Aussehen noch Geschmack darauf hindeuten, ist Fakt: Botanisch gehört Kardamom zur Familie der Ingwergewächse. Anders als bei Ingwer erntet man aber nur die Fruchtkapseln der staudenartigen Schilfpflanze. Kurz bevor die kleinen grünen Kapseln aufspringen, sammelt man sie ein und trocknet sie. Die aufwendige Ernte per Handarbeit ist der Grund dafür, dass Kardamom bis heute nach Vanille und Safran als teuerstes Gewürz der Welt gilt. Trotzdem hat Kardamom als wichtige Würzzutat besonders in Asien und im Orient große Bedeutung. Man verwendet vorwiegend die Samen aus der Kardamomkapsel, die man entweder zu Pulver zerstößt oder ungemahlen mitgart. Das eigentliche Gewürz sind übrigens nur die in den Fruchtkapseln steckenden schwarzen oder grünen Samen. Aber damit sie ihren Duft und ihr Aroma möglichst lange behalten, lässt man sie bis zur eigentlichen Verwendung in den Schalen.

Herkunft: Schon bei den alten Römern veredelte man viele Gerichte und auch Brot mit den Samen des Kardamomstrauchs. Römische Eroberer hatten sie vor rund 2.000 Jahren im Gepäck, als sie unsere Breiten betraten. Ursprünglich allerdings stammt Kardamom aus Indien, wo man ihn wie in vielen anderen tropischen Ländern bis heute anbaut.

Geschmack: Die ätherischen Öle in Kardamom sorgen für ein an Eukalyptus erinnerndes, sehr intensives Aroma und den würzigen, süßlich-scharfen Geschmack.

Wie gesund ist eigentlich Kardamom?

Die ätherischen Öle in Kardamom sorgen nicht nur für den hinreißenden Geschmack, sondern haben auch heilsame Wirkung: Schon die alten Römer kurierten damit die Folgen ihrer legendären Fressgelage. Fest steht, dass Kardamom vor allem auf einen gestressten Magen wohltuend wirkt, die Verdauung fördert und sowohl Blähungen als auch Erkältungsbeschwerden lindert. Das Kauen von Kardamom soll außerdem gegen eine Knoblauch- oder Alkoholfahne und Mundgeruch allgemein Wunder wirken. Kenner schwören auch darauf, dass die würzigen Samen die Stimmung aufhellen und sogar die Liebeslust anheizen können – dafür gibt es allerdings keine verlässlichen Beweise.

Einkaufs- und Küchentipps für Kardamom

Einkauf: Gemahlener Kardamom ist praktisch, aber längst nicht so intensiv aromatisch wie frische Kardamomkapseln, für die übrigens gilt: Je größer und grüner, desto besser! Leider steigt mit der Qualität von Kardamom auch sein Preis. Unser Tipp: Versuchen Sie es in arabischen, asiatischen oder türkischen Läden – dort bezahlt man meist weniger und bekommt trotzdem Kardamom von guter Qualität.

Lagerung: Die ätherischen Öle von Kardamom verflüchtigen sich schnell, wenn das Gewürz mit Licht und Luft in Kontakt kommt. Kaufen Sie darum immer nur kleine Mengen und bewahren Sie Kardamom am besten in einem Glas mit fest verschließbarem Schraubdeckel auf.

Vorbereiten: Damit die ätherischen Öle im Kardamom ihren Duft optimal entfalten können, sollten Sie die Samen immer erst direkt vor der Zubereitung von der harten Schale befreien. Dazu können Sie die Samen einfach per Hand aus den Kapselhüllen pulen und entweder im Ganzen verwenden oder in einem Mörser zerstoßen.

Zubereitungstipps für Kardamom

Klar, dass Kardamom bei Plätzchen wie unseren köstlichen Spekulatius-Talern, Pfeffernüssen, Tannenbäumchen oder Pfefferkuchen zur Weihnachtszeit nicht fehlen darf und unbedingt in den Lebkuchenteig gehört! Auch wärmenden heißen Getränken wie Gewürztee, Zimtblütentee oder frischem Minztee gibt das exotische Gewürz einen unnachahmlichen Duft.

Das gleichzeitig süßliche und leicht scharfe Aroma von Kardamom harmoniert aber auch mit Desserts hervorragend und verleiht zum Beispiel pochierten Feigen, in Schokolade getauchten Erdbeeren und Kaffee-Datteln das gewisse Extra.

Doch damit ist noch lange nicht Schluss: Machen Sie es doch einfach mal wie die Araber und Asiaten und kochen Sie zum Beispiel köstliche Currys, raffinierte Reisgerichte, pikante Chutneys oder ein würziges Couscous mit Kardamom!

Rezepte mit Kardamom:

Rezepte mit Kardamom finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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