Milch | EAT SMARTER
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Milch

ein Glas Milch ein Glas Milch

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Frischmilch gehört ebenso wie die länger haltbaren Sorten ESL- und H-Milch zu den unentbehrlichen Grundnahrungsmitteln. Alle Sorten liefern neben hochwertigem Eiweiß eine große Portion der Vitamine A, B und D. Für den knochenbildenden Mineralstoff Calcium ist Milch die beste Quelle. Nicht nur, weil so viel von dem wichtigen Mineral darin ist, sondern auch wegen des ebenfalls enthaltenen Milchzuckers, der dem Körper hilft, das Calcium (ebenso die Mineralstoffe Magnesium und Zink) zu nutzen. Teile des Milchproteins sind aktiv bei der Aufnahme von Mineralstoffen beteiligt. Und das in der Milch vorhandene Vitamin D spielt im Team der Osteoporose-verhütenden Substanzen mit und hilft, das Calcium in den Knochen einzubauen. Milchzucker besitzt eine weitere günstige Eigenschaft: Er dient den Darmbakterien als Nahrung und sorgt so für ein gesundes Milieu im Verdauungsapparat. Im Milcheiweiß (Kasein) sind außerdem opiatähnliche Substanzen (Casomorphine), die die Freisetzung der Hormone Insulin und Somatostatin stimulieren. Wissenschaftler glauben, dass diese Stoffe an der Regulation der Nährstoffaufnahme beteiligt sind und tief in den Stoffwechsel eingreifen. Es werden noch mehr biologisch aktive Stoffe im Milcheiweiß vermutet. Milchforscher des Max Rubner-Instituts erforschen beispielsweise Substanzen, die helfen könnten, Blutdruck und Cholesterinspiegel zu regulieren.

Milch: Gut zu wissen

Als simpler Durstlöscher ist Milch durch den hohen Eiweiß- und Fettgehalt viel zu nahrhaft und kann bei Leuten mit großem Milchdurst zu Übergewicht beitragen. Immerhin stammt die Hälfte der Kalorien aus dem Fett. Wie die meisten tierischen Lebensmittel liefert auch das Milchfett überwiegend gesättigte Fettsäuren, die bei Stoffwechselstörungen ungünstig auf den Blutfettspiegel wirken. Der Risikostoff Cholesterin ist ebenfalls enthalten, liegt aber so niedrig, dass man deshalb auf Milch nicht verzichten sollte. Fettarme Milch ist zwar cholesterin- und kalorienärmer, hat dadurch allerdings weniger von den Vitaminen A und D zu bieten, die mit dem Fett entfernt werden.
Anlass zur Sorge gibt auch das krebserregende Pilzgift Aflatoxin, das aus schimmeligen Import-Futtermitteln in die Milch übertragen werden kann. Es handelt sich zwar um sehr geringe Mengen, aber selbst die sind bei einem Grundnahrungsmittel absolut unerwünscht. In Rohmilch können sich trotz aller Sorgfalt des Milchbauern Krankheitserreger finden. Zwar ist die Gefahr von Tuberkulosebazillen inzwischen weitgehend gebannt, doch in den Mittelmeerländern ist frische unbehandelte Milch oft durch andere ansteckende Keime belastet und deshalb nicht zu empfehlen.
Manche Menschen leiden nach dem Genuss von Milch unter schweren Durchfällen. Ihnen fehlt zur Verdauung des Milchzuckers die notwendige Menge des Enzyms Lactase (Milchzuckerunverträglichkeit bzw. Lactoseintoleranz). Das kommt bei Südeuropäern, Asiaten und Orientalen häufig vor, bei Nordeuropäern seltener.

EAT SMARTER Empfehlung:

Kinder und Jugendliche sollten 1/4 Liter Milch pro Tag trinken, die Schulmilch ist also immer noch sehr empfehlenswert. Essen Sie als Ersatz, falls Ihnen oder Ihren Kindern Milch nicht schmeckt oder bekommt, Sauermilchprodukte oder Käse. Für Menschen, die Milch nicht vertragen, weil ihnen ein Enzym fehlt, gibt es Kautabletten als Diät-Lebensmittel, die dem Mangel mildern.
Wer Milch für Kleinkinder braucht und sicher sein will, dass möglichst kein Aflatoxin darin zu finden ist, kauft am besten Milch vom Biobauern. Ökologisch wirtschaftende Milchbauern verwenden kein Import-Futter, sondern einheimisches, in dem Pilzgifte bisher nicht gefunden wurden. In südlichen, warmen Gegenden Europas greift man am besten zu H-Milch, weil sie durch die Erhitzung keimarm ist. Sojamilch ist als Milchersatz für Kinder nicht geeignet und sollte nur nach Absprache mit einem Arzt verwendet werden, wenn Kinder allergisch auf Inhaltsstoffe in der Milch reagieren. 

Rezepte mit Milch

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Milch ist für Erwachsene weder natürlich noch besonders gesund. "Natürlich" ist das nur für Säuglinge, so wie in der Natur eben auch. Bei Männern steigert der Milchkonsum nachweislich das Riskiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken, bei Frauen steht Milch im verdacht Brustkrebs zu fördern.