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Physalis (Kapstachelbeere)Durchschnittliche Bewertung: 4.415140

Physalis (Kapstachelbeere)

Physalis - Geschmackserlebnis aus Südamerika Physalis - Geschmackserlebnis aus Südamerika

Das ist ja eine nette Bescherung: Öffnet man die eher unscheinbare Hülle der Physalis, offenbart sie ihr Geheimnis in Form einer kirschgroßen, hellorangefarbenen Frucht. Und die hat es in sich, sowohl geschmacklich als auch gesundheitlich!

Das sollten Sie über Physalis wissen

In den letzten zehn  Jahren hat die Kapstachelbeere eine steile Karriere hingelegt: Damals kannte kaum jemand Physalis; heute dagegen bekommt man sie für wenig Geld sogar beim Discounter.  Die kugelrunden Früchte stammen von einem Nachtschattengewächs, das eng mit der auch bei uns wachsenden Lampionpflanze verwandt ist. Und ganz ähnlich wie diese reine Zierpflanze beeindruckt auch die Physalis mit einem papierartigen, gerippten Blütenkelchverwandte – nur dass bei ihr beim Entblättern ein essbarer Kern zum Vorschein kommt. Während bei der Lampionpflanze die Hülle mit ihrer roten Farbe besticht, hat die Physalis eher innere Werte: Ihre Hülle sieht lustig aus, wirkt aber mit ihrer bräunlichen Farbe erst einmal weniger verlockend. Ganz anders sieht es mit der darin versteckten Frucht aus, die appetitlich in hellem Orange leuchtet und wunderbar duftet: Wer sie sieht und kostet, ist meistens begeistert.

Herkunft & Geschichte: Schon die weiteren Namen der Physalis wie „Andenbeere“ „Inkapfkaume“ oder „peruanische Judenkirsche“ deuten an, wo die ursprüngliche Heimat der Physalis liegt: Sie stammt aus den südamerikanischen Ländern Peru, Chile, Brasilien, Kolumbien  und Venezuela. Ihr bekanntester Zweitname „Kapstachelbeere“ verrät aber auch gleich, wo die Physalis mittlerweile heimisch und besonders begehrt ist: Seit Beginn des 19. Jahrhunderts baut man sie auch in Südafrika an.

Saison: Physalis bekommt man dank optimaler Transportwege inzwischen bei uns das ganze Jahr über, als Hauptsaison gilt dennoch die Zeit von Dezember bis Juni.

Geschmack: Physalis schmecken sehr intensiv süß-säuerlich. Manche vergleichen ihren Geschmack mit Ananas, andere fühlen sich beim Naschen an Maracuja erinnert.

Wie gesund ist eigentlich Physalis?

Physalis punkten mit einem hohen Gehalt an Eisen und Phosphor, vor allem aber gehören sie mit bis zu 2 mg Provitamin A zu den wichtigsten Lieferanten für diesen zellschützenden Stoff überhaupt. Dagegen nimmt sich der Anteil an Vitamin C bei der Physalis fast bescheiden aus; mit 30 mg pro 100 g steuert sie aber immerhin ein knappes Drittel zu unserem Tagesbedarf bei.

In ihren Herkunftsländern schätzt man die Physalis auch als natürliches Heilmittel. Die Afrikaner beispielsweise nutzen die ihre Blätter traditionell als Wundpflaster;  andere Teile der Pflanze werden bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Als besonders wirksam gilt die Physalis in der Naturheilkunde auch bei Harnwegserkrankungen, Gicht, Nieren- und Blasensteinen.

Nährwerte von Physalis pro 100 Gramm  
Kalorien 85
Eiweiß 1,9g
Fett 0,7g
Kohlenhydrate 11,2g
Ballaststoffe 0,8g

Einkaufs- und Küchentipps für Physalis

Einkauf: Physalis bekommt man im Supermarkt und beim Gemüsehändler oft lose und zahlt dann nach Gewicht. Häufig werden die Kapstachelbeeren aber auch in kleinen Körbchen aus Plastik abgepackt angeboten. Leider erkennt man von außen nichts von der Qualität der eigentlichen Früchte. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Hüllen: Bei zu langer oder zu feuchter Lagerung neigen sie zum Schimmeln.

Lagerung: Da ihre papierartige Hülle fast wie ein natürliches Konservierungsmittel wirkt, hält sich die Physalis bei einer Temperatur von 10-15 °C und trockener Luft bis zu 10 Tage frisch. Abgepackte Kapstachelbeeren in Kunststoff sollten Sie allerdings aus der Folie und der Verpackung nehmen, sonst schimmeln sie schnell.

Vorbereiten: Fertig machen zum Vernaschen – das vorbereiten von Physalis macht ein bisschen Arbeit, aber dabei auch Spaß: Man öffnet die papierartige Umhüllung mit den Fingern und dreht die darin fest sitzende Physalis beherzt heraus. Nicht wundern, wenn sie sich klebrig anfühlt, das ist normal. Zum Schluss die Kapstachelbeeren noch unter fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Danach können Sie die Physalis je nach Rezept im Ganzen oder halbiert weiterverwenden und übrigens auch problemlos einfrieren.

Zubereitungstipps für Physalis

Man kann Physalis einfach so roh vernaschen. Wunderbar geeignet ist sie aber auch als aromatische und attraktive Zutat im Obstsalat,  im Müsli, in Desserts wie zum Beispiel einem exotischen Früchte-Gelee oder als leckere Deko für Eisbecher und feines Kokosgelee.  Bunt gemixt mit anderen exotischen Früchten macht die Physalis außerdem als Belag für einen farbenfrohen Obstkuchen ebenso Eindruck wie als i-Tüpfelchen für einen fruchtigen Sektcocktail. Kapstachelbeeren vertragen sich aber durchaus auch mit eher herzhaften Zutaten und geben beispielsweise einem tropischen scharfen Chutney Farbe und Aroma.

Rezepte mit Physalis:

Rezepte mit Physalis finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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physalis schmecken nach käse find ich aber ganz lecker
 
Hallo der Beitrag war für mich sehr aufschlußreich. Ich habe zum ersten mal aus Samen einer gekauften Frucht Pflanzen gezogen, 4 Stück entwickeln sich prächtig und tragen zur Zeit schon grüne Lampions, bin sehr auf die Ernte gespannt. mit freundlichen Grüßen
 
Physalis ist eine wunderbare Frucht!Un die Rezepte sind auch toll.