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Piment

Piment - Gewürz der Azteken Piment - Gewürz der Azteken

Warenkunde Piment: Was Sie über Piment wissen sollten und was ihn besonders macht.

Sieht beinahe aus wie Pfeffer und schmeckt fast genauso scharf: Kein Wunder dass die spanischen Eroberer Piment zuerst mit dem begehrten Gewürz verwechselten. Dabei hat Piment durchaus seine eigenen Vorzüge zu bieten!

Das sollten Sie über Piment wissen

Lebkuchen ohne Piment – das ist ungefähr so wie Heiligabend ohne Baum. Auch sonst gibt das Gewürz vielen winterlichen und weihnachtlichen Leckereien seine spezielle Note. Ein Hauch davon genügt meist schon, vor allem, wenn man echten Jamaika-Piment zur Hand hat. Er enthält nämlich am meisten vom ätherischen Öl Eugenol, das die braunen Körnchen so köstlich macht und ihnen das intensive Aroma gibt. Echter Jamaika-Piment hat stolze 65-90 % davon vorzuweisen; seine Konkurrenten aus anderen Anbauländern (vor allem Südamerika) bringen es dagegen nur auf durchschnittlich 10-15 % Eugenol.

Die braunen Beeren des immergrünen Pimentbaumes aus der Gattung der Myrtengewächse werden kurz vor der Reife geerntet und dann getrocknet. In jeder Beere verstecken sich zwei Fächer, in denen je ein schwarzbraunes Samenkörnchen steckt.

Herkunft & Geschichte: Die Entdeckung von Piment geht auf das Konto von Christopher Kolumbus: Als er und seine Mannen buchstäblich dahin fuhren, wo der Pfeffer wächst – der zu früheren Zeiten fast so wertvoll wie Gold war – fanden sie zunächst diese braunen Körner. In der Annahme, den äußerlich sehr ähnlichen echten Pfeffer vor sich zu haben, tauften die spanischen Seefahrer das Gewürz „pimienta“. Der Irrtum klärte sich allerdings bald auf, und kaum hatten Kolumbus und Co. den echten Pfeffer gefunden, ließen sie den Piment links liegen. Erst rund 200 Jahre nach dem Tod des großen Entdeckers gelangten die Körner dann doch noch aus der Neuen in die Alte Welt.

Geschmack: Piment schmeckt unvergleichlich aromatisch und deutlich nach Nelken, weshalb man ihn bei uns auch manchmal „Nelkenpfeffer“ nennt.

Wie gesund ist eigentlich Piment?

Schon die Azteken schätzten Piment nicht nur als Gewürz für ihr Leib- und Magengetränk „Xocolatl“, sondern auch wegen seiner lindernden und heilsamen Wirkung. In der Naturheilkunde setzt man die Beeren vor allem als wirksames Mittel bei Magen- und Darmbeschwerden ein. Piment soll aber außerdem bei Nervosität und Stress einen sanft beruhigenden Effekt haben.

Einkaufs- und Küchentipps für Piment

Einkauf: Wer das volle Aroma und die sanfte Schärfe von Piment liebt, greift am besten zu ganzen Körnern. Falls Sie gemahlenen Piment bevorzugen, kaufen Sie möglichst kleine Mengen und verbrauchen ihn bald, sonst verfliegt das köstliche Aroma.

Lagerung: Wie für alle aromatischen Gewürze gilt auch bei Piment: Dunkle, kühle und luftdichte Lagerung erhält Duft und Geschmack am besten!

Vorbereiten 
Ganze Pimentkörner können Sie wie Pfeffer im Mörser zerstoßen oder auch in einer Gewürzmühle mahlen.

Zubereitungstipps für Piment

Piment ist das perfekte Gewürz für exotische und orientalisch angehauchte Gerichte wie zum Beispiel unsere jamaikanischen Hähnchenkeulen, ein scharfes Lammcurry oder einen marokkanischen Rindfleischtopf. Doch auch klassisch deutsche Speisen wie Kalbsbraten, ein geschmorter Wildschweinrücken, Kartoffelsuppe sowie Fischmarinaden, Rotkohl, Gulasch und dunkle Saucen profitieren von einem Hauch Piment. Mit einer Prise Piment können Sie außerdem Pflaumenkuchen oder Pflaumenmus, einen aufpeppen.

Rezepte mit Piment:

Rezepte mit Piment finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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