Keine Chance den Schmerzen - Ernährung bei Gicht | EAT SMARTER
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Ernährung bei Krankheiten

Die richtige Ernährung bei Gicht

Ernährung bei Gicht Ernährung bei Gicht

Gicht ist oft nur mit Hilfe von Medikamenten zu behandeln. Aber die richtige Ernährung bei Gicht kann starken Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung haben.

Gicht – mehr als ein Gelenkproblem

Die Gicht ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung. In Schüben befällt sie den Körper und kann letztlich durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Gelenken und Geweben zu schmerzhaften Veränderungen der Gelenke führen,  letztlich sogar zum Ausfall der Niere. Um dem vorzubeugen, raten Experten zu einer bestimmten Ernährung bei Gicht.

Ernährung bei Gicht: viel Wasser, wenig Eiweiß

Um den Symptomen der Gicht entgegenzuwirken, sollten Patienten solche Lebensmittel meiden, welche besonders reich an Purinen sind. Dieses Vorgehen hilft dem Körper, die eigene Harnsäureproduktion zu kontrollieren. Patienten mit Übergewicht sollten abnehmen. Denn jedes Gramm zu viel belastet die Gelenke, die durch die Krankheit bereits angegriffen werden. Silke Hölzer, Ernährungsexpertin aus Hamburg, rät allerdings von striktem Fasten und zu schnellen Gewichtsabnahmen ab. Solch extreme Maßnahmen könnten akute Gichtanfälle auslösen. Stattdessen sei es ratsam, Ernährungsexperten aufzusuchen und eine individuelle Diät zu planen. Silke Hölzer: „Grundsätzlich hilft bei der Ernährung bei Gicht die Aufnahme von viel frischem Wasser, bis zu zweieinhalb Liter am Tag. Es unterstützt den Körper dabei, überschüssige Harnsäure über den Urin auszuscheiden.“ Viele Mediziner empfehlen außerdem, eine besonders eiweißreiche Ernährung zu meiden, da sie eine Überproduktion der Harnsäure nach sich ziehen könnte.

Richtlinien für schmerzfreie Lebensfreude

Tierische Eiweiße müssen bei Gichtpatienten vom Speiseplan verschwinden. Denn sie enthalten Purine, die den Krankheitsverlauf vorantreiben. Auch purinreiche Lebensmittel wie Hering, Sardellen und Leber dürfen nicht mehr oder nur selten auf den Tisch. Experten bringen außerdem rotes Fleisch, fettigen Fisch und Meeresfrüchte mit einem erhöhten Gichtrisiko in Verbindung. 

Butterfisch statt Schwein und Lachs

Silke Hölzer von der Hamburger Zentrale für Ernährungsberatung rät: „Patienten sollten auf keinen Fall Schwein oder Lachs essen. Das schmeckt zwar toll, enthält aber am meisten Purine.“ Andere tierische Lebensmittel sollten Betroffene nur in geringen Mengen zu sich nehmen. „Ein Stückchen Gänsebraten ist in Ordnung. Aber Patienten sollten sich nicht gleich daran satt essen.“ Außerdem rät die Ernährungsexpertin zu Butterfisch oder Makrelen einmal wöchentlich. Die Omega-Fettsäuren dieser Lebensmittel könnten entzündungshemmend wirken.
Positiv wirken sich bei der Ernährung bei Gicht auch pflanzliche Eiweiße aus, etwa Bohnen und Hülsenfrüchte. Nüsse enthalten – in Maßen konsumiert – ebenfalls für den Körper nützliche Fette. 

Bier löst Anfälle aus

Alkohol ist der beste Freund der Gicht. Er stört die Verarbeitung der Harnsäure, der Körper kann diese daraufhin nicht ausreichend ausscheiden. Vor allem das Trinken von Bier kann Gichtanfälle auslösen. Silke Hölzer warnt: „Auch alkoholfreies Bier enthält Purine.“ Betroffene sollten in der Regel täglich einige Liter Wasser statt Alkohol konsumieren. Es rege den Harndrang an, wodurch letztlich über den Urin mehr Harnsäure ausgeschieden werden könne. In Ausnahmen seien aber immerhin bis zu 150 Milliliter Wein am Tag erlaubt. 
Eine bewusste Ernährung bei Gicht kann zunächst eine große Umstellung bedeuten. Übergewichtigen bringt sie allerdings den positiven Nebeneffekt, dass sie automatisch einige Kilos verlieren. Fettarme oder fettfreie Milchprodukte sind ratsam. 

Vollkornbrot statt Schokolade

Ernährung bei Gicht bedeutet auch, der süßen Verlockung zu widerstehen: Betroffene sollten Süßigkeiten und Weißbrot durch komplexe Kohlenhydrate ersetzen. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse helfen dabei, den Verlauf der Gicht zu verlangsamen. Vollkornprodukte enthalten zwar Purine, sind jedoch sehr nährreich. 
Zucker allerdings darf nur noch in geringen Mengen in Tee oder den Kuchenteig rieseln. Denn er sorgt dafür, dass Patienten weniger Lust auf gesunde Nahrung wie pflanzliche Eiweiße und fettarme Milchprodukte haben. Zuckerreiche Nahrungsmittel sind außerdem meist sehr kalorienreich, was zu Gewichtszunahme und Übergewicht führt, die Gelenke also unnötig belastet.

Ernährung bei Gicht: Sind Kaffeepausen erlaubt?

Laut Diplom-Ökotrophologin Silke Hölzer dürfen Gicht-Patienten Kaffee trinken. „Koffein entzieht dem Stoffwechsel entgegen früherer Studien keine wichtigen Flüssigkeiten“, erklärt die Expertin. Auch schwarzer Tee und andere Heißgetränke ohne Alkohol kann der Patient in seinen täglichen Bedarf an Flüssigkeit einrechnen.

Gesünder leben trotz - und mit der Gicht

Die Gicht wird womöglich immer eine Krankheit bleiben, die nur mit Hilfe von Medikamenten zu behandeln ist. Aber die richtigeErnährung bei Gicht , im Idealfall nach einem konsequenten Diätplan, kann starken Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung haben. Die Anzahl und Intensität der Anfälle geht Experten zufolge zurück, vor allem, wenn Betroffene auch noch moderaten körperlichen Aktivitäten nachgehen.

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Dieser Bericht über die Gicht und die Ernährungs tips fand ich sehr gut würde gern mehr wissen Mit freundlichen Gruss
 
Schön wäre auch ein Kommentar zum Thema Spargel, Hefe und auch zur Kombination von beispielsweise Hülsenfrüchten und Fleisch.
 
hallo eatsmarter Team, habe seit 10 tagen Diagnose gicht, möchte mich im Internet schlau machen über möglichst viel gute gicht Rezepte,habt ihr mir diesbezüglich gute Adressen, besten dank im voraus,mit freundlichen grüssen, f,rohrer