Brainfood: Fit im Büro | EAT SMARTER
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Brainfood: Fit im Büro

Brainfood - "Futter für's Gehirn" Brainfood - "Futter für's Gehirn"

Brainfood verleiht mehr Energie für gescheite Ideen und Kreativität: Was Gewinner essen, um im Arbeitsalltag am Ball zu bleiben. EAT SMARTER sagt Ihnen, wie man mit einfachen Tricks und selbstgemachten Proviant die Kondition steigert.

Das große Gähnen im Büro überfällt die meisten Menschen mittags. Kaum ist man aus der Kantine zurück, verbreitet sich lähmende Müdigkeit. Kein Wunder: Alle Empfehlungen der Ernährungsexperten, mehr Kohlenhydrate als Eiweißhaltiges zu essen, wurden über Bord geworfen. Statt den Teller mit Gemüse und stärkereichen Beilagen wie Kartoffeln, Reis und Nudeln (sogenannten Brainfood) zu füllen, greifen viele nach paniertem oder in reichlich Sauce schwimmendem Fleisch. Kantinenköche und Schnellrestaurants kennen die Vorliebe ihrer Kunden für fetten Wohlgeschmack und bieten deshalb die größte Auswahl bei den Kalorienbomben. Auch das Flehen der Diätberater, den Hunger erst mit frischem Salat ein wenig zu besänftigen, hilft nicht wirklich, wenn die Salatsaucen vor Öl triefen. Nach solch gewichtigen Mahlzeiten sitzt mancher Esser arbeitsscheu und schwer verdauend an seinem Arbeitsplatz. Und nicht wenige werden von der kalorienträchtigen Kost dicker und dicker.

Brainfood heißt Selbermachen

Der Ausweg aus dieser Misere heißt Selbermachen. Echtes Brainfood, also Proviant, der den grauen Zellen Kraft gibt, verlangt natürlich Eigeninitiative, Vorplanung und am besten auch ein paar Gleichgesinnte. Sonst entgeht einem der mittägliche Büroklatsch. Wer sich um sein Essen selbst kümmert, kann seine Vorlieben pflegen und genau das essen, was er mag und was ihm bekommt. Das macht nicht nur zufrieden, sondern steigert auch den Erfolg im Job. Leichte nährstoffreiche Mahlzeiten verhindern Halbzeitgähnen und locken mit Lieblingsgerichten statt mit Durchschnittsgeschmack. Selbst wer sich zu einem reichhaltigen Frühstück zu Hause nicht aufraffen kann, kann sein bevorzugtes Müsli in ein Schraubglas füllen und mitnehmen. Oder der Morgenmuffel belegt am Abend vorher ein paar leckere Powerbrote und verwahrt sie für ein spätes Frühstück verpackt in der Schreibtischschublade. Beim Frühstück liegt die Betonung auf "reichhaltig". Wer morgens nur eine Scheibe Knäckebrot isst, hungert am Vormittag, selbst wenn er es nicht bemerkt, weil sein Magen daran gewöhnt ist. Sein Gehirn rebelliert trotzdem. Denn es braucht pro Stunde fünf bis sechs Gramm Zucker, um aufmerksam, kreativ oder auch nur zuverlässig zu arbeiten. Wenn es die nicht über das Frühstück bekommt, verlangt es nach Zwischensnacks und die liefern meist mehr Kalorien, als man auf dem Schreibtischstuhl verbrauchen kann.

Und was heißt Brainfood am Mittag?

Das bestimmt der persönliche Geschmack, aber auch die Fürsorglichkeit der Chefs. Stellen sie ihren Mitarbeitern eine Mikrowelle zur Verfügung, kann jeder sein selbst vorbereitetes Essen aufwärmen. Natürlich auch ein Fertiggericht, falls es die nötigen Zutaten liefert: mehr Kohlenhydrate als Eiweiß, mehr Gemüse als Fett. Solche Gesundkost findet sich heute durchaus in den Gefriertruhen der Supermärkte. Die Nährstoffangaben auf der Rückseite der Verpackung liefern die notwendigen Infos. Auch fürs Selbstgekochte gilt natürlich: Ein Berg Nudeln, also reichlich Kohlenhydrate, mit einem Klecks Sauce und geriebenem Käse ist für die Kreativität in der zweiten Tageshälfte günstiger als drei Minikartoffeln zum panierten Riesenschnitzel. Egal, was man sich selbst vorsetzt - und das darf auch das altbewährte "belegte Brot" mit Käse oder Wurst sein - gesundheitsbewusste Genießer wählen wenigstens eine vitamin- und mineralstoffreiche Komponente dazu. Also eine Schale mit einer großen Portion frischem Salat - das Dressing dazu in einem Extraschälchen transportieren, damit das Grünzeug nicht vorzeitig schlappmacht. Mit einer solchen Kombination aus frisch und gehaltvoll stellt sich hinterher auf jeden Fall das ersehnte Richtig-schön-satt-Gefühl ein und die nötige Fitness für die Arbeit in der zweiten Tageshälfte. Ein weiterer Pluspunkt vom Brainfood: Auf Dauer ist das selbst gemachte Mittagsmenü um einiges billiger als Schnellimbiss oder Betriebsrestaurant. Wer nach aktuellen Preiswertangeboten einkauft und nicht wie Läden und Restaurants von den Gewinnerwartungen der Großlieferanten abhängt, spart eben manchen Euro. Immer noch Einwände gegen Brainfood? Angst vor ausgelaufenen Saucen und zerquetschten Alupäckchen? Die ist überflüssig. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an praktischen Dosen und Deckelschalen, nicht nur in Plastikgrau, sondern in immer neuen Modefarben. Mit Verschlüssen, die auch dann dicht halten, wenn die Transporttasche im vollen Bus mal einen heftigen Stoß bekommt oder sogar runterfällt.

Brainfood für den kleinen Hunger

Selbstversorger brauchen nicht nur ausgewogene Hauptmahlzeiten. Wer gegen Hungerattacken zwischendurch vorbeugen möchte - besonders wenn das Frühstück mager war oder das Mittagessen einer Besprechung zum Opfer fiel - sollte die eine oder andere "Kleinigkeit" parat haben. Leckere Brainfood-Snacks sind zum Beispiel:

  • getrocknete Aprikosen, besonders lecker sind Soft-Aprikosen
  • für den kleinen Eiweißhunger hart gekochte Eier, etwas gekochten Schinken, gegarte Geflügelstückchen oder Hüttenkäse
  • ein Glas mit Cornichons (saure Gürkchen) oder frische Oliven
  • geputzte Radieschen, geschälte Möhren oder Gurkenstücke
  • eine Handvoll Nüsse oder Mandeln ohne Salz oder in Fett geröstet
  • Obst wie Apfel, Birne, Orange, Pfirsich. Faule oder Eilige kaufen fertig vorbereiteten Obstsalat im Supermarkt

Trinken im Büro? Unbedingt!

Auch Trinken gehört zum Brainfood. Ein hervorragendes Mittel gegen Leistungstiefs und Magenknurren ist Wasser. Egal, ob es aus der Leitung kommt - Trinkwasser gilt als das am besten überwachte "Lebensmittel" Deutschlands! - oder aus der Mineralwasserflasche, das klare Nass unterstützt Kreislauf und Blutdruck. Ein Glas kühles Wasser weckt den Geist und besänftigt den Hunger bis zur nächsten Mahlzeit. Saft tut das auch, aber Figurbewusste verdünnen ihn mit Mineralwasser, um den Zucker-Input kleinzuhalten. Kaffee? Vielen scheint er unverzichtbar, aber im Übermaß getrunken macht er unkonzentriert und nervös. Lieber Tee? Er gilt als ein kleines bisschen gesünder und ist für Gestresste etwas günstiger, weil sein Koffein langsamer wirkt. Kräutertee-Mischungen liegen voll im Trend, ayurvedische Gewürztees regen auf leichte Weise an und beleben ohne Koffein. Mehr zum Thema Brainfood: - Walnüsse: knackiges Brainfood - Brainfood für's Büro: So überwinden Sie das Mittagstief - Futter für's Hirn: So bleiben Sie bei der Arbeit fit

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Leider muss ich hier widersprechen. Es ist nicht besser einen Haufen Kohlenhydrate zu essen und wenig Fett. Das schlimme ist die Verbindung von Kohlenhydraten und Fett (paniertes Fleisch mit Soße). Um leistungsfähig zu bleiben muss der Insulinspiegel konstant gehalten werden. Das geht auch über eine eiweißreiche Ernährung. Gerne auch mehr Fett, dann müssen aber die Kohlenhydrate komplett außen vor bleiben. Nur mit diesem Inhalt vermittelt man keine korrekten Informationen. Grüße Claudia