Übermäßiger Wasserkonsum macht nicht gesünder | EAT SMARTER
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Studie beweist:

Übermäßiger Wasserkonsum macht nicht gesünder

Wassertrinken ist keine Wunderwaffe für Schönheit und Gesundheit! Wassertrinken ist keine Wunderwaffe für Schönheit und Gesundheit!

Viel hilft viel? Das gilt leider doch nicht unbedingt beim Wassertrinken, wie Forscher jetzt herausfanden. Das angebliche Wundermittel für Schönheit, Fitness und Gesundheit wirkt also doch nicht so, wie viele Stars gerne behaupten. Doch schlecht ist Wassertrinken selbstverständlich nie!

Ein hoher Konsum Wasser gilt vielen als Fitness-Garantie und als Allheilmittel für diverse Krankheiten. Zwei Wissenschaftler der University of Pennsylvania, Dan Negoianu und Stanley Goldfarb, verglichen bisherige Studienergebnissen, um dafür Beweise zu finden – und fanden kaum Anhaltpunkte.

Keine Anhaltspunkte

Die Wissenschaftler weisen in ihrer Untersuchung zwar ausdrücklich darauf hin, dass Menschen eine gewisse Mindestmenge an Flüssigkeit brauchen, um gesund zu bleiben und dass Hitze und körperliche Anstrengung den Flüssigkeitsbedarf erhöhen. Für die Annahme, dass ein gesunder Mensch in gemäßigten Breitengraden "über den Durst trinken" muss, um seine Gesundheit zu erhalten, fanden die Forscher jedoch keine Belege.

Die Ergebnisse im Detail 

Besonders verbreitet sei beispielsweise die Empfehlung, zwei Liter Flüssigkeit (koffein- und alkoholfrei) am Tag zu sich zu nehmen. Die Forscher dazu: "Es gab nie eine Studie, aus der dieser Rat abgeleitet worden sein kann.“ Es sei weder bewiesen, dass eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr die Nierenfunktion verbessere und somit den Körper entgifte, noch dass Wasser in den inneren Organen gespeichert werde und deren Funktion verbessere. Ebenso wenig bestätigt fanden Negoianu und Goldfarb die Hoffnung, durch viel Wasser satt zu werden und schneller abzunehmen. Bisher konnte niemand beweisen, dass auf diesem Weg tatsächlich die Kalorienaufnahme gesenkt wird.

Aber Wasser hilft gegen Kopfschmerzen

Auch die Annahme, dass eine verringerte Flüssigkeitszufuhr lebensgefährliche Krankheiten wie Krebs auslösen kann, sei laut der Forscher nicht bewiesen, da sich bei rückblickenden Studien mit bereits erkrankten Menschen stets die Frage nach der Henne und dem Ei stelle. Allein für die These, dass Kopfschmerzen durchs Trinken gelindert werden können, fanden die Forscher Anhaltspunkte. Eine Studie hat bestätigt, dass viel Trinken Migränepatienten hilft. Negoianu und Goldfarb kamen zu dem Schluss, dass es keine Beweise dafür gäbe, dass übermäßiges Trinken gesund sei. Sie konnten diese Annahme aber auch nicht widerlegen. Mehr: Universität Philadelphia

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