Hecht | EAT SMARTER
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Hecht

Hecht © Witold Krasowski - Fotolia.com Hecht © Witold Krasowski - Fotolia.com

Der Hecht zählt zu den begehrtesten Fischen bei Anglern. Kein Wunder, denn der Raubfisch punktet mit delikatem Geschmack und besonders magerem Fleisch.

Das sollten Sie über Hecht wissen

Dass der Hecht ein ganz schön rabiater Räuber ist, verrät schon der alte Begriff, mit dem man gefährliche Zeitgenossen als „Hecht im Karpfenteich“ bezeichnet. Der Ursprung dafür ist sehr real: Karpfen gehören zur bevorzugten Beute von Hechten. Aber auch wenn ein Hecht nicht im Karpfenteich, sondern in anderen süßen Gewässern lebt, ist er ganz schön gefräßig und schlingt praktisch pausenlos Wassertiere aller Art bis hin zu auf dem Wasser lebenden Vögeln in sich hinein.

Auch vor kleinen Säugetieren macht ein Hecht nicht halt, und sogar Artgenossen müssen manchmal dran glauben. Aus diesem Grund eignen sich Hechte kaum für die Zucht; sie gelten als zu aggressiv.

Das Ergebnis der Fressgier und Raublust liegt auf der Hand: Ein Hecht kann bis zu 1,30 m lang und 30 kg schwer werden. Gefangen wird der Raubfisch allerdings in aller Regel, wenn er etwa 2 Jahre jung ist und maximal 2 kg auf die Waage bringt, denn dann schmeckt sein festes Fleisch am delikatesten.

Eine Eigenheit von Hecht ist, dass man ihn normalerweise nicht in den Monaten von Februar bis April fängt. Der Grund ist, dass Milch und Rogen von Hechtweibchen in dieser Zeit leicht giftig sind. Während der übrigen Jahreszeiten dagegen kann man beides sowie die Leber von Hecht problemlos essen. Im 19. Jahrhundert galten diese Teile sogar als besondere Delikatesse.

Der Hecht hat übrigens zahlreiche andere Namen wie z.B. Schnöck, Schnock, Schnück, Schnuk, Hengste, Wasserwolf oder auf Plattdeutsch Heekt. Kleine Junghechte heißen wegen der grünen Haut auch Grashecht; am Bodensee nennt man sie Schnäbele.

Aber Achtung: Wenn von Hechtbarsch die Rede ist, geht es ebenso wenig um Hecht wie bei Hechtdorsch. Das eine ist ein anderer Name für Zander, das zweite meint einen Seehecht.

Herkunft: Hechte leben in den klaren, stillen Gewässern und in den langsam strömenden Flüssen Nordamerikas, Europas und Asiens. Heimisch ist der Hecht aber auch in Australien und Neuseeland.

Wie gesund ist eigentlich Hecht?

Obwohl der Hecht so gefräßig ist, hat sein Fleisch erfreulich wenige Kalorien und ist mit nicht mal 2 g Fett pro 100 g ausgesprochen mager – perfekt für alle, die gern gut essen und dabei auf ihre Figur achten möchten! Wie alle Süßwasserfische kann auch der Hecht zwar nicht mit Jod punkten. Doch andere wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Phosphor und Kalium enthält er trotzdem in nennenswerten Mengen.

Nährwerte von Hecht pro 100 g  
Kalorien 81
Eiweiß 18,4 g
Fett 0,9 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Hecht

Einkauf: Einen ganzen Hecht können Sie beim Fischhändler ebenso bekommen wie ausgelöstes Hechtfilet oder Stücke vom Hecht. Achten Sie darauf, dass der Hecht nicht schwerer als etwa  2-3 kg ist. Größere Exemplare schmecken weniger gut, sehr große werden zäh und taugen höchstens noch dazu, eine Fischfarce für Hechtklößchen daraus zuzubereiten.

Lagerung: Wie alle frischen Fische sollten Sie auch Hecht höchstens 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Vorbereitung: Einen ganzen Hecht können Sie vom Fischhändler küchenfertig ausnehmen und vorbereiten lassen. Hechtfilet oder Stücke vom Hecht einfach kurz abspülen und anschließend trocken tupfen.

Zubereitungstipps für Hecht:

Traditionell wurde Hecht früher am liebsten mit Speck oder Aal gespickt – was dem mageren Fleisch zwar im Prinzip gut tut, allerdings auch unnötig viele Kalorien bringt. In der heutigen Küche ist das Dünsten, Dämpfen, Braten oder Grillen für Hecht eher üblich. Grundsätzlich können Sie Hechtfilet für alle Rezepte nehmen, bei denen man sonst Zanderfilet verwendet.

Rezepte mit Hecht:

Rezepte mit Hecht finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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