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Mineralstoffreiche Ernährung

Fluoridmangel macht auch die schönsten Zähne kaputt

Fluoridmangel Fluoridmangel

Fluorid schützt die Zähne zwar vor den Schäden durch Kariesbakterien. Zu viel Fluorid kann die Zähne aber schädigen. Auf die Dosis kommt es an!

Fluoridmangel macht die Zähne kaputt

Fluorid ist für die Zahngesundheit von entscheidender Bedeutung, weshalb Fluorid zu den gesundheitlich notwendigen Elementen gezählt wird. Die Fluoridzufuhr über Lebensmittel ist aber meist gering, so dass wir allein über die Nahrung zu wenig Fluorid aufnehmen und in einen potenziellen Fluoridmangel hineinrutschen. Das aber würde der Karies Tür und Tor öffnen, da Fluorid die Zähne härter macht und so vor dem Säureangriff der Kariesbakterien schützt. Während wissenschaftlich gesichert ist, dass Fluorid die Zähne vor Karies schützt, gibt es aber keine gesicherten Mindestwerte für die Zufuhr von Fluorid.

Schaden oder Nutzen? Eine Frage der Dosis!

Während  geringe Fluoridmengen von etwa 1 bis maximal 5 Milligramm pro Tag die Zähne vor Karies schützen, führen höhere Dosen – wie sie an manchen Orten auch in Deutschland über das Trinkwasser aufgenommen werden können – auf Dauer zu unschönen weißen oder braunen Verfärbungen und einem paradoxen Weichwerden der Zähne.  Noch höhere Fluoriddosen, über längere Zeit aufgenommen, können sogar zu Knochenschäden führen. Es gab auch bereits Fälle, in denen Kinder unbeaufsichtigt eine gößere Menge Fluoridtabletten verschluckten und daran starben. Während es also mancherorts aufgrund einer zu geringen Aufnahme zu Fluoridmangel und dadurch bedingt Karies kommt, sind anderswo die Fluoridmengen im Trinkwasser zu hoch und führen deshalb zu Schäden.

Fluoridmangel – eher ein Problem der Zahnpflege als des Essens

So lange bei Kindern die Zähne noch nicht durchgebrochen waren, gab man früher Fluoridtabletten, um keinen Fluoridmangel zu risikieren. Heute weiß man, dass diese Art der Vorbeugung nutzlos ist. Sobald aber die Zähne da sind, müssen sie geputzt werden. Dafür taugt eine Zahnpasta, die für unter 6jährige 0,05 % Fluorid (Erwachsene 0,10 – 0,15 %) enthalten darf. Eine zusätzliche Einnahme von Fluoriden ist dann in der Regel nicht mehr nötig und könnte eher schaden. Zahnmediziner gehen heute davon aus, dass die Kariesvorbeugung vor allem aus dem weitgehenden Verzicht zuckerhaltiger Nahrungsmittel (insbesondere Sügetränken) sowie aus der regelmäßigen Reinigung der Zähne beim Zähneputzen und dem damit verbundenen Aufbringen von Fluorid direkt auf die Zähne besteht. Um den Schutz zu verstärken, empfehlen Zahnärzte den wöchentlichen Einsatz eines Fluoridgels oder einer täglichen Fluoridspülung. Wichtig dabei: Lösung oder Gel sollen nicht verschluckt werden, um keine Vergiftung zu risikieren.

Fluoridmangel lässt sich nicht klar definieren, da es keine gesicherten Mindeswerte gibt. Fest steht aber, dass Fluorid vor allem lokal bei der Zahnpflege vor Karies schützt.

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