Fit mit Froböse: So finden Sie die richtige Sportart | EAT SMARTER
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Prof. Dr. Froböse der Fitness-Doktor
Fit mit Froböse: So finden Sie die richtige SportartDurchschnittliche Bewertung: 5155
11. Dezember 2013

Fit mit Froböse: So finden Sie die richtige Sportart

Mit Froböses Tipps können Sie die richtige Sportart finden © Monika Sandel Mit Froböses Tipps können Sie die richtige Sportart finden © Monika Sandel

Schwimmen? Zumba? Oder doch lieber Fußball? Die große Auswahl macht die Suche nach der richtigen Sportart nicht leichter. Dabei kann es so einfach sein – Prof. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln verrät, worauf zu achten ist, wenn man die richtige Sportart finden möchte.

Liebe EAT SMARTER-Leser, eines vorweg: Ich alleine kann Ihnen leider nicht sagen, welche die richtige Sportart für Sie ist. Aber ich kann Ihnen helfen, es selbst herauszufinden. Denn noch wichtiger als meine Experten-Empfehlung ist, was Ihnen Ihr Kopf und Ihr Bauch sagen – die Sportsuche ist nämlich ein sehr emotionales Thema. Es bringt gar nichts, wenn ich Ihnen zum Schwimmen rate – weil das zum Beispiel zu Ihrem Alter, Ihrer Konstitution und Ihrem Trainingszustand passt – Sie aber einfach keine Freude daran haben. Dann halten Sie vielleicht ein paar Monate Ihr Training durch, doch langfristig werden Sie die Lust verlieren. Packen wir es also gemeinsam an!

Die richtige Sportart finden: Der Rahmen muss stimmen

Der erste Schritt: Legen Sie die Rahmenbedingungen fest. Wie weit darf die Sportstätte entfernt sein? Wür­den Sie auch regelmäßig zum Sport gehen, wenn der Weg dorthin länger als eine halbe Stunde dauert? Auch wichtig: Mit welchen Kosten ist der Sport verbunden? Kommen zu dem monatlichen Grundbetrag, zum Beispiel in einem Verein oder einem Fitnessstudio, noch Ausgaben für eine Ausrüstung dazu? Bevor Sie sich auf die Suche begeben, müssen Sie sich genau überlegen, wie viel Zeit Sie in Ihren Sport investieren können. Können Sie sicherstellen, dass es Ihnen an einem festen Tag in der Woche immer zur gleichen Uhrzeit passt? Oder erlaubt Ihnen Ihr Alltag nur eine Sportart, bei der Sie vor allem spontan und flexibel trainieren können?

Die richtige Sportart finden: Ziele setzen

Wenn Sie die Rahmenbedingungen abgesteckt haben, folgt der nächste Schritt: Was wollen Sie mit Ihrem Sportprogramm erreichen? Wollen Sie abnehmen? Dann sollten Sie Ausdauersportarten wie Joggen mit regelmäßigem Krafttraining kombinieren. Ist Muskelaufbau das Ziel? In dem Fall könnte Ihnen Gerätetraining, Boxen oder Turnen gefallen. Liegt Ihnen die soziale Interaktion mit anderen Sportlern am Herzen? Wählen Sie eine Mannschaftssportart – zum Beispiel Volleyball, Fußball, Handball oder Basketball!

Die richtige Sportart finden: Vorlieben entdecken

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Sportart Ihnen Freude bereiten könnte, hilft ein kleiner Trick: Versetzen Sie sich in Ihre Kindheit zurück. Haben Sie in der Jugend einen Sport betrie­ben, der Ihnen gefallen hat? Probieren Sie diesen noch mal aus. Denn dann verbinden Sie damit positive Jugenderinnerungen – das erhöht die Freude beim Training. Bei mir ist das die Leichtathletik.

Die richtige Sportart finden: Motivation finden

Die passende Sportart finden - bitte klicken!

Mit sechs Jahren habe ich mit Dreikampf (Laufen, Springen Werfen) angefangen – und ich genieße es noch immer, joggen zu gehen. Ein weiterer Tipp: Holen Sie Ihre Freunde an Bord! Das steigert nicht nur den Spaßfaktor, sondern Sie können sich auch gegenseitig motivieren. Noch besser: Involvieren Sie die ganze Familie – besonders Ihre Kinder. Seien Sie ein Vorbild. Denn wenn Kinder nicht lernen, sich ausreichend zu bewegen, machen sie es im Erwachsenenalter erst recht nicht. Die Folge: Übergewicht und die damit verbundenen Krank­heiten, unter anderem Diabetes und Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen. Außerdem erfahren Kinder beim Sport Erfolgserlebnisse, die ihr Selbst­bewusstsein stärken.

Die richtige Sportart finden: die Familie einbeziehen

Sportarten für die ganze Familie dürfen technisch nicht zu anspruchsvoll sein, kein teures Material voraussetzen und sich am besten auch für Anfänger eignen – so wie zum Beispiel Inlineskaten, Kanufahren, Schwim­men oder Tischtennis. Wenn sich Ihre Familie nicht auf eine Sportart einigen kann, machen Sie zusammen das Sportabzeichen. Dabei werden unterschiedliche Disziplinen geprüft – da kann jeder auftrumpfen: von Laufen über Werfen bis Inlineskaten. Außerdem schweißt das gemein­same Training auf ein Ziel zusammen – das ist toll für den Familienzusammenhalt.

Die richtige Sportart finden: fit sein im Alter

Es gibt keine Altersgrenze, um mit Sport zu beginnen. Ganz im Gegenteil: Je älter Sie sind, umso mehr können Sie von regelmäßiger Bewegung profitieren – denn Sport hält fit und macht jung! Selbst im Rentenalter ist keine Muskelzelle älter als 15 Jahre. Denn Muskeln haben – im Gegensatz zu anderen Organsystemen – keine biologische Uhr. Sie können also bedenkenlos bis ins Alter belastet werden: Ich empfehle Schwimmen, Radfahren oder auch Gymnastik. Wichtig ist nur die Dosis – übertreiben Sie es nicht!

Die richtige Sportart finden: sich beraten lassen

Halten Sie sich an das Motto „Laufen ohne Schnaufen“. Übrigens: Auch ich mit meinen 56 Jahren mache regelmäßig Sport. Ich gehe jede Woche fünf- bis sechsmal joggen. Die einzige Einschränkung, die ich Ihnen mitgeben muss, bevor Sie anfangen können: Wenn Sie älter als 35 Jahre sind und schon länger keinen Sport gemacht haben, sollten Sie sich vorher mit Ihrem Arzt beraten und gegebenenfalls einen Belastungscheck durchführen. Ansonsten: Worauf warten Sie? Los geht’s!  

Protokoll: Katharina Borgerding

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Werter Herr Prof. Froböse. Sie sollten es am besten WISSEN, Fußball , Handball, Tennis usw., sind Spiele und kein Sport, also werben Sie besser für den Basissport. Energiebereitstellung ist ein Thema welches die meisten Leute nicht verstehen. Zum Thema Fitness-Studio, glaube ich nicht dass alle gut arbeiten, die meisten Kunden sind nach einer kurzen Einweisung allein gelassen. Mit freundlichen Grüßen Hartmuth Mergner
 
Alles richtig! Aber es kann auch anders gehen... - was vielen passierte: sie haben mal- aus welchen Gründen auch immer- den Golfsport ausprobiert und waren sofort vom Golfvirus infiziert! Golf lernen, besser werden, immer mehr... - jede freie Minute investiert, und es finanziell auch hinbekommen...- Ein Raucher gibt für sein ungesundes Laster mehr Geld aus…, obwohl- Golf ist eine der wenigen Sportarten, bei denen man sogar rauchen kann (aber natürlich nicht muss und besser nicht sollte :-) ) Es geht also auch ohne vorher einen komplizierten Check zu machen - einfach ausprobieren und schauen, welcher Sport der richtige ist. Und wer ihn findet, wird auch den Weg dazu finden um ihn auszuüben! Wichtig ist doch vor allem "Bewegung, Bewegung, Bewegung"!!!
 
Wobei Golfen nicht immer optimal ist, wegen des Rückens. Ich kenne einige Freunde, die nach dem Golfspielen Probleme mit dem Rücken bekommen haben. Also vorsichtig sein.
 
Das gibt es natürlich, z.B. weil viele Golfer vergessen sich vernünftig aufzuwärmen oder überhaupt etwas f.d. Muskulatur zu tun, um bescherdefrei Golf spielen zu können! Aber es gibt ja auch viele Menschen, die gar keinen Sport treiben und deshalb dann Probleme mit dem Rücken bekommen haben... Vor jedem neuen Sport empfiehlt es sich grundsätzlich, den Hausarzt zu konsultieren! Sicher ist Sicher...
 
Dem Gesagten kann man voll und ganz zustimmen. Jürgen