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Veggie-Blog
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05. Juni 2014

Kennen Sie schon das V-Label?

V-Label

Letzte Woche erreichte mich die Meldung, dass Aldi Süd künftig das V-Label nutzt, um seine Veggie-Produkte zu kennzeichnen. Das finde ich toll – bislang waren es eher unbekanntere Marken (meist aus dem Reformhaus oder Bio-Supermarkt), die das internationale Siegel auf ihre Verpackungen drucken. Meine Hoffnung: Wenn Verbraucher das V-Label sogar im Discounter entdecken, steigt dessen Bekanntheit und weitere Unternehmen ziehen nach.

Doch was ist das V-Label genau? Das Siegel soll Vegetariern und Veganen das Einkaufen erleichtern. Denn viele Produkte enthalten versteckt Fleisch und tierische Bestandteile. So bestehen oft sogenannte Gemüse-Frikadellen aus Hähnchenfleisch. Für Vegetarier ist es nicht immer einfach, da den Überblick zu behalten. Außerdem müssen Hersteller nicht angeben, wenn sie tierische Lebensmittel nutzen, um ihr Produkte zu verarbeiten.

Bevor ein Produkt das Gütesiegel tragen darf, muss der Hersteller also alle Zutaten UND Verarbeitungshilfsstoffe offenlegen. Dann wird es eine der folgenden vier Kategorien zugeteilt:

  • mit Milch und Eiern (ovo-lakto-vegetarisch)
  • mit Eiern, ohne Milch (ovo-vegetarisch)
  • mit Milch, ohne Eier (lakto-vegetarisch)
  • ohne jegliche tierische Produkte (vegan)

Sobald nur ein Inhaltsstoff verändert wird, muss das Produkt noch einmal überprüft werden, um das V-Label behalten zu dürfen.

Das Label wurde von der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) entwickelt. Daher können nicht nur deutsche Unternehmen ihre Produkte auszeichnen lassen, sondern auch Hersteller aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei und Spanien. In Deutschland übernimmt der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) die Kontrolle über das V-Label.

Das V-Label in der Gastronomie

Das V-Label gibt es auch für Restaurants. Diese müssen täglich ein wechselndes vegetarisches Gericht und daneben noch mindestens zwei weitere fleischlose Speisen anbieten, um das Gütesiegel verwenden zu können.

Das V-Label auf dem Vormarsch

Neben Aldi Süd druckt auch Tiefkühlkost-Riese Frosta das V-Label auf seine vegetarischen und veganen Produkte. Hoffentlich folgen bald mehrere Großunternehmen dem Beispiel der beiden Vorreiter – mich würde es freuen.

Hier geht's zum Veggie-Blog.

Katharina Borgerding

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