Sind scharfe Gewürze bedenklich? | EAT SMARTER
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Sind scharfe Gewürze bedenklich?

Sind scharfe Gewürze bedenklich? Sind scharfe Gewürze bedenklich?

Scharfe Gewürze sind gesundheitlich völlig unbedenklich. Naturheilkundige nutzen die ätherischen Öle vieler scharfer Gewürze: Nelkenöl gegen Zahnschmerzen, Fenchel und Thymian gegen Husten, Kümmel und Anis gegen Blähungen. Scharfe Gewürze regen die Produktion der Verdauungssäfte in Mund, Magen und Darm an und machen jedes Essen leichter verdaulich.

So gesund sind scharfe Gewürze: Pfeffer hebt sogar den Geschmack, in gepfefferten Speisen schmecken wir nicht nur die Schärfe, sondern auch den Eigengeschmack der Zutaten (süß, sauer, salzig und bitter) besser. Der Grund: Über einen Nervenreiz können scharfe Gewürze wie die "Scharfmacher" des Pfeffers (Capsaicin beim Chili und Piperin beim Pfeffer) unseren Geschmackssinn anregen und verbessern.

Das scharfe Gewürz Capsaicin lässt außerdem unseren Speichel so stark fließen, dass nach dem Essen die Mundhöhle schnell wieder sauber und desinfiziert wird. Scharfe Gewürze heizen zwar erst einmal ein, senken aber dann die Körpertemperatur, weil sie die Hautgefäße erweitern. Chiligerichte sind also nicht zufällig in den heißen Gegenden der Erde sehr beliebt. Scharfe Gewürze kühlen und senken hier das Risiko von Infektionen. Doch ist auch hier die Dosierung der scharfen Gewürze wichtig: Weil Capsaicin so extrem scharf ist, viel schärfer als das Piperin des Pfeffers, kann Chili in größeren Mengen zu regelrechten "Verbrennungen" der Schleimhäute führen. Zuviele scharfe Gewürze passen hier also dann nicht.

Der milde rosa "Pfeffer" darf nicht mehr so genannt werden, heute muss er "rosa Beeren" heißen, und dieses scharfe Gewürz ist mit Vorsicht zu genießen. Die pinkfarbenen Beeren enthalten einen Reizstoff, durch den sie als scharfe Gewürze Magenbeschwerden verursachen kann. Empfindliche Personen sollten deshalb auf diese scharfen Gewürze verzichten. Dasselbe gilt für den Geschmacksverstärker Glutamat. Der an sich harmlose Eiweißstoff ist für einige Menschen schlecht verträglich. Er löst das sogenannte "China-Restaurant-Syndrom" mit Hitzewallungen und Kreislaufproblemen aus; glücklicherweise verschwinden die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder.

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