Vitamin-D-Mangel bei Kindern | EAT SMARTER
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Worauf Eltern achten sollten

Vitamin-D-Mangel bei Kindern

Weit verbreitet: Vitamin-D-Mangel bei Kindern Weit verbreitet: Vitamin-D-Mangel bei Kindern

Alle Eltern machen sich Sorgen um die ausreichende Versorgung ihrer Kinder mit Vitaminen – vor allem, wenn der Nachwuchs nur widerwillig Obst und Gemüse isst. Trotzdem sind Mangelzustände gerade beim Vitamin C, auf das wir so viel Wert legen, eher selten. Viel häufiger hingegen sind Kinder, gerade im Herbst und Winter, nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Das zeigen neuere Studien.

Dass Babys und Kleinkinder vom Kinderarzt regelmäßig eine Vitamin-D-Pille verschrieben bekommen, ist mittlerweile selbstverständlich. In aller Regel ist damit dann spätestens ab Ende des zweiten Lebensjahrs Schluss – zu früh, meint das Robert Koch Institut (RKI) in Berlin. Denn es gibt einen weit verbreiteten Vitamin-D-Mangel bei Kindern. Neuere Studien haben gezeigt: Bei rund 62 % aller Jungen zwischen 3 und 17 Jahren ist der Vitamin-D-Spiegel im Blut zu niedrig; bei den Mädchen sind sogar knapp 64 % von einem Vitamin-D-Mangel betroffen.

Warum ist Vitamin D für Kinder so wichtig?

Ohne Vitamin D ist ein gesundes Knochenwachstum nicht möglich: Es ermöglicht die Bildung und Reifung von Knochenstammzellen und steuert sowohl den Kalziumhaushalt als auch den Phosphatstoffwechsel. Erst durch Vitamin D kann der Körper zum Beispiel Kalzium aus dem Darm aufnehmen und in den Knochen einlagern. Vitamin D stärkt aber nicht nur die ursprünglich weichen Knochen, es kräftigt auch die Muskulatur und die Zähne. Neuere Forschungen zeigen, dass Vitamin D außerdem das Immunsystem unterstützt und die Nervenzellen des Gehirns schützt.

Wie viel Vitamin D brauchen Kinder täglich?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat kürzlich die früher als ausreichend genannte Menge deutlich erhöht: Nun gilt als Richtlinie eine Zufuhr von 20 Mikrogramm (bisher 5 Mikrogramm) über die Nahrung, um einen Vitamin-D-Mangel bei Kindern zu vermeiden. Aufgrund der neueren Studienergebnisse empfiehlt inzwischen auch die DGE, besonders im Herbst und Winter, Kindern über 2 Jahren ein Vitamin-D-Präparat zur ausreichenden Versorgung zu geben.

Wie entsteht ein Vitamin D Mangel bei Kindern?

Da der Körper das Vitamin vor allem durch Sonnenlicht bildet, haben kleine Stubenhocker das größte Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Ob Computer-Freak, Fernseh-Fan oder Leseratte: Kinder, die selten draußen spielen, bekommen zu wenig Sonne und darum zu wenig Vitamin D. Mindestens einmal am Tag sollte man sie darum buchstäblich an die Luft setzen, ganz besonders im Frühjahr und Sommer. Kinder- und Jugendärzte empfehlen als Minimum täglich 15 Minuten Aufenthalt im Freien. Das ist umso wichtiger, weil die Sonne im Herbst und Winter weniger scheint und der Körper dann von den in der warmen Jahreszeit angelegten Vitamin D Depots zehren muss. Sind sie leer, entsteht schnell ein Vitamin-D-Mangel. Zwischen Oktober und März ist darum die Versorgung mit Vitamin D besonders wichtig.

Wie stellt man einen Vitamin-D-Mangel bei Kindern fest?

Auffällige Muskelschwäche, extreme Karies, häufige Verstopfung oder Dauererkältungen können – müssen aber nicht – ein Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel bei Kindern sein. Ob Ihr Kind zu wenig Vitamin D im Körper hat, kann der Kinderarzt durch eine Blutuntersuchung feststellen. Er entscheidet dann auch darüber, ob ihr Kind, auch wenn es älter als 2 Jahre ist, zumindest vorübergehend ein Vitamin-D-Präparat nehmen sollte.

Kann man Vitamin-D-Mangel bei Kindern durch Ernährung vermeiden?

Sie kann das Risiko auf jeden Fall verringern! Zwar entsteht der Vitamin-D-Mangel bei Kindern vor allem durch einen Mangel an Sonnenlicht. Aber mit bestimmten Lebensmitteln lassen sich die Vitamin-D-Depots ebenfalls auffüllen. Ganz besonders viel Vitamin D steckt vor allem in fettem Fisch wie Hering, Makrele und Lachs sowie in Avocados. Relativ hoch ist der Gehalt an Vitamin D auch in Eiern, Kalbfleisch, Käse (speziell Tilsiter), Milch, Butter und Rinderleber. (Koe)
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Hallo, die neue Empfehlung der DGE habe ich mit Freud zur Kenntnis genommen. Allerdings sind die neuen Empfehlung (speziell für Erwachsene) immer noch viel zu gering. Das Vitamin D ist nicht mehr nur wichtig, für einen gesunden Aufbau der Knochen (Osteoporoserisiko), sondern wird neusten Untersuchungen zur Folge auch mit vielen weiteren Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Unfruchtbarkeit, Immunschwäche u.w. in Verbindung gebracht.
 
Früher gab es eben einmal am Tag einen Löffel voll Lebertran :) Dann bin ich doch eher dafür, auf Bewegung im Freien und eine ausgewogene Ernährung zu achten!