Mood Food: Essen Sie sich glücklich! | EAT SMARTER
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Stimmungsheber

Mood Food: Essen Sie sich glücklich!

Mood Food – Chili hebt die Stimmung Mood Food – Chili hebt die Stimmung

Unser Glücksgefühl ist durch viele Dinge beeinflusst: Liebe, Zufriedenheit, Freunde. Aber kann man Glück auch essen? Tatsächlich wird einigen Lebensmitteln eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. Aus diesem Grund nennt man sie auch Mood Food („Stimmungs-Essen“). EAT SMARTER zeigt Ihnen die besten Glücklichmacher und erklärt, was beim Essen in unseren Körpern vorgeht.

Mood Food: Wie funktioniert das Glück?

Der eigentliche „Glücks-Prozess“ findet in unserem Gehirn statt. Wird unser Denkorgan nicht optimal mit Nährstoffen versorgt, kann sich das auf unsere Stimmung auswirken. Wir bekommen zum Beispiel Konzentrations-probleme, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen. Daran sieht man, welchen großen Einfluss Mood Food – also die richtige Ernährung – auf unsere Stimmung haben kann. Einige Lebensmittel sind besonders geeignet die Laune zu heben, da sie die Ausschüttung von Glückshormonen fördern. Diese Lebensmittel werden im Englischen treffend als Mood Food bezeichnet, was übersetzt so viel bedeutet wie „Stimmungs-Essen“.

Mood Food: Die besten Lebensmittel

Im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährungsweise können Sie mit den folgenden Lebensmitteln Einfluss auf ihre Stimmung nehmen. Das Motto lautet: „Iss dich glücklich!“

Mood Food: Chili Den Scharfmacher Chili kann man definitiv als Mood Food bezeichnen. Chilis enthalten den Stoff Capsaicin. Dieser ist es, der uns die Tränen beim Verzehr von Chili in die Augen treibt. Capsaicin reizt die Nervenzellen im Mund, was häufig als Brennen oder Schmerz wahrgenommen wird. Dieses Schmerzgefühl bewirkt, dass unser Gehirn Endorphine ausschüttet. Diese Glückshormone wirken entspannend und versetzen uns in eine positive Stimmung. Wissenschaftler sprechen vom „Pepper-High-Effekt“.



Mood Food: Ingwer Ingwer gilt seit je her als echte Heilpflanze. In der gelben Wurzel steckt aber auch Mood Food Potenzial. Der Vorgang ist der Gleiche wie beim Chili: Die natürliche Schärfe des Ingwers wird vom Inhaltsstoff Gingerol hervorgerufen. Die Schärfe des Gingerols registriert das Gehirn als Schmerz und schüttet Glückshormone aus.

 

Mood Food: Beeren Beerenfrüchte sind wertvolle Magnesiumlieferanten. Die Hauptaufgabe des Mineralstoffes ist die Übertragung von Reizen während der Muskelkontraktion. Aber auch auf unsere Stimmung nimmt es Einfluss: Magnesium hemmt die Freisetzung der „Stress-Hormone“ Adrenalin und Noradrenalin. Fazit: Magnesium stimmt gelassen und unterstützt effektiv in Stress-Phasen.



Mood Food: Vanille Häufig wird die Vanilleschote als die Königin der Gewürze bezeichnet. Es wird vermutet, dass der Verzehr von Vanille die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn ankurbelt. Greifen Sie auf echtes Vanillemark oder Vanillepulver zurück. Das künstlich hergestellte Vanillin erzeugt nicht die gleiche Wirkung. Tipp: Schon der Geruch von Vanille entspannt und ruft Wohlbefinden hervor.



Mood Food: Fisch Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren im Fisch helfen nicht nur bei Herz-Kreislauf-Krankheiten. In Studien konnte sogar eine Linderung von Depressionen nachgewiesen werden. Fette Seefische wie Lachs, Makrele und Hering liefern besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt pro Woche 2 Portionen Fisch.

 

Mood Food: Dunkle Schokolade Oft wird Schokolade als Seelennahrung bezeichnet. Denn neben dem hohen Zucker- und Fettgehalt enthält sie auch die Stimmungsaufheller Tryptophan und Theobromin, die in der Lage sein sollen, die Serotonin-Ausschüttung im Gehirn zu stimulieren. Dieser Vorgang konnte bislang aber noch nicht wissenschaftlich belegt werden. Und Vorsicht: Eine Tafel Schokolade liefert 500 Kalorien und ist damit eine echte Kalorienbombe!

Der Schlüssel zum Glück: Serotonin

Die Schlüsselsubstanz für das Glück ist der Neurotransmitter Serotonin, der auch als körpereigenes „Glückshormon“ bezeichnet wird. Dieser wird im Gehirn produziert und versetzt uns in gute Stimmung. Leider kann Serotonin nicht einfach über die Nahrung aufgenommen werden, denn es kann die Blut-Hirn-Schranke nicht durchqueren. Aber trotzdem kann man die Serotoninbildung fördern, indem man den Eiweiß-Baustein Tryptophan über das Essen aufnimmt. Er ist die Vorstufe von Serotonin und in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu durchdringen. Im Gehirn wird Tryptophan zu Serotonin umgewandelt.

Dr. Andrea Flemmer: Mood-Food – Glücksnahrung Wie man durch Essen glücklich wird. Mit einem Geleitwort von Alfons Schuhbeck, 2. Auflage, 2011, 176 Seiten, ISBN 978-3-89993-593-6, 16,95 Euro

(drö)

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Ja, das macht dich glücklich und dick...
 
Mein ultimatives Mood Food ist noch immer Nudeln mit selbstgemachter Tomatensoße. Kinderleicht zuzubereiten (ca. 15 Minuten) und mich macht die Mischung aus Nudeln, Tomaten und Parmesan einfach nur mega glücklich, zufrieden und entspannt :)