Alkohol genauso gefährlich wie Rauchen und Bluthochdruck | EAT SMARTER
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Alkohol genauso gefährlich wie Rauchen und Bluthochdruck

Das Feierabendbier- gar nicht so ungefährlich! © Kzenon Das Feierabendbier- gar nicht so ungefährlich! © Kzenon

Der Genuss von Alkohol ist genauso gefährlich wie Rauchen und Bluthochdruck - zu diesem Schluss kommt eine Studie der Stockholm Universität (2005). EAT SMARTER stellt Ihnen die Ergebnisse der Studie vor.

Die fatalen Auswirkungen von Alkohol

Weltweit sterben fast so viele Leute durch Alkohol wie durch Rauchen oder hohen Blutdruck. Zu diesem Ergebnis ist eine internationale Studie gekommen. Die Wissenschaftler meinen, dass Alkohol bei rund 60 verschiedenen Krankheiten eine Rolle spielt. Es wurde nachgewiesen, dass rund vier Prozent der weltweiten Belastung durch Krankheiten auf Alkohol zurückzuführen sind. Das Rauchen wird für 4,1 Prozent der Erkrankungen verantwortlich gemacht, hoher Blutdruck für 4,4 Prozent. Einer der leitenden Wissenschaftler, Robin Room vom Centre for Social Research on Alcohol and Drugs der Stockholm Universität, erklärte gegenüber der BBC, dass es deutliche Hinweise darauf gebe, dass die Ausweitung des Zeitraums, in dem Alkohol ausgeschenkt werde, auch zu einem verstärkten Konsum führe. Die Auswirkungen auf die Gesundheit würden nicht berücksichtigt, wenn Veränderungen der Ausschankbestimmungen diskutiert werden. Dabei handle es sich um einen sehr kurzsichtigen Ansatz.

Alkohl ist an vielen Unfällen beteiligt

Die Studie berücksichtigte unter anderen Krebserkrankungen im Mundbereich, der Leber und der Brust, Herzerkrankungen und Schlaganfälle sowie Zirrhosen. Zusätzlich wird die Rolle von Alkohol bei Autounfällen, Ertrinken, Stürzen und Vergiftungen behandelt. Alkohol steht ebenso mit einem Teil der selbst verursachten Verletzungen und Morde in Zusammenhang. In Großbritannien sollen die steigenden Alkoholpreise zu einem Rückgang der Todesfälle führen.
 

Ausschank-Zeitraum soll eingeschränkt werden

Es wird geschätzt, dass eine Anhebung der Preise um 10 Prozent zu einer Verringerung der Todesfälle durch Zirrhosen um 7 Prozent bei Männern und um 8,3 Prozent bei Frauen führen würde. Die Einschränkung des Zeitraums, in dem in Alkohol ausgeschenkt und verkauft werden kann, sollte ebenfalls einen positiven Effekt haben. Die Wissenschaftler kritisierten die Regierung, die bis heute noch keine effektiven Kontrollmechanismen eingeführt habe. In Großbritannien soll ein Gesetz verabschiedet werden, das den Ausschank von Alkohol rund um die Uhr erlaubt. Mehr: The Lancet

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Hallo war sehr hilfreich bei meinen hausaufgaben danke