Hühnereier | EAT SMARTER
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Hühnereier

Was man über Hühnereier wissen sollte. Was man über Hühnereier wissen sollte.

Rundherum Wissenswert: Was man über Hühnereier und ihren Inhalt wissen sollte.

Ihre bindenden und lockernden Eigenschaften machen Hühnereier beim Kochen und Backen unersetzlich. Dazu bieten Hühnereier dem Körper das hochwertigste Nahrungseiweiß von allen. Die Bausteine des Eierproteins, die Aminosäuren, sind in der Zusammensetzung günstiger als die jedes anderen Nahrungsmittels, ausgenommen Muttermilch. Daher hat man Hühnereier zur Messlatte für den Wert von Nahrungseiweiß (Protein) gemacht: Hühnereier bekamen die Kennzahl 100, Rindfleisch liegt nur bei 92 und Kuhmilch bei 90. Hühnereier sind außerdem eine vorzügliche Quelle für die Mineralstoffe Calcium und Eisen und reich an den Vitaminen A, D, E und der Gruppe der B-Vitamine.

Hühnereiner: gut zu wissen

Als Salmonellenbrutstätten geraten Hühnereier in warmen Sommern immer wieder zum Risiko. Sind unsere Hühnereier nun giftig? Nein. Beschwerden entstanden vor allem, weil in manchen Heimen und Pflegeanstalten auch bei warmer Witterung Gerichte mit rohen Hühnereiern für Tage gelagert und die Salmonellen auf diese Weise regelrecht ausgebrütet wurden. Einige wenige Keime machen noch niemanden krank. Erst wenn die Erreger Zeit haben, sich auf dem Nährboden süßer Cremes, reichhaltiger Suppen und Mayonnaisen milliardenfach zu vermehren, bedrohen sie den Menschen. Bei allen Unglücksfällen wurden einfache hygienische Grundbedingungen wie Reinigung von Händen und Geräten, gründliches Erhitzen und ausreichendes Kühlen fahrlässig außer Acht gelassen.

Mankos können selbst die Hühnereier von "glücklichen" frei laufenden oder in Bodenhaltung lebenden Hennen haben. Auch hier sind die hygienischen Bedingungen manchmal fragwürdig. Dann tummeln sich besonders viele Salmonellen und andere Keime in den Hühneiern.

Ein Problem für Menschen mit Stoffwechselstörungen: Hühnereier enthalten viel Cholesterin, erheblich mehr als Fleisch und Wurst. Ein einziges Ei liefert schon die Menge, die nach der Meinung von einigen Experten täglich nicht überschritten werden sollte, um jedes Risiko auszuschließen. Grünschalige Hühnereier, von denen die Produzenten behauptet haben, sie enthielten um die Hälfte weniger Cholesterin als die braun- oder weißschaligen, haben sich in neueren Untersuchungen sogar als cholesterinreicher erwiesen als unsere gewohnten Hühnereier.

EAT SMARTER-Empfehlung:

Hühnereier im Wechsel mit Fisch, Fleisch und Käse essen. Vorräte wegen der Salmonellengefahr im Kühlschrank aufheben. Werden die Hühnereier zum Kochen und Backen verwendet, besteht überhaupt kein Grund zur Sorge, selbst wenn sie nicht mehr superfrisch sind und Keime vorhanden sein sollten. Auch ein weichgekochtes Frühstücksei birgt keine Gefahren, solange es nicht vorher wochenlang warm gelagert wurde. Wer aber für Eischnee, Mayonnaise oder Cremes Hühnereier roh verwendet und Kinder oder ältere Menschen in seinem Haushalt hat, kauft zur Vorsicht besser frische Hühnereier mit aufgedrucktem Legedatum. Sie sollten höchstens 5 Tage alt sein. Gerichte mit rohen Eiern immer sofort nach dem Zubereiten gut kühlen und am selben Tag aufessen, dann kann nichts passieren!

Wer Angst vor Rückständen von Tiermedikamenten hat, greift am besten zu Eiern von Bio-Anbietern wie Demeter, Bioland, Anog oder Naturland. Diese Organisationen versichern, dass sie die Legehennen naturgemäß und ohne Pharmamittel halten.

Menschen mit extrem hohem Cholesterinspiegel, die dazu noch ausgesprochen empfindlich auf Cholesterin aus der Nahrung reagieren, können zum Kochen und Backen anstelle von Eiern ein Ersatzmittel aus Sonnenblumenöl und Lecithin benutzen. Solche Diätlebensmittel gibt es in Apotheken und Reformhäusern.

Rezepte mit Hühnereiern:

Rezepte mit Hühnereiern finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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Ich erlaube mir, Dr. Kurt A. Moosbauer zu zitieren: "Ostern ist vorüber und hoffentlich hat sich jeder Ostereier nach Lust und Laune gegönnt. Das Ei ist das Lebensmittel mit der höchsten biologischen Wertigkeit, es enthält so gut wie alle Makro- und Mikronährstoffe - es ist das "all in one" auf dem Nahrungsmittelsektor. Entgegen der landläufigen Meinung erhöhen Eier nicht den Cholesterinspiegel. Erstens wird das Cholesterin des Eidotters sowieso kaum resorbiert, weil es in Lecithin "verpackt" ist. Zweitens hat Nahrungscholesterin ohnehin nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel, weil der Großteil des Cholesterins vom Körper selbst (v.a. in der Leber) produziert wird und zwischen der endogenen, also körpereigenen Cholesterin-Biosynthese und der exogenen Zufuhr von Nahrungscholesterin eine negative Rückkopplung besteht: Wird viel Cholesterin über die Nahrung zugeführt, drosselt die Leber die Cholesterinsynthese und umgekehrt. Der Cholesterinspiegel bzw. das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL- Cholesterin (dem "guten" Cholesterin) ist genetisch festgelegt und wird durch Übergewicht (Zunahme des viszeralen Fettgewebes) verschlechtert bzw. kann es durch Abbau von Übergewicht (Reduktion von viszeralem Körperfett) und regelmäßiger (intensiverer) Sportausübung verbessert werden. Cholesterin ist ein ganz wichtiger Grundbaustein im Stoffwechsel (z.B. für alle Steroidhormone) und darf nicht von vornherein als "schlecht" angesehen werden."
 
100g Eiweiß der Mischung aus 35% Ei und 65% Kartoffel erlauben dem Körper sogar 137g Körpereiweiß aufzubauen. Das ganze nennt sich auch biologische Wertigkeit.