Wie funktioniert die Hyposensibilisierung? | EAT SMARTER
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Ratgeber Heuschnupfen

Wie funktioniert die Hyposensibilisierung?

Heuschnupfen ist äußerst lästig für die Betroffenen. © detailblick - Fotolia.com Heuschnupfen ist äußerst lästig für die Betroffenen. © detailblick - Fotolia.com

Damit der Heuschnupfen endlich verschwindet: EAT SMARTER erklärt, wie die Hyposensibilisierung genau funktioniert.

Bei einer Allergie wie Heuschnupfen reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose und nicht gefährliche Substanzen, sogenannte Allergene. Das Ziel einer Hyposensibilisierung ist es, den Körper allmählich an diese Substanzen zu gewöhnen, sodass das Immunsystem zum Beispiel nicht mehr auf Heuschnupfen reagiert. Momentan gibt es zwei Formen der Hyposensibilisierung: Entweder werden die Allergene unter die Haut gespritzt oder sie werden in Tabletten- oder Tropfenform verabreicht. Letztere Methode wird bei der Hyposensibilisierung aber nur selten angewandt.

Hyposensibilisierung: Zwei Phasen gegen Heuschnupfen

Die Hyposensibilisierung teilt sich in zwei Phasen auf: in die Anfangs- und die Fortsetzungsbehandlung. Während der Anfangsphase wird das Allergen bei der Hyposensibilisierung wöchentlich gespritzt. Dabei wird die Menge jedes Mal etwas erhöht, bis die individuelle Höchstdosis erreicht ist. Das dauert ein bis zwei Monate. In der anschließenden Fortsetzungsbehandlung wird das Allergen bei der Hyposensibilisierung nur noch alle vier bis acht Wochen gespritzt. Auf diese Weise prägt sich das Immunsystem ein, nicht mehr übermäßig auf das 
Allergen zu reagieren. Insgesamt dauert die 
Therapie, auch spezifische Immuntherapie genannt, zwischen drei und fünf Jahren.

Nach jeder Allergen-Dosis kann es zu einer Überempfindlichkeitsreaktion kommen. Die Einstichstelle schwillt an oder wird rot. Diese Reaktionen können ganz harmlos, aber auch gefährlich sein. Deshalb ist es Pflicht, bei der Hyposensibilisierung gegen Heuschnupfen nach jeder Spritze oder Tablette 30 Minuten beim Arzt zu warten, damit dieser bei einer heftigen Reaktion, einem sogenannten allergischen Schock, helfen kann.

Hyposensibilisierung: Verbesserung beim Heuschnupfen

Bei etwa 80 Prozent der Patienten verbessert sich nach der Therapie der Heuschnupfen. Viele sind beschwerdefrei oder brauchen kaum noch Medikamente. Die Hyposensibilisierung hilft aber nicht nur gegen Heuschnupfen. Sie verhindert auch, dass sich schwerwiegende Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Asthma, entwickeln. Auch die Kreuzallergien lassen sich mit einer Hyposensibilisierung bekämpfen: Bei mehr als der Hälfte der Patienten legen sich danach die Symptome.

Mit der Hyposensibilisierung sollten Sie optimalerweise im Herbst beginnen. Das gilt als bester Zeitpunkt, weil dann keine Pollen mehr fliegen und so das Immunsystem nicht zusätzlich belastet wird. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Hyposen­sibilisierung.

Mehr zum Thema Allergie finden sie unter www.curado.de

(bor)

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Ich kann so eine Hyposensibilisierung nur empfehlen! Hab ich selber shcon hinter mir (Pollen und Hausstaub) und seitdem hab ich keine Atemprobleme mehr und muss nicht ständig schauen das ich Allergietabletten griffbereit habe! Eine super Sache!