7 Retro-Fitnesstrends – und was aus ihnen geworden ist | EAT SMARTER
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7 Retro-Fitnesstrends – und was aus ihnen geworden ist

Seilspringen hieß das Hüpfen durchs Tau früher und war vorwiegend bei Mädchen beliebt. Jetzt ist es als Rope Skipping mit teils akrobatischen Stunts wieder da und eine echte Herausforderung für alle Sportler. Keep it simple, könnte man meinen: Viele Retro-Fitnesstrends mit einfachen Übungen und ohne aufwändige Hilfsmittel erleben – teils unter neuen Namen – gerade ein Revival. Aufwändige Fitnessgeräte dagegen sind auf der Strecke geblieben.

1. Trimm-Dich-Pfade

Maskottchen „Trimmy“ scheuchte die Deutschen in den 1970er Jahren auf einen drei bis vier Kilometer langen Trimm-Dich-Pfad mit 15 bis 20 Übungsstationen. Bocksprünge über Holzpfähle gehörten ebenso zum Outdoor-Programm wie Klimmzüge, Rumpfbeugen oder Balancieren über Baumstämme. Neben den Stationen ließ der Deutsche Sportbund Infotafeln mit detaillierten Anleitungen aufstellen. Nachdem die Trimm-Dich-Pfade aus der Mode kamen und ihre Finanzierung zu teuer wurde, erleben sie nun teilweise ein Comeback und lassen sich super für ein Outdoor-Zirkeltraining nutzen.

2. Aerobic

Anfang der 1980er Jahre brachte Schauspielerin Jane Fonda Millionen Frauen zum Schwitzen. Glänzende Gymnastikanzüge, Stirnbänder, Stulpen und Schweißbänder gehörten als Must-Haves für eine Aerobic-Stunde dazu – bis zahlreiche Ärzte Alarm schlugen und vor Gelenkschäden und anderen Verletzungen warnten. Die Aerobic-Welle ebbte daraufhin zwar ab, totzukriegen war der Trend aber nicht. Aerobic entwickelte sich in verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Schwerpunkten weiter und steht heute noch in jedem Fitness-Studio auf dem Kursplan.

3. Hula-Hoop-Reifen

Ende der 1950er Jahre traten die Hula-Hoop-Reifen aus Holz- oder Kunststoff ihren Siegeszug durch die Kinderzimmer an. Das Spielzeug kann aber viel mehr und ist auch heute wieder ein super Trainingsgerät, das man im Sommer mit in den Park nehmen kann: Die rhythmischen Bewegungen beim Kreisenlassen des Reifens um die Hüften erhöhen die Fettverbrennung, die Taille wird geformt, das Gewebe an Bauch, Po und Oberschenkeln gestrafft und die Kondition verbessert. Die Reifen sind in verschiedenen Größen und Gewichten erhältlich, sodass das Training variiert werden und die Herausforderung erhöht werden kann.

4. Seilspringen

Seile durften auf keinem Schulhof in den Pausen fehlen, man konnte sich allein oder – je nach Seillänge – in größeren Gruppen damit vergnügen. In den Hollywood-Filmen über Boxer „Rocky“ mit Sylvester Stallone wurde dann klar: Ein Springseil ist nicht nur etwas für kleine Mädchen sondern auch ein super effektives Trainingsgerät. Seilspringen ist mittlerweile als Trendsportart aus den USA zurück, heißt nun Rope Skipping und ist ein forderndes Workout zu schnellen Grooves und mit teils akrobatischen Elementen.

5. Kneippen

Wer Oma früher auf der Kur besucht hat, kann sich bestimmt noch an den Anblick älterer Menschen erinnern, die mit hochgekrempelten meist beige-farbenen Hosen im Storchengang durch Wasserbahnen im Kurpark gestapft sind. Kneippen heißt die Therapie nach dem bayerischen Pfarrer Sebastian Kneipp, bei der das Wassertreten nur einen Teil neben Bewegung, Ernährung und der Behandlung mit Heilpflanzen ausmacht. Heute erleben das Barfußlaufen und der Storchengang durchs kalte Wasser, der Abwehrkräfte und Kreislauf stärkt, ein Revival. Viele Saunen und Wellness-Center bieten Kneipp-Wasserbahnen ohne muffiges Kurmittel-Haus-Flair an.

6. Thighmaster

Neben Jane Fonda trat mit Suzanne Somers eine weitere Hollywood-Diva einen Fitness-Trend los. Anfang der 1990er Jahre brachte Somers den Thighmaster auf den Markt, ein Fitnessgerät zur Straffung der Oberschenkel. Der Thighmaster ist ein zweiteiliges Metallrohr mit einem Scharnier und Schaumstoff-Ummantelung, das zwischen den Knien platziert wird. Es wird gegen den Widerstand zusammengedrückt und soll so die Beine formen. Auf dem Markt ist der Thighmaster immer noch, hinzugekommen sind verschiedene Varianten für weitere Muskelgruppen.

7. Vibrationsgurte

Sexy sahen sie nicht aus, die Vibrationsgurte, die das Fett durch Schütteln zum Schmelzen bringen sollten. In den 1970er Jahren waren die Fitness-Maschinen mit dem breiten Hüftgurt, der mittels elektrischer Vibration ganz ohne Eigenbewegung beim Abnehmen helfen sollte, schwer im Trend. Die meisten Nutzer mussten jedoch schnell merken, dass das zu schön war, um wahr zu sein und die Fitnessgeräte verschwanden in Garagen, Kellern oder auf dem Sperrmüll. Gurte und Gürtel mit Vibrationseffekt erleben aber immer wieder ein Revival, auch das EMS-Training arbeitet mit dem Ansatz, ohne aufwändige Eigenbewegung mittels Elektro-Impulsen die Figur zu straffen und Muskeln zu kräftigen.

mfl

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